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17.04.99,Ha.                                                                                                                                                                                                                     

 

Gegen 15.30h sind wir am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO).

Um 15.50h können wir einschecken. Unser Gepäck wiegt insgesamt 26kg.

Hannelore und ich trinken noch ein Bier in der Flughafenbar.

Um 16.30h checken wir ein.

Um 17.00h hebt die Focker von der Fluggesellschaft „Eurowings" mit uns ab. Wir flogen zunächst zum Flughafen Paderborn um noch weitere Passagiere aufzunehmen. Bei bedecktem Himmel ging es weiter nach Amsterdam.

In der Maschine wurden Sandwiches gereicht. Als Getränk orderten wir Sekt. So begann der Urlaub schon ganz gut.

Nach einer Flugzeit von 45-50 Minuten Landung in Amsterdam.

Im Flugterminal hatten wir gerade noch Zeit um auf die Toilette zu gehen. Dann erneut am KLM-Gate eingescheckt.

Als wir unseren Platz in dem KLM Jumbo eingenommen haben, ist es 19.25h. Draußen ist es dunkel.

Fluggerät ist eine Boing 747-400 mit 436 Sitzplätzen.

Das Flugzeug ist voll besetzt. Wir sitzen in der Innenreihe, aber glücklicherweise am Gang.

Abflug ist etwas verspätet.

Lift-off um 20.15h.

 

Voraussichtliche Flugzeit nach Kuala Lumpur, Malaysia, ca. 11:40Std.

Es sind ca.10204 Flugkilometer zurückzulegen.

Angegebene Landezeit: 13.30h OZ in Kuala Lumpur (+6Std.).

 

 

Nach dem Essen, Huhn mit Reis, versuchten wir zu schlafen.

.Gegen 06.00 werden von der Stewardess warme Erfrischungstücher gereicht.

ZZ. befinden wir uns über der Adaman-Sea (Indischer Ozean), in Höhe von Südthailand.

Gegen 13.40h OZ (+6Std.) Landen wir in KL.

Der Kuala Lumpur International Airport, in Sepang, liegt ca. 70km südlich von KL.

Ein mächtig, pompöser Flughafen, der alles übersteigt, was ich bisher gesehen habe.

Hunderte von Metern liefen Hannelore und ich durch pieksaubere Hallen und Gänge dem Schild „Claim" (Gebäckförderband) nach. Schließlich kamen wir an einem Bahnsteig einer Schnellbahn an. Ich meinte zur Hannelore, „hier sind wir falsch!" Aber eine Nachfrage am Informationsschalter belehrte uns , dass wir noch mit der Bahn in eine andere Flughafengebäude fahren mussten, um unser Gepäck zu bekommen. Also fuhren wir mit der Schnellbahn knappe drei Minuten und fanden schließlich unsere Claim.

Während ich mich beim nächstem Manychanger anstellte, kümmerte sich Hannerloe um unser Gepäck. Wir waren nahezu beide gleichzeitig fertig und gingen unbehelligt durch den Zoll, nachdem man unsere Pässe abgestempelt hatte und die Deklarationsformulare abgenommen hatte .

Der Kurs für den malaiischen Ringit war ganz gut: 1,-DM =2,27RM.

 

Am zentralen Bus- und Taxistand kauften wir eine Taxikarte nach Kuala Lumpur City, zum Hotel „Swiss Inn".

Wir zahlten für die Taxi 98,-RM für rd. 70km und wir wurden zu einem großen silbergrauen Mercedes gelotst. So gab es schon zu Anfang unseres Malaysiaurlaubs ein Novum in der Geschichte unsere Urlaube: Wie die Prinzessin auf der Erbse wurden wir in diesem noblen, klimatisierten Gefährt zu unserem Hotel kutschiert.

 

15.30h Ankunft im Hotel „Swiss Inn" in KL.. Mitten im Herzen von Chinatown. Wir mieten uns zunächst für zwei Tage ein. Das Preis-/Leistungsverhältnis in diesem Hotel war angemessen. Das Zimmer kostete 108,-RM/Tag inkl. Frühstück . - Die Zimmerpreise waren deutlich reduziert - Promotionweek -.

 

Bald machten Hannelore und ich uns auf den Weg zum historischen Bahnhof (später mehr), wo für uns die nächste Touristeninformation war. Hier bekamen wir die nötigen Infos für die nächsten Tage.

Zunächst ging's zur Touristeninformation am „historischem" Bahnhof (s.u.), um die neuesten Informationen zu bekommen.

Haben danach in einem Straßenrestaurant in Chinatown zu Abend gegessen. War super, aber ziemlich Teuer, 50,-RM (Na ja, der erste Tag!!). Es gab süß/saure Garnelen Reis Gemüse und Krabben, Frühlingsrollen und ein gemeinsames Bier.


Gegen 18.30h (+6Std.) gingen wir mit hängenden Ohren ins Hotel.

Geduscht und ins Bett. Kraft tanken für die Besichtigungstour morgen.

 

 

19.04.99

 

Waren fast zwölf Stunden im Bett und haben einigermaßen geschlafen. Müssen uns noch ein bisschen an die Zeitverschiebung gewöhnen.

Gegen 08.00h sind wir am Frühstückbüfett und genießen es ausgiebig.

Heino hat entgegen seiner sonstigen Gepflogenheit sogar heiße Würstchen und Spiegelei zu sich genommen. Ansonsten gibt es Reis, gelbe Bohnen, Spiegelei, Würstchen, Kartoffelpuffer, Säfte, Milch, Obst, Müsli, Marmelade, Toast, Croissants und natürlich Kaffee und Tee.

Die Auswahl war recht gut.

 

Bald waren wir am Central Market und warteten auf den Bus 349. Haben nach einmaligen Fragen sofort hingefunden. Ca. 45Minuten dauerte die Fahrt in den Vorort zu den Bartu-Caves. Heino und ich wurden am Straßenrad vom Busfahrer abgesetzt, mit dem Hinweis, ‘dort drüben’ müsste es sein. Es war recht schwierig die Hauptverkehrsstraße zu überqueren, soviel Verkehr. Und wir mussten sehr vorsichtig sein, da wir immer zur falschen Seite schauten. In Malaysia war Linksverkehr.....aber mit Geduld hatten wir dann endlich die Straße überquert.

100 Meter abseits der Hauptstraße erhob sich eine hohe Felsenkette. Die steile Treppe zu den Höhlen sahen wir von weiten.

Heute morgen waren mehr Tauben und nur wenige Touristen auf dem Vorplatz.

Bartu Caves  

Die Batu Caves liegen 12 km nördlich von Kuala Lumpur und sind in etwa 45 Minuten vom Zentrum aus zu erreichen. Bus Nr. 70 und 349 ab Lebuh Pudu. Busse zurück nach KL halten an der Tankstelle nahe der Straßeneinmündung.

Die vielen Stufen nach oben können einem schon den Atem rauben.. Unser Schweiß rann in Strömen.

Außer ihrer Größe hat die Lichthöhle viel zu bieten.

Nach dem Abstieg gingen wir noch nach rechts, in kleinere Höhlen, die sogenannte „Art Galerie". Die Höhle war voll mit grellbunten hinduistischen Figuren und bemalten Felswänden. „Sehr schön gemacht" und wirklich sehenswert.

Haben in beiden Höhlen keinen Affen gesehen.

 

Auf dem Vorplatz waren jetzt viele Touristenbusse angekommen und wir waren froh, dass wir unseren Besuch abgeschlossen hatten. Durstig geworden tranken wir an einem Stand eine ‘große’ Trinkkokusnus (ca. 1L).

 

Gegen 13.00h begaben wir uns wieder an die Hauptstraße. An der Ecke, wo wir ausgestiegen waren, hielt kein Bus. Also den Bussen hinterher um die Ecke. In einer Seitenstraße standen mehrere Busse. Auch hier mussten wir eine halbe Stunde warten, bevor uns wieder ein Linienbus mit in die City nahm.

 

In KL aßen wir im ‘Central Market’.

Anschließend zum Bahnhof

 

Südlich vom Dayabumi liegt das Hauptpostamt, noch weiter südlich kommt man zum Hauptbahnhof, der vor ein paar Jahren im traditionellen Stil erweitert wurde. Die Einheimischen bezeichnen ihn als einen der schönsten Bahnhöfe der Welt. Einer der eigenwilligsten ist er auf jeden Fall. Das nordindisch-islamische Hauptgebäude mit seinen zahlreichen Arkaden und Türmen entstand zwischen l885 und 1911 und ähnelt einer groBen Moschee.

Das gegenüberliegende Gebäude der Verwaltung der malaysischen Eisenbahn Bangunan Ibu Pejabat Keretapi Tanah Melayu aus dem fahr l917 wurde vom gleichen Architekten zum Bahnhof passend gestaltet. Etwas weiter im Süden residierte bis zum Ende des 1. Weltkrieges der deutsche Konsul. In den 30er Jahren entstand auf dem Gelände des ehemaligen Konsulats eines der ersten großen Hotels der Stadt, das Majestic, das lange Zeit Schauplatz großer Staatsempfänge und Galas war. 1983 wurde das Hotel geschlossen und die Nationale Kunstgalerie Balai Seni Lukis Negara hier untergebracht. In einer ständigen Ausstellung sind 17 000 Kunstobjekte zu sehen, die weitgehend aus der Nachkriegszeit stammen.

 

Haben natürlich diese architektonische Glanzleistung gefilmt und fotografiert.

 

Weiter ging es zu Fuß in den angrenzenden Park - Lake Garden -, zunächst zur Schmetterlingsfarm - Malaysian Butterfly Wold -. Die 7,-RM Eintritt haben sich gelohnt. Ein liebevoll angelegter Park mit Teichen und einem Bach, worin sich riesige Goldfische tummelten. Das ganze Gelände ist mit Netzen überspannt. Es war wahnsinnig heiß hier und unser Schweiß lief in Strömen vom Körper.

Es war eine Vielzahl von unterschiedlichsten Schmetterlingen zu sehen ...nur... jedes Mal wenn ich die Kamera gerade richtig eingestellt hatte, waren sie verschwunden oder hatten ihre Flügel zusammengefaltet.

 

Nach ein einhalb Stunden, man hätte noch viel länger bleiben können, sind wir weiter zum Orchideengarten gegangen. Das Kassenhäuschen war nicht besetzt, so gingen wir ohne zu zahlen hinein.

Eine Vielfalt von Orchideen gab es hier zu sehen (lt. Beschreibung über 200 Sorten)

Am liebsten hätten wir Sämlinge in der Gärtnerei gekauft. Ging leider nicht, weil wir sie nicht in Deutschland einführen dürfen.

Es war schon spät, so dass wir uns den Vogelpark schenkten.. Und wir wollten noch zum taoistischen Tempel nahe dem Central Market.

Die Straße fanden wir recht schnell, aber den Tempel fanden wir nicht.

Fußlahm, durchgeschwitzt und noch unter der Zeitverschiebung leidend gingen wir zurück zum Hotel.

Duschen und dann noch mal auf den Nightmarkt (Nachtmarkt).

Zwischenzeitlich ist es nach kurzer Dämmerung dunkel geworden.

Auf dem Nachtmarkt gehen die bunten Lichter an. Auf der Jl. Petaling und den Nebenstraßen haben sich fliegende Händler in Dreierreihen breitgemacht. Es ist kaum noch ein Durchkommen und wir lassen uns mit der Masse schieben. Neben Haushaltgeräten, Drogerieartikel, Musikkassetten und CDs, werden nachgemachte Markenwaren aus Hong Kong bzw. China verkauft.

In einer Seitenstraße gibt es hervorragendes Essen beim Chinesen.


20.04.99, Hei

 

06.45h klingelt das Telefon..

Sind total gerädert. Haben kaum geschlafen. Zum Glück haben wir das Frühstück im Hotel.

Nach heißen Würstchen mit Rührei, dazu eine gehörige Portion Kaffee, geht’s dann schon wieder.

Holen unsere Wertsachen aus dem Safe und zahlen unsere Hotelrechnung mit Kreditkarte.

Der Taxifahrer vor unserem Hotel will uns nicht zum Busterminal bringen, weil zu nah. So müssen wir unsere Sachen einen halben Kilometer zum Terminal schleppen. Es war glücklicherweise heute morgen noch nicht so heiß. Ein freundlicher Malaie zeigte uns den Weg zum Terminalschalter in der 1. Etage. Ohne Reservierung bekommen wir unser Busticket zu den Camerun Highlands problemlos. Kosten a 11,50RM.

Kurz vor 09.00h war der Bus da. Zunächst ein kleines Chaos. Die Mitreisenden, zumeist Touristen, hatten ihre Rucksäcke mit in den Bus genommen, da die seitlichen Gepäckklappen noch nicht geöffnet waren. Kurz vor Fahrtbeginn wanderten dann doch noch die großen Gepäckstücke in die Kofferräume.

Der Bus war ein bisschen klapperig, aber sonst o.k. Vor allem hatten wir genügend Beinfreiheit!

 

Mit uns fuhren ca. 60 Mitreisende. Zunächst ging es auf der Autobahn (1) Richtung Norden.. In Tapah verließen wir die Autobahn. Jetzt fuhren wir auf schmaler, kurvenreicher Straße ins Hochland. Hier zeigte sich die technische Qualität unseres Busses. Er schnurrte nur so die Steigungen hinauf.

 

Um 13.30h Ankunft im Ort Tanah Rata in den

Camerun Highlands.

Der Ort ist klein und dörflich. Macht aber einen ganz netten Eindruck. Haben nach kurzer Überlegung bei einem Inder im „Cameronian Holiday Inn" Unterschlupf gefunden. Zimmer mit Dusche/WC. Keine besondere Ausstattung, dafür mitten im Ort. Kosten für das Double 38,-RM.

 

Haben uns frisch gemacht, unsere Wertsachen in den Safe gegeben und sind dann im Ort Mittagessen gegangen. Haben noch nie so günstig in Malaysia gegessen. Für Omelett/Käse und Omelette/Tomaten/Huhn und zwei große Tee haben wir 7,80RM gezahlt.

 

Zum Taxistand. Wir wollten eine Teeplantage und einen buddhistischen Tempel in der Nähe besuchen. Der Taxifahrer handelte einen Preis von 36,-RM für zwei Stunden Rundfahrt mit uns aus.

Unser erstes Ziel war die Teeplantage „Sungai Palas Tea Estate" am Ort

Gunung Bringchang

Hätten nicht gedacht, das die Entfernung doch so groß ist. Wir fuhren über kleine, winklige Bergstraßen in das Tal mit der Teeplantage. Sah toll aus. Die Hügel mit ihren Teebüschen, als wenn die Berge mit einem Moosteppich ausgelegt sind.

Weiter unten begegneten wir Plantagenarbeiter, die den Tee mit einer Art Fräsmaschine ernteten. Rechts und links durch die Männer geführt, wurde sie in Schulterhöhe über die Teebüsche gezogen. Wobei sich die Teeblätter in einem riesigen Sack sammelten.

Bald kamen wir zur Sammelstelle und zum Verarbeitungsgebäude. Ein Showroom und Teeausschank war der erste Anlaufpunkt. Hier waren auch alte Bilder aus dem Jahre 1929 zu sehen, als ein Engländer diese Plantage aufbaute.

Teebericht

Für Hannelore und mich wurde eine Führung durch die Teeverarbeitung veranstaltet. Eine Frau im mittleren Alter mit Kopftuch führte uns und erklärte wortreich in englisch die Teezubereitung.

Zunächst werden die Teeblätter durch Warmluft 18 Stunden getrocknet. Dann kommen sie in eine Rollmaschine (Blätter werden gerollt), als nächstes getrocknet (fermentiert) und per Maschine aussortiert. Der Staub der Teeblätter wird für Teebeutel gesammelt.

Der teuerste und beste Tee wird per Hand nochmals aussortiert und ist kaum zu bezahlen, versicherte unsere Führung. Sie meinte pro Kilo ca. 150,-RM.

Auf dem Rückweg noch einige Fotostops auf der Plantage.

Nächster Stop am Ortsrand von Brinchang am buddhistischen 

Sam Pho Tempel. 

Die Tempelanlage liegt etwas abseits. Allein hätten wir sie nie gefunden.

Zurück in unserer Unterkunft wurde zunächst wieder geduscht. Gegen Abend nochmals in das Dorf, wo wir einen Friseur fanden. Ich ließ mir die Haare schneiden - wurde auch wirklich Zeit!-. Hannelore wollte sich gleich anschließen, doch der Herrenfriseur wollte oder konnte nicht. So zogen wir ein paar Häuser weiter zum Damenfriseur. Beide haben ihre Arbeit sehr gut gemacht.

Zum Abendessen bestellte ich Nudelsuppe und Hannelore gebratene Nudeln.

 

Auffällig hier oben in den Camerun Highlands war, daß es hier viele Inder gab. Die sich wohl in früheren Zeiten hier als Teepflücker angesiedelt hatten, aber jetzt zum großen Teil anderen Beschäftigungen nachgingen oder sich gar selbstständig gemacht hatten. Diese indische Gemeinde hatte sich weitgehend Ihre eigene Tradition erhalten. Offensichtlich an den vielen bunten Frauensaries und auch an den vielfältig angebotenen indischen Speisen.

 

Nach dem Abendessen noch schnell zum Busterminal und die Fahrkarten für den nächsten Tag nach Ipoh gekauft.

Als wir zurück zur Unterkunft wollten, blitzte und donnerte es plötzlich und es regnete augenblicklich in Strömen. Wir mußten uns eine halbe Stunde an einem Kolonialladen unterstellen, um nicht durchnaß zu werden. Dann ließ der Regen etwas nach und wir machten einen Dauerlauf zu unserer Unterkunft.

 

Bin todmüde. Hoffentlich können wir heute gut schlafen. Habe immer noch probleme mit der Zeitverschiebung.

 

 

 

21.04.99, Ha

 

Gegen 07.00h aufgestanden.

Im Frühstücksraum, spärlich eingerichtet, ist außer einem jungen Mann, niemend zu sehen.

Heino und ich machen uns am Heißwassersamuwar unseren Kaffe bzw. Tee.

Auch die Rezeption ist noch nicht besetzt. Leichte Panik kommt bei uns auf ...noch 45 Minuten bis zur Abfahrt unseres Busses.....und wir müssen noch unsere Wertsachen aus dem Safe haben. Mittlerweile kommt die indische Mutter des Hotelbesitzers und wir bestellen Omelett und Toast. Auch die Rezeption wird jetzt besetzt, so dass doch noch alles klappen soll.

Um kurz vor 08.00h ist alles in trockenen Tüchern und wir werden mit dem Kleinbus vom Chef persönlich zum Busterminal gebracht.

Unser Gepäck wird im Expressbus verstaut.

Um 08.30h fahren wird nach Westen durch die Caemrun Highland. Sehr lange fuhren wir die Serpentinen hinunter ins Flachland. Der Himmel ist anfangs bedeckt und wegen der niedrigen Temperaturen sind T-Short mit langen Armen und lange Hose angesagt. Aber bald hatte uns die tropische Wärme wieder. Bei strömenden Regen durchfuhren wir die Kreisstadt Tapah. Hier wurde der Bus aufgetankt und eine Pause für uns Reisende eingelegt.

Bei der Fahrt durch die dschungelbedeckte Landschaft unterhielt sich ein Malaie lautstark mit dem Fahrer. Die Stimmlage änderte sich ständig in der Lautstärke. Erholte kaum Luft. Es was nervend für mich, da wir ganz vorn saßen. Heino musste wiederholt über den Wortschwall lachen, obwohl wir nichts verstanden.

Um 10.30h verließen wir das schwülwarme Tapah. Der Himmel ist weiterhin sehr bewölkt. Der Regen hatte aufgehört.

Jetzt läuft der Klimaanlage wieder auf vollen Touren und wir können erneut unsere T-Short gebrauchen. Über die Autobahn ging's bei teilweise starken Schauern weiter nach Ipoh.

12.30h am Busterminal Ipoh.

 

Kauften uns zunächst für den nächsten Morgen Fahrkarten für den Expressbus zur Insel Penang, Georgtown. Ließen uns dann mit einem Taxi zum „Majestic Station Hotel" bringen. Für die knapp 800m bezahlten wir 5,-RM, dafür brauchten wir das Gepäck nicht zu schleppen.

Im Mejestic fuhren wir zunächst mit einem uralten Scherenaufzug in den 2. Stock zur Rezeption. Verschiedene Zimmer wurden uns gezeigt. Haben uns dann für das „deluxe" Zimmer, das direkt an der großen Freiterrasse lag, entschieden. Alles sehr gepflegt mit TV und Airkondition ausgestattet

Das Majestic Station Hotel ist ein altehrwürdiges Kolonialhotel aus dem Jahre 1917. Auf der 180m langen Veranda im 2. Stock des ehemaligen Ipoh Station Hotel trafen sich bereits in den 20er Jahren die Zinnbarone, um die neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen zu diskutieren. Die angrenzenden Zimmer der Veranda besitzen noch heute die ursprüngliche Großzügigkeit.

Im nahegelegenen Tourristoffice bekommen wir einen Stadtplan mit nützlichen Tipps zur Stadt Ipoh.

Unsere Besichtigungstour starteten wir mit dem Stadtbus 66 zur 

Sam Po Tong Tempelanlage,

 6km am südlichem Stadtrand. Wir wurden von dem Busfahrer an einem Bergmassiv entlassen und finden 3 Höhlentempel mit großem vegetarischem Restaurant. Die Anlage ist relativ jung. Baujahr 1990. Am Eingang steht eine große Kuan-Yin-Statur. Um ihn herum einen Menge großer skurriler, bunter Figuren. Die Tempel besitzen einen starken buddhistischen Einschlag, obwohl die Buddhas nicht in Mehrheit vertreten sind, sondern andere, stark chinesische Figuren; ist uns nicht ganz klar ob dies hier buddhistische Tempel sind.

Im San Po Tong Tempel brennt heute für jeden für uns ein dicker Räucherstab. Wir hatten ihn gekauft mit dem Hinweis, daß er uns Glück bringen wird. Die Stäbe dann angebrannt und in eine Messingschale gestellt.

 

Heute Nachmittag regnet es nicht mehr. Die Luft ist schwülwarm und ‘knisternd’, wie vor einem Gewitter.

 

Mit dem Linienbus geht es für 75Cent zurück nach Ipoh. Gegen 17.30 sind wir im Hotel und machen uns frisch. Sind total durchgeschwitzt.

Anschließend suchen wir bei einem Spaziergang durch das Viertel ein Restaurant. Wir kommen an mehreren historischen Bauwerken wie dem Rathaus Dewan Bandara, dem High Court und dem langenderen Uhrenturm, der überall wo Engländer waren zu finden ist, vorüber.

Alles ist wie ausgestorben. Banken und Geschäfte sind geschlossen. Unser Spaziergang führte uns am Rasen des Ipoh Club (englisches Clubhaus) vorbei.

Schließlich fanden wir uns wieder im altehrwürdigen FMS Bar + Restaurant aus dem Jahre 1908. In einem großen Saal mit alter Bestuhlung, Ventilatoren an der Decke, keinem Fenster, nur Lamellenläden nach Außen gegen die Hitze und historischen Fotos an den Wänden, hatte man erbarmen mit uns. Wir bekamen Tee. Die Küche hatte noch geschlossen. Die angrenzende Bar hatte heute Ruhetag. Also konnten wir den alten Barkeeper „Unkle Nephew", der hier schon über 50 Jahre bedient, nicht begrüßen.

Die alten Holzstühle und Schwingtüren sind noch so vorhanden, wie im Roman von Noel Barber „The Ware of the Running Dogs"( S. 548) beschrieben.

Unser Essen nehmen wir in einem der Footstalls ein. War nicht so gut wie gewöhnlich.

Den Rest des Abend verbringen wir in Klubsesseln auf der Veranda des Majestic Hotels mit herrlichem Blick auf die Grünanlagen. Eigentlich soll hier noch der einzige ‘Ipohbaum’ im Stadtkern stehen. Aus diesen Harz wurde das Gift für die Pfeile der Blasrohre der Orang Asli (Ureinwohner Malaysia) gewonnen. Wir konnten diesen Baum nicht sehen oder identifizieren.

Hei

Nach langem traumreichen Schlaf um 08.00h aufgewacht.

Wir Frühstückten auf der großen Freiveranda unsere Hotels und ließen uns Zeit. Es gab eine große Portion Omelett mit Toast für jeden. Hannelore trank Tee, ich Kaffee.

Nachdem wir unsere Barschaft aus dem Hotelsafe geholt und entsprechen verteilt hatten, bezahlten wir die Rechnung mit Kreditkarte.

In Ermangelung einer Taxi mussten wir mit unserem Gepäck zum Busterminal laufen. Heute morgen war es nicht so schlimm, da es bewölkt und noch nicht so heiß war.

 

Um 10.40h ging es mit dem Air-Con-Bus in Richtung Penang (Georgetown). Ca. 150km lagen vor uns. Wir fuhren die gut ausgebaute Autobahn (1), die sich über ein Mittelgebirge wand, nach Norden.

Links und rechts üppige Vegetation, wo laut Reiseführer schmucklose Zinnausgrabungsstellen sein sollten. Vielleicht hat sich der Zinnabbau schon so verringert, dass die meisten Schürfstellen schon stillgelegt und wieder bewachsen sind.

Nach einiger Zeit fing es wieder heftig an zu regnen und sollte für heute nicht mehr aufhören.

Von Butterworth fuhren wir weiter südlich auf die 13km lange Penang Brücke. Schade, dass das Wetter keinen weiten Ausblick zuließ.

 

13.45h Ankunft in Georgetown, Penang.   Bild

Wir wollten uns in einem Hotel am Strandabschnitt „Tang Yang Bangho", westlich von Georgetown, einmieten..

An der Bushaltestelle sprach uns ein Taxifahrer an, ob er uns fahren könne. Er kam bei dem Regen wie gerufen. Wir wurden uns handelseinig und landeten bald trocken in der Luxusherberge „Paradise Sandy Bay".

Wir bekamen ein schönes Appartement mit Balkon und Meerblick in der 17. Etage für sagenhafte 139,-MR/Tag (Promotion). Der große Pool würde bei gutem Wetter zum relaxen einladen.

Das Hotel hatte außerdem den Vorteil, nicht allzu weit von Georgetown entfernt zu sein, wo sehr viele Sehenswürdigkeiten auf uns lauerten.

 

Am frühen Nachmittag gingen wir über die Hauptstraße zu einem kleinen Chinesen und aßen für ‘kleines Geld’ zu Mittag. Hannelore orderte Frühlingsrollen und für mich gab es ein Nudelgericht mit Fisch. Dazu reichlich schwarzer Tee. Hat ausgezeichnet geschmeckt.

Gegen Abend mit Schirm vom Hotel, kurzen Hosen und Gummilaschen durch das Viertel getrabt.. Von einem Konditor brauchten wir ein paar Stück Kuchen mit.

In unserem Appartement stand ein Wasserkocher, Kaffee und Tee bereit. Wir genossen alles bei Sonnenuntergang auf unserem Balkon.. Im Dämmerlicht gab es noch Einen aus der mitgebrachten Cognacflasche.

Planung der morgigen Besuchstour in Georgetown folgte.

Hoffentlich regnet es morgen nicht mehr!!!!

 

23.04.99, Ha

 

08.00h. Der Himmel ist wieder stark bewölkt und es gießt wie aus Eimern. So planen wir ‘nur’ eine Stadtbesichtigung.

Frühstück im Zimmer mit Tee, Kaffee und Gebäck.

Als wir dann um 09.30h das Hotel verließen, tropft es nur noch vom Himmel. Es kann nur besser werden! Wir fahren ca. eine halbe Stunde mit dem Linienbus bis zur Endstation im Hafen von Georgetown.

Im Tourristoffice erfahren wir die Fahrzeiten der Fähre nach Langkawi, unser nächstes Ziel. Das Speedboad legt jeden Morgen um 08.00h in Richtung Langkawi ab. Fahrtkosten 35,-RM/Pers. on way.

Die Sehenswürdigkeiten im Hafen sind alle sehr nah beieinander. Der obligate Uhrenturm, der 1897 zu Ehren des 60. Kronjubiläums Queen Victorias errichtet wurde. In unmittelbarer Nähe das Fort Cornwallis. Es war eine hölzerne, viel zu niedrige Festungsanlage, die bald nicht mehr Nutzte. Die in ihr befindliche 370 Jahre alte große Kanone ‘Sri Rambai’ wird von vielen Frauen als Fruchtbarkeitssymbol verehrt. Das Rathaus wurde 1903 errichtet. Es ist im typisch britischen Kolonialstil errichtet. Die Inschrift ‘Town Hall’ ist mittlerweile in das Malaiische übersetzt worden. Die St. Georg Church ist 1817 erbaut worden. Eine ganz schlichte Kirche. Nur ein schlichtes Holzkreuz zeigt die Mitte des Altars. Auch das Gebäude der Supreme Court’ ist im britischem Stil erbaut worden.

Wir werden immer wieder von Rikscha-Fahrern angesprochen, die mit uns eine Stadtfahrt machen wollen. Die Rikschas heißen in Malaysia Trishaws und sind ein beliebtes Transportmittel für Kurzstrecken.

In der Innenstadt, in einem Chinarestaurant, bekommen wir den besten Bananenpfannkuchen , mit Rosinen und Sesamkörner, seit ich denken kann. Dazu eine große Tasse schwarzen Tee; ein perfektes Frühstück.

Danach kommen wir zu Kapitän Keling Moschee. Sie darf ausnahmsweise von Frauen betreten werden. Ich hatte mich extra entsprechend gekleidet. Wir fanden Niemanden der uns führen konnte. Im Innern waren einige Moslems zu ihrem Freitagsgebet versammelt. Was wir von außen sehen konnten wirkte sehr schlicht.

Eine der ältesten Moscheen Georgetowns ist die ‘Mesjid Melayu’. Sie wurde 1820 von dem aus Aceh stammenden, arabischen Händler Syed Hussain, dessen Grab auf diesem Gelände liegt, erbaut. Das runde Loch in halber Höhe des Minaretts, soll angeblich von einer Kanonenkugel stammen. Ansonsten hat die Moschee nicht viel zu bieten.

Interessant war die Versammlungshalle des ‘Yeoh Kongsi’ Clans. Es liegt etwas versteckt zwischen schön restaurierten Häuserzeilen.

Ein paar Straßen weiter das ‘Khoo Kongsi’ Versammlungshaus. Wunderschön, wie ein chinesischer Tempel. Drachen und andere Figuren schmücken den Dachfirst. Die großen Holzeingangstüren wunderbar bemalt mit riesigen Figuren. Im Innern sind alte Ahnentafel von Verstorbenen des Clans mit Fotos zu sehen. Einige Fotos mit Doktorhüten der entsprechenden Universitätsstadt zeigen, das etliche Clanmitglieder an internationalen Universitäten studiert haben.

 

Den ‘Sri MariammanTempel’, ein hinduistischer Tempel, konnten wir leider nur von außen besichtigen, da er bis 16.00h geschlossen war.

Interessant war auch der ‘Goodness of Mercy Tempel’. Er ist der älteste und wohl auch beliebteste chinesische Tempel in Georgetown. Er wurde schon um 1800 von chinesischen Einwanderern erbaut. Hier war ein ständiges Kommen und Gehen. Jeder Besucher entzündete duzende von Räucherstäbchen und verteilte sie nach Gebet und Fürbitten. Ebenso konnte eine Reihe von Wunschzetteln, die Fächerförmig angeordnet wurden, angezündet und in einer großen Feuerstelle verbrannt werden. Wir genossen einige Zeit diese Atmosphäre. Der Geruch nach Räucherstäbchen - den ich mag - liegt noch lange in der Nase.

Als Besichtigungshöhepunkt hatten wir uns das historische ‘E&O Hotel’ aufgehoben

Das E&O Hotel

Hier wollten wir auf der Meerterrasse an historische Zeiten zurückdenken; natürlich mit entsprechendem Getränk. Daraus wurde nichts! Als wir hinkamen tat sich vor uns eine Bauruine auf. Scheinbar hatte man versuch einen neuen Anbau hinzuzufügen, hatte aber offensichtlich die Arbeiten eingestellt. Vor uns stand ein heruntergekommener, lebloser Kasten. Ob es je wieder hergestellt wird, wage ich zu bezweifeln. Uns schmerzt es noch mehr, weil wir die schönen Schwesterhotel in Bangkok, Rangun und Singapur kennen.

Flucht in die City.

Mittagessen in einem Straßenlokal. Es gab Chinaente mit Reis; nicht schlecht.

Das ‘Comtar Building’ ist das höchste in Georgetown. Hinauf in den 65. Stock ist eigentlich ein ‘MUSS’. Ich dacht, ich muss da nicht rauf. Mit 5,-RM Liftgebühr fuhr Heino allein hinauf.

Mittlerweile regnete es wieder. Heino erzählte, dass er bis hinüber nach Butterworth hatte sehen können. Zur anderen Seite war es jedoch so regnerisch und dunkel, das er noch nicht einmal unser Hotel sehen konnte.

 

Vom Busterminal geht es mit der Linie 92 zurück zum Hotel.

Heute war ein gut ausgefüllter Tag.

Als Abschluss des Tages schwimmen wir ein paar Runden im Pool und Trinken Kaffee auf unserem Balkon in der 17. Etage.

 

 

24.04.99, Hei

 Opulentes Frühstück im Hotel. Vom Chees-Omelett über warme Chicken-Würstchen bis zum Erdbeermarmeladentoast wurde alles probiert. Obenauf noch Früchte der Saison.

Gegen 10.00h Aufbruch zur zweiten Besichtigungstour in Penang.

Mit dem Linienbus geht es direkt in die City zum zentralen Busterminal „Comtar Building".

Der Beförderungspreis wird am Buseingang in eine Art Spardose geworfen. - Daher sollte man immer Kleingeld bereithalten. Es gibt kein Wechselgeld. - Durch das Sichtfenster zum Fahren, kann der Fahrer den Münzeinwurf kontrollieren, und entsprechende Fahrkarten drucken. Dann zieht der Fahrer an einen Hebel und die Münzen fallen in einen geschlossenen Sammelbehälter.

Am Comtar Building stiegen wir um und fuhren zum Vorort „Air Itam" weiter. Von hier mit einem weiteren Bus zur „Lower Station" der 

Penang Hill Bahn.

Als wir unseren Obolus an der Kasse bezahlt hatten, brauchten wir nicht lange auf die Bergbahn zu warten. Die Drahtseilbahn (renoviert 1978, Schweiz) brachte uns den steilen Berg hinauf (Erinnerungen an den Pick in Hong Kong kamen auf!)

In einer Mittelstation mußten wir umsteigen. Eine halbe Stunde später waren wir auf dem „Penang Hill", 830m über dem Meer. Dank klarer Sicht ein wunderbarer Ausblick auf den Hafen von Georgtown, der Penang Bridge und zum Festland Butterworth.

Ganz oben auf dem Berg steht noch eine einsame Kanone, daneben ein kleiner Hinduhtempel und eine kleine Moschee - muß man nicht gesehen haben! -.

Rechts geht es zu einem kleine Vogelpark mit dem alten Hotel „Bellevue" , ehemaliges Landhaus eines englischen Kolonialbeamten. Die Gegend um den Penang Hill hieß frühes auch Strawberry Hill, da hier oben früher viel Erdbeerfelder waren.

Wir genossen noch einige Zeit den Ausblick von hier oben.

Als wir nach dann wieder mit der Bahn nach unter fahren wollten, tanze um uns eine 50köpfige Pfadfindergruppe herum. Sie machten einen Ausflug von Butterworth hierher und waren ganz aufgeregt. Besonders als kleine Affen an der Bahnstation auftauchten und um den Zug herumturnten, schien die Stimmung überzukochen.

Auf der Rückfahrt war die Bahn so voll, das wir zwischen den Jungs stehen mußten.

Mit dem Bus wieder zurück zum Ort „Air Itam", dann zu Fuß hinauf zum

Kek Lok Si Tempel

Als Spende - gute Tat - bezahlten wir einen lackierten Dachziegel und ich durfte mit einem Pinsel und schwarzer Farbe unseren Namen darauf schreiben.

Am Spätnachmittag wieder zurück zur City.

In der Touristinformation haben wir die Karten für das Speedboot zur Insel Langkawi gekauft.

Im Internetcafe habe ich dann, nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Einrichtung eines Mailfachs (Briefkasten f. elektronische Post) und der englischen Tastatur, Emails an Freunde zu Haus abgesetzt.

 

Als wir mit dem Bus zurück zum Hotel kamen war es mittlerweile 17.30h.

Ein Sprung in den Pool erfrischt uns ungemein.

Hannelore gab noch einen Cognac aus.

Am frühen Abend ging es über die Straße zum kleinen Chinesen. Wir wollten heute Fisch essen. Wir bestellten also „Reed Snaaper" mit Reis und Gemüse. Was dann kam an Fisch, war keiner mehr. Mittig geteilt und in der Friteuse gekocht - SCHADE! -. Na ja, der Reis mit Gemüse war ganz gut

Früh in’s Bett. Morgen solls um 06.00h weiter gehen.

 

25.04.99, Ha

 

Es klappt wunderbar. Um 06.00h werden wir telefonisch geweckt.

Frühstück im Zimmer. Wir hatten hier immer Kaffee, Tee und einen Wasserkocher (Hotelservice). Dazu gibt es Käsebrötchen. Auch heute ist wieder eine Tageszeitung an der Zimmertür.

Gegen 06.45h stehen wir mit Sack und Pack an der Rezeption und checken aus. Unsere Taxi kam wenig später. Um 07.00h, noch im Dämmerlicht, fuhren wir in die City zum Clocktower. Gegenüber ist das Terminal für alle Reisenden, die mit Fähren die Insel verlassen wollen.

Nach weiteren 15 Minuten und Kontrolle der Fahrkarten können wir auf die Pier. Hier liegt ein großes Kriegsschiff, auf dem auch Frauen mit MG Wache schieben.

Unser Fähre hat noch nicht angelegt. Wir warten mit einigen anderen Touristen, die ohne Gebäck erschienen sind. Sie wollen wohl auf Langkawi einkaufen, da die ganze Insel Freihandelszone - also Zollfrei - ist.

Bald legt unser Boot hinter einer anderen Fähre an. Wir müssen über dieses Boot um auf unser Speedboot zu kommen.

Abfahrt fast pünktlich um 08.00h. Es sind nicht viele Passagiere nach Langkawi und wir können uns richtig breit machen.

Das Speedbood hat einen total verkapselten Passagierraum, ähnlich wie ein Seenotrettungskreuzer. Es ist als nicht möglich draußen zu sitzen.

Bei rasendem Tempo durchpflügen wir den indischen Ozean in Richtung thailändischer Grenze. An Bord läuft mit wahnsinniger Lautstärke ein Kung-Fu-Film. Ich weiß nicht wer das sehen will!?? Mir wird ganz anders bei der Lautstärke, den kleinen Wellen und dem Tempo. Nach zwei Stunden hatten wir die ca. 120km geschafft und ich war froh in Inselort Kuah von Bord gehen zu können. Die Umgebung der Anlagestelle sah vielversprechend aus. Alles gepflegt Palmen und schönes, klares Meer! Das Wetter war auch gut! Was wollten wir mehr.

 

Hier erste Orientierung.

Heino sucht ein Hotel am Touristschalter (Hotelvermittlung). Aber wir wollten uns lieber nicht auf eine Vermittlung einlassen und die Unterkunft selbst in Augenschein nehmen. Kein Bus weit und breit. Mussten uns ein Taxi zum ausgesuchten Strand nehmen und handelten einen Preis von 15,-RM für die Fahrt zum Pantai cenang Beach aus.

Die Hotels sind hier weitaus teurer wie in KL, Ipoh und Penang; kein Vergleich.

Sind dann im Langkawi Villige Resort gelandet, weil hier alles stimmte. Zimmer, Restaurant, Pool und Strand. Alles gut. Hier waren auch die Reiseveranstalter Jahn und TUI vertreten. Doch Momentan war die Belegung denkbar schwach.

Wir handelten lange und zäh und konnten den ÜB-Preis mit Frühstücksbüfett von 195,- auf 165,-RM (ca. 80,-DM) für das Zimmer/Tag drücken, weil wir 5 Tage bleiben wollten.

Mittlerweile ist es 13,00h.

Wir gehen zum Strand. Super, hier gibt es Liegen und Sonnendächer.

Wir liegen drei Stunden am Strand und baden hin und wieder im Meer, das Poolwasser ist pullewarm.

Nachmittags zum Duty Free Shop. Unser Cognac ist zu ende und wir wollen uns Nachschub besorgen..... aber, arg teuer. Hier sind nur Nobelmarken zu bekommen. Also kauften wir Whisky. Ballentines, auch nicht schlecht. Für unseren Kühlschrank im Hotel noch einige Cola und Bier mitgenommen. War hier sehr preiswert.

Auf dem Rückweg klapperten wir noch einige Straßenrestaurants ab und ließen uns die Speisekarten zeigen.

Ein Thailokal wählten wir schließlich aus und setzten uns.

Wir orderten Riesengarnelen in Sauce, Huhn mit Ingwer mit Frühlingszwiebeln, Reis und Gemüse.

Das Essen ist hier um einiges teurer als auf dem Festland. Dafür das Bier recht günstig (Dose Tiger-Bier 2,-RM, in Ipoh 7,50RM), so gleichen sich die Preise aus.

Nach kurzem Spaziergang zurück zu unserem Bungalow. Auf der Terrasse den Sonnenuntergang beobachtet.

26.04.99, Ha

 

Früh wach gewesen.

Schon um 07.30h sitzen wir am Frühstückstisch. Am Büfett ist für jeden etwas dabei. Müsli, Säfte, Obst, Yocurt malaiische warme Gerichte, kleine Würstchen, Omelett und verschiedene Brotsorten, Toast, Marmelade, Honig, Käse............man konnte nicht meckern. Wir genießen lange und ausgiebig das Frühstück.

Dann Strand und Sonne..

Wir genießen die Ruhe und beginnen endlich mal wieder zu lesen. Bücher haben wir ja genügend mitgenommen.

Strand und Pool sind fast menschenleer. Einige Gäste sind wohl gestern Abend vom nahen Flughafen abgeflogen. Manchmal kommen Spaziergänger am Strand vorbei..

So ein Tag mit lesen und baden geht verdammt schnell herum. An Spätnachmittag unseren obligaten Drink auf der Terrasse. - Es muß nicht immer Cognac sein, Whisky schmeckt auch ganz gut.-

Abendessen wieder beim Thai.

27.04.99, Hei.

Ausgiebig gefrühstückt.

Das Büfett ist wirklich ganz gut. Ganz besonders die Geflügelwürstchen haben es mir angetan. Mit Omelett und Toast, reichlich Kaffee und Obst sind wir dann so gesättigt, daß wir fast den ganzen Tag ohne Hunger überstehen können.

Am Strand zwischen Palmen, auf Liegestühlen am Meer relaxt.

Am frühen Nachmittag machen wir uns auf zum Meerwasseraquarium, das sich in Hotelnähe befand. Zu zahlen sind 15,-RM/Pers....und es lohnt sich tatsächlich. Das Underwater World ist ein modernes Aquarium, das auf sehr attraktive weise die Meeresfauna präsentiert. In einem großen Wasserbecken, durch das man durch einen gläsernen Tunnel durchlaufen kann, bewegen sich friedlich Wasserschildkröten, Rochen, Haie, und viele andere große und kleine bunte Fische zusammen im Wasser. Auf einer künstlichen Meereslandschaft wachsen verschiedene Seeanemonen und Korallen in den prachtvollen Farben.

In unserer Besuchszeit setzte gerade die Fütterung ein, so daß es besonders lebhaft zuging.

Am Abend nochmals an den Strand und im Pool gebadet. Hannelore hat ein bisschen Angst vor den Meereswellen, die sie schon mal ganz schön durchgewirbelt haben. Wassertemperatur 27 Grad.

Wie am Vorabend zum Abendessen beim Thai an der Hauptstraße. Heute bestellen wir Nudelgerichte aus dem Wog, dazu gibt es zwei Tiger-Bier. Das Essen wird immer billiger. Wir zahlen zusammen 10,-RM.

Abends den Tag auf unserer Bungalowterrasse ausklingen lassen.

28.04.99, Hei

Ganzen Morgen am Strand verbracht.

Gegen Mittag zog plötzlich eine ausgedehnte dunkle Wetterfront vom Meer her auf. Wir bringen unsere Badetücher und Bücher in einen Pavillon am Strand. Es riecht nach großem Regenschauer. Hannelore und ich steigen in den Pool. Ein bisschen später fängt es an zu tröpfeln. Kurz darauf ist eine Sturmfront über uns, die sich gewaschen hat........es gießt und stürmt......wir können uns gerade noch in unseren Bungalow retten.

Die Liegen am Pool wurden im das Wasser. Die Bedienung versucht krampfhaft an der Rezeption und offenen Restaurant die Rattanjalousien herunter zu lassen und zu befestigen.

Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei und die Sonne lacht wieder.

Abends wieder zum Thai. Allmählich wurden wir mit Handschlag begrüßt.

Es gab für jeden gebratenen Reis und Hühnerfleisch mit .Cashewnuß.

29.04.99, Ha.

Ausgiebiges Frühstück. Die Bedienung kennt das schon. Heino und ich sind immer die Ersten im Speisesaal, bleiben dafür aber fast ein einhalb Stunden.

Anschließend relaxen am Strand und Pool.

Ich schlafe immer zwischendurch ‘ne Runde, trotz des Buchs „die Säulen der Erde".

Abendessen in unserem Stammlokal beim Thai. Bier wird uns schon automatisch auf den Tisch gestellt. Heute gibt es chinesische Ente mit Reis und Suppe. Schmeckt vorzüglich....nur wenig Fleisch, viel Knochen. - Die gebeizte Ente wird ohne Rücksicht auf Knochen mit einem Beil in Scheiben geschlagen -

 

Im Hotel bestellen wir die Taxi für den nächsten Morgen. Wir erfahren, dass die Fähren stündlich von Kuah (Langkawi) nach Kualah Kedah (Festland) fahren.

30.04.99, Ha.

07.00h aufstehen.

Frühstück mit Reis, Würstchen, gebackenen Tomaten, Röstis und anderen Kleinigkeiten.

08.20h Abfahrt mit dem Taxi zum Bootsanleger in Kuah. Die Fahrt dauert eine halbe Stunde. Werden am richtigen Bootsschalter von unserem Taxifahrer entlassen. Die nächste Fähre bzw. Speedboot geht um 09.00h. Die Fahrkarten kosten 13,-RM/Pers.

Alles klappt wie am Schnürchen. Ohne große Raserei bekommen wir unser Boot.

Mit 5 Minuten Verspätung lagen wir in Langkawi ab.

Dieses Boot, ein bisschen kleiner als auf der Herfahrt, macht ber einen guten Eindruck. Auch dieses mal läuft wieder ein Video. Dieses mal mit normaler Lautstärke.

Gegen 10.30h legen wir im kleinem Fischerort Kuala Kedah an. Der ganze Hafen ist voll großer Fischkutter.

Heute ist Freitag; also islamischer Feiertag. Wie es aussieht auch für die Fischer, daher die vielen Boote.

Außerhalb des Bootsterminals stehen Taxen. So schnell wie möglich wollen wir nach Alor Setar um den Expressbus zur Ostküste zu bekommen. Es sind noch rd. 400km nach Kota Bharu.

Wir nehmen uns eine Taxi und die Fahrt zum zentralen Busterminal dauert eine halbe Stunde. Das Busterminal liegt weit außerhalb von Alor Setar.

Wir waren froh so früh hier zu sein. Unser Reiseführer sagt, das zwei mal täglich ein Bus zur Ostküste fährt....aber der Taxifahrer bereitet uns schon darauf vor, dass ein Bus erst abends um 21.30h fährt. Wir wollen es zunächst nicht glauben.

Am Busschalter bestätigt man uns die Abfahrtszeit: 21.30h!!!

Es gibt nur einmal am Tag eine Nachtverbindung nach Kota Bharu.

Kurze Überlegung zu fliegen, aber der Flug geht auch erst abends und soll 90,-RM à Person kosten.. Wer weiß ob er nicht ausgebucht ist.

Also kaufen wir Karten für den Expressbus. Unser Gepäck können wir für den Tag im Busschalter abstellen. Der Taxifahrer nahm uns mit zurück in die City. Wir mussten ca. 10 Stunden Wartezeit überbrücken. Gar nicht so einfach, wo so viel Geschäfte geschlossen haben.

Der Taxifahrer setzt uns an einem großen Einkaufscenter ab.

Anfangs strolchen wir ziellos durch die noch offenen Kaufhäuser. Das Richtige für mich! Die Zeit will nicht vergehen.

Die Stadt Alor Setar hat auch nur weniges an Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Die Hauptstadt von Kedah ist das Handels- und Geschäftszentrum von Nordwest-Malaysia.

Heino und ich besichtigen einen großen buddhistischen Thai-Tempel an der Soltuan Badli Shah. Sehr schön. In einem Zelt schien gerade eine Beerdigungszeremonie stattzufinden.....wir wollen nicht stören.

Danach gehen wir am Fluss entlang zum Sultanspalast.

Am Museum steht die historische große Halle Balai Besar sie wurde 1726 erstmals als große Audienzhalle erbaut. Anfang des Jahrhunderts wurde sie neu aufgebaut und ist heute eines der schönsten Beispiele malaiischer Architektur.. Daneben der Sultanspalast eher modern. Vor dem Palast auf einer grünen Insel im gelben achteckigem Turm, sind die Musikinstrumente des herrschaftlichen Orchesters untergebracht.

Schräg gegenüber die große Zahir-Moschee die 1912 erbaut wurde.

Von außen betrachtet, ist die Moschee ein wunderschönes Gebäude. Wir gehen nicht ins Innere; bin nicht passend gekleidet.

Mittlerweile ist es 16.00h und wir beschließen zu Fuß zum Busterminal zu gehen. „Es kann ja wohl nicht so weit sein....und wir haben genügend Zeit!"

Also los. Die Sonne scheint noch relativ stark. Die erste halbe Stunde erkennen wir viele Gebäude von der Herfahrt wieder. Die Richtung stimmt also.

Bald steht Heino der Schweiß dermaßen auf der Stirn und am Körper.. (..schleppte auch den Fotorucksack).....mittlerweile sind wir uns richtungsmäßig auch nicht mehr ganz sicher.

Viele Leute, die wir fragen, verstehen uns nicht richtig. Andere weisen uns weiter.

Schließlich malte uns ein kleiner Junge ein Skizze auf ein Blatt Papier. Nun ist es nicht mehr weit!

Total verschwitzt erreichen wir gegen 17.00h das Busterminal.

Unser Gepäck wurde sicher verwahrt ... es war noch vollständig vorhanden.

An einem Straßenlokal am Terminal bekommen wir heißen, schwarzen Tee. Der belebte uns wieder; ......noch immer viereinhalbe Stunden.

Hei

Gegen 21.00h fuhr der Bus endlich vor.....genauer, wir wussten es zunächst nicht und Hannelore erkundigte sich beim Fahrer.

Richtiger Bus! „Auf nach Kota Bharu"!

Wir schleppten unsere sieben Sachen in Richtung Bus, als uns der Fahrer entgegen kam.

Er drückte sich so aus, als wenn irgend etwas mit unserem Ticket nicht in Ordnung sei. Hannelore zog ihn zum Fahrkartenschalter und ließ sich vom Verkäufer die Richtigkeit bestätigen und trotteten dann gemeinsam zum Bus. Hier meinte er, wir müssten unsere Tickets in ‘seinem’ Büro konfirmen lassen....uns stand der Schweiz auf der Stirn......aber alles ging mit einer Handbewegung klar.

Sah so aus, als wenn wir mit einer handvoll Reisenden die Fahrt zur Ostküste antreten würden. So war es dann auch......gegen 21.45h fuhren wir los.....es war ein Reisebus mit Liegesitzen, also ganz komfortabel.

Zunächst fuhren wir in Richtung Süden auf der Autobahn bis nach Sungai Petani. Dann die Nationalstraße 77 nach Keroh.

Es folgt der East-West-Highway .

In Bailing der nächste Stop. Hier stiegen viele Leute ein. Der Bus wurde gestrichen voll. Alles junge Malaien. Hannelore und ich die einzigen Touristen.

Wir hatten uns mit unserer Kleidung auf Sommer eingestellt. Das war insofern fatal, als die AIR CON des Busses nicht nur Frische, sondern Eiseskälte fabrizierte. Nun hatte das Belächeln der Sweatshirts der Malaien ein Ende. Hannelore und ich froren jämmerlich (ca. 18 Grad).

Wir fuhren in schneller Fahrt über das Hochland mit vielen Serpentinen.....und taten kein Auge zu ...mussten ja mit den Zähnen klappern.

Erst kurz vorm Ziel Kota Bharu kam ich dazu, bei einem kleinen Halt, den Fahrer zu bitten die Kühlung auszuschalten. Er schaltete die Lüftung aus, aber wir wurden auf der letzten Stunde Fahrt auch nicht mehr warm.

05.30h Ankunft Busterminal Kota Bharu.

Wir hatte die erste Etappe geschafft und stiegen froh mit steifen Gliedern aus dem Bus.

Alles Dunkel. Die mitreisenden Einheimischen verstreuten sich schnell in alle Richtungen. Ein Mann im mittleren Alter sprach uns an, ob wir auf die Insel Perhentian wollten. Er könne uns mit seinem Auto zum Anleger Kuala Besut, ca. 50km südlich am Meer, bringen. Dann könnten wir das erste Schiff um 09.00h nach bekommen.

Ich fragte nach dem Fahrpreis und verstand 15,-RM...."ein Spottpreis!"...bei der Strecke.....und wir waren froh, dass wir so schnell und unkompliziert nach Kuala Besut kommen.

Er fuhr dann auch wie ein Rennfahrer durch das nächtliche Kota Bharu ‘gen Süden. Ich fragte ihn, ob es hier keine Polizei gäbe. Aber er verstand wohl nicht recht was ich meinte. Na ja, es war nichts los auf den Straßen ...ganz Malaysia schien noch zu schlafen....auch Hannelore.

Ich unterhielt mich angeregt mit dem Fahrer. Er erzählt, dass seine Tochter in Neuss lebt.

So fuhren wir der aufgehenden Sonnen entgegen. Immer am Meer entlang. Auf schmalen guten Straßen. Zumeist durch landschaftlich bildschöne Gegenden.

06.15h am Tourrist-Office von Kuala Besut, ein kleiner Fischerort an der Mündung des Sungai Besut. Unser Fahrer trommelte die schlafenden Leute heraus und wir konnten zunächst unser Gepäck abladen und hier lagern.

Ich gab dem Fahrer 15,-RM ......und er bekam große Augen...."es wären 50,-RM abgemacht", meinte er. Hannelore und ich hatten keine Lust auf eine große Auseinandersetzung, weil wir total übernächtigt waren. So kam er, wenn auch unter Protest, sehr schnell zu seinem Geld und verschwand (für unser Verhältnisse war ein Fahrgeld von 25,--DM preiswert).

Wir kauften zunächst in der Touristinformation die Schiffsfahrkarten nach Perhentian. Wir wollten uns hier noch nicht auf eine Unterkunft festlegen (obwohl man es gern gehabt hätte).

Dann schlenderten Hannelore und ich durch das Dorf. Die Läden und Buchungsbüros für die Inselübernachtungen waren zumeist geschlossen.. Die ersten machten erst gegen 07.00h auf. Einer Gruppe von jungen Malaien folgten wir in ein Straßenlokal zum Frühstück. Der warme, starke, schwarze Tee weckte unsere Lebensgeister...

Um 08.00h hatten wir unser Quartier, Bungalow im Oeacen Corel View Pehantian, gebucht. Die Sonne stand schon hoch am Himmel und es wurde schnell wärmer

Heute war am Anleger Ausnahmezustand......viele Junge Malaien warteten auf die Boote zur 

Insel Pulau Perhentian

 (Feiertag, 1. Mai ...und wir hatten nicht daran gedacht), so dass die meisten Unterkünfte ausgebucht waren.

Das Glück verfolgte uns an diesem Morgen....kaum hatten wir mit dem Boot abgelegt ging das Ruder und die Schraube unseres Kutters kaputt ...ein Glück, das das noch in Hafen passiert ist. Mussten fast eine Stunde auf ein Ersatzboot warten. Die Zeit wurde aber nicht lang, da es im Hafen mit seinen Fischerbooten viel zu sehen gab.

Aber dann......

bei ruhiger See und herrlichem Sonnenschein war selbst für Hannelore die Bootsfahrt ein Genuss.

Nach eineinhalbstündiger Fahrt kamen wir an der Insel Perhentian Bersar an.

Es war das perfekte ‘Kalenderbild’. Azurblaues, kristallklares Meer, goldgelber Strand mit Palmen, eine bergige Insel mit üppiger Fauna.

Bald hatten wir unser Bungalow vereinnahmt (nach Handeln 80,-RM/Tg).

Kleiner Wermutstropfen....nirgends Sonnenliegen in unsere Anlage!....... sonst traumhaft.

 

So schleichen wir uns beim ‘teuren’ Nachbar Perhantian Island Ressort an und besetzten dort Strandliegen und Sonnenschirm. Ich war so müde, dass ich glatt zwei Stunden tief schlief.

Sonnenuntergang auf der Restaurantterrasse unserer Ressorts.

02.05.99, Ha.

Supergut geschlafen.

Nach ausgiebigen Frühstück in unserer Anlage (Rotis und Bananenpancake) Wieder an den Strand zum Nachbarressort, der Liegen wegen.

Haben uns heute Schnorchelmasken geliehen. Es ist phantastisch die Unterwasserwelt mit so vielen unterschiedlichen bunten Fischen, Korallen, Seeanemonen, Krabben, Krebsen und Moränen zu beobachten. Hier ist die Seefauna noch wirklich bis an den Strand in Ordnung.

So lange wie heute war ich noch nie im Wasser. Habe schon Schwimmhäute zwischen Fingern und Zehen. Kleine Fische haben uns umzingelt. Einer der schwarz-weiß gestreiften hat mich in den Zeh und Hüfte gezwickt....dann bin ich zunächst aus dem Wasser geflüchtet.

Am Abend zeigte sich leichter Sonnenbrand auf den Beinen.

War ein wunderschöner Tag, hier auf der Insel.

In unserer Bungalowanlage haben sich japanische Jugendliche um eine dünne, lange, grüne Schlange versammelt. Sie ringelte sich in einem Busch an ihrem Bungalow. Ist nicht so mein Fall, daher brauche ich auch keine Dschungelwanderung zu machen.

Abendessen bei Sonnenuntergang in unserer Anlage.

03.05.99, Hei

07.00h aufgestanden.

Bin ein bisschen gerädert, weil ich die Nacht so gut wie nicht geschlafen habe. Vielleicht liegt es am Vollmond.......sonst gibt es keinen Grund!

Also, Wertsachen aus dem Hotelsafe und die Rechnung mit Kreditkarte bezahlt. Mit Sack und Pack über den Laufsteg, der über die Klippen zum Bootsanleger führt.

08.35h an der Pier. Der Kutter zum Festland ist schon da. Wir begaben uns mit ein paar Leuten an Bord. Als wir losschipperten, klapperten wir noch ein paar andere Buchten ab und nahmen noch ein paar Mitfahrer auf. Der Handy wurde laufend per Handy angerufen und zu dem Inselteil dirigiert, an dem noch Personen mitgenommen werden sollten. Weil an vielen Stränden keine Anleger waren, mussten die Mitfahrer mit kleinen Booten zu unserem Schiff gebracht werden. Sie wurden dann von der Mannschaft an Bord gehievt. Klappte alles wie am Schnürchen.

Als wir alles abgegrast hatten, kutterten wir zum Festland. Heute Morgen war Wind, so dass das Boot leicht in den Wellen schaukelte.....doch selbst Hannelore machte es nichts aus.

09.30h liefen wir in Kuala Besut ein und hatten bald Festland unter den Füßen.

Von hier bekamen wir wenig später den Lokalbus - eine alte Klapperkiste, aber nicht ohne Scharm - der uns zur Kreisstadt Jerleh bringen sollte.

In Jerle hatten wir wieder Glück und konnten um 10.30h mit einem ‘Expres-Bas’ weiter nach Kamaman. In der Kreisstadt am Meer spukte uns der Bus um 15.00h aus.

Von dort ging es wenige Minuten später weiter mit dem Lokalbus nach

 Cherating,

 an der Küstenstraße nach Kuantan.

Hannelore und ich hatten uns ein Hotel „Resort Holyday Village Beach" ausgekuckt und baten die Busschaffnerin uns entsprechen Bescheid zu sagen. 34,1km vor Kuantan hielt der Bus am Hoteleingang an der Hauptstraße.

Wir brauchten nur 600m mit unserem Gepäck in Richtung Meer zur Rezeption zu laufen.......und auch hier gab es Promotion Wochen.

Wir bekommen ein Chalet (Bungalow) mit Meeresblick und Frühstück für 110,-RM.

Als Erstes suchten wir den Swimmingpool auf.

Hinein und wohl fühlen!!! Keine durchgreifende Erfrischung, da das Wasser genauso warm war wie die Luft.

Abends zum Essen im chinesischen Restaurant an der Hauptstraße. Es gab Fischfilet mit viel Knoblauch und Reis und natürlich ein Bier gönnen wir uns.

Das Essen war super!

Dieser Tag war wie am Schnürchen gelaufen. Obwohl wir nicht damit gerechnet haben, dass wir für die gut 300km 9 Stunden brauchten.

Morgen soll der Erholung am Meer dienen.

04.05.99, Ha

Nach vielen Stunden Schlaf sind wir schon um 07.15h zum Frühstück unterwegs.

Wir sind fast die einzigen Gäste in dieser großen Hotelanlage mit zwei Swimming-, 2 Whirlpool direkt am Meer.

Der Strand ist kilometerlang und kaum ein Mensch weit und reit zu sehen. Auch in der großen Nachbaranlage „The Legend Resort" - tolle Anlage - war kaum jemand zu sehen.

So verbrachten wir einen ganz ruhigen Tag am Pool - weil dort die Liegestühle waren - ohne beim Lesen gestört zu werden.

Abend waren wir wieder bei unserem Chinesen an der Hauptstraße zum Essen. In diesem Restaurant gibt es als einziges, weit und breit, Bier zu trinken ( ein moslemisches Restaurant darf kein Alkohol ausschenken!).

Essen wieder Fisch. Ist genauso gut wie gestern.

Sind heute Abend ganz arg von Mücken überfallen worden. Dicke Quaddeln lassen sich an Armen und Beinen sehen. (Haben Malaria-Prophylaxe!)

05.05.99, Ha

Frühstück um 07.30h

Haben etwas länger zum Packen gebraucht. Wird Zeit, da wir um 08.00h an der Hauptstraße einen Bus nach Kuantan anhalten wollen.

Heino hat leichte Probleme mit seinen Darm. War schon drei mal zur Toilette heute morgen. Eine Tablette soll Abhilfe schaffen.

Um 08.15h stehen wir mit Sack und Pack an der Hauptstraße.

Heino versucht noch etwas zu filmen. Aber es geht nicht. Die Kamera zeigt Kondenswasser an und blockiert. Ist feucht geworden als wir vom Aircon-Raum in die Hitze kamen.

Nach 20 minütiger Wartezeit können wir einen vorbeikommenden Linienbus anhalten, der uns für 5,-RM nach Kuantan mitnimmt.

Am Busterminal Kuantan fragen wir nach einem Bus, der zum Expressbusterminal (Lokal- und Langstreckenbushaltestellen sind in den Städten räumlich getrennt!) bringen soll.

Man verweist uns auf einen großen, weißen Bus. Die Verständigung hier ist ausnahmsweise schlecht.

Wir lesen etwas vom Terminal am Bus und steigen ein. Der Fahrkartenverkäufer weist mit unserem Fahrziel nichts anzufangen und schüttelt den Kopf. Ein anderer Mitreisender mischt sich ein. Wir zeigen ihn den Küstenort Mersin auf der Landkarte. It. schon o.k., meint er......und schon setzt sich der Bus in Bewegung....und wir zahlen 4,60RM für die Buskarten......wundern uns, dass wir so viel bis zum Busterminal zahlen mussten....

Die Stadt haben wir schnell verlassen und der Bus kommt zügig voran. Die Richtung - Süden, der Küstenstraße entlang - stimmt, wie wir mit einem Blick auf die Karte feststellten. Vielleicht kommen wir auch mit den Lokalbussen weiter, als wenn wir lange auf einen Expressbus warten müssten, dachten wir.

Nach 45minütiger Fahrt hält der Bus an der Endstation Busterminal Pekan. Von hier aus sollten auch Bus nach Mersin fahren, steht im Reiseführer....also alles nicht so schlimm. Jedoch hier versteht man uns noch weniger als in Kuantan.

Wir werden wieder zu einem Lokalbus verwiesen und steigen ein. Heino meint, mit diesem Bussen sind wir heute Abend noch nicht in Mersin, geschweige denn zur Insel Tioman und steigt leicht säuerlich wieder aus. Er spricht mit einem Taxifahrer, der etwas englisch versteht. Er will uns für 40,-RM nach Kuala Rompin bringen.. Das sind ca. 80km südlich. Zum Glück kommt Heino die Idee, ihn zu fragen was die Fahrt bis zum Fährhafen Endau kostet. Sie einigen sich auf 50,-RM.

Ich steige wieder aus dem Bus aus und ab geht’s mit dem Taxi nach Endau zur Fähre. Sie soll um 13.00h zur Insel Tioman, unserem heutigen Etappenziel, ablegen.

Mittlerweile ist es 10.45h. Gut 110km sind auf der Küstenstraße zu fahren. Die Zeit könnte knapp werden, aber der Taxifahrer meint wir schaffen es leicht. Immer schön ruhig bleiben.

Wir kommen zügig voran und unser Fahrer fährt ruhig, sicher und rücksichtsvoll.

Am Straßenrand streckenweise viele abgestorbene Bäume rechts und links. Baumsterben?? Warum?? Hier musste mal dichter Dschungel gestanden haben. Zwischen durch große Reisfelder und Teiche von Krabbenfarmen. Hinter Kuala Rompin werden wir durch große Straßenbaustellen öfter aufgehalten, da der Verkehr hier nur einspurig geführt wurde.

Wir sind um 12.15h am Bootsterminal Endau.

Wir bezahlen unserem Fahrer und gehen in die Halle. Alle Schalter geschlossen. Ein paar Einheimische sitzen zusammen. Wir fragen nach einer Fähre nach

 Tioman.  

Sie soll gleich kommen, sagt man uns. Die Fahrkarten gibt es an Bord. Nach kurzer Wartezeit bedeutete man uns, das Boot habe angelegt.

Heino ist auf der Toilette und ich muß ihn rufen, damit er sich beeilt....wir sind nur noch allein im Wartesaal.

Am Pier liegt ein kleines Speedboot. Ich habe bedenken, daß wir alle darauf Platz finden. Aber es ist innen doch genug Platz.

Um 12.45h legen wir ab. Die Überfahrt dauert 1,5 Stunden auf ruhiger See.

Die Ticket kosten für uns 60,-RM. Die Einheimischen zahlen 50,-RM. Man fragte uns nach dem Hotel auf Tioman, um uns an der richtigen Stelle an Land zu setzen. Heino hat das Golfclub Hotel Bajaya Toman Beach Resort am Kg Tekek Strand ausgesucht. Lt. Beschreibung ein 5 Sterne Hotel, dass keine Wünsche offen lässt.

Wir landeten auf einer Trauminsel nach ‘Kalenderbild’.

Als wir am Pier, als einzige, vom Boot ausgespuckt werden., laufen wir direkt in die Arme eines Wachmanns. Auf die Frage wo wir hin wollten, sagten wir Rezeption. Er griff zu seinem Handy, rief an und deute uns zu warten. Zwei Minuten später fuhr ein Bus vor und brachte uns zur entfernten Rezeption. An einem großen, gepflegten Golf Platz (18 Loch) wurden wir zum ‘Bungalowdorf’ gebracht.

An der Rezeption erfuhren wir die Übernachtungspreise. 245,- bis 1200,-RM für das Doppelzimmer/Tag ohne Frühstück. So toll wie die Preise war die ganze Anlage. Es wurden außer Golf, fast alle Sportarten, Sauna, Reiten usw. usf. geboten. Selbst eine Krankenstation war vorhanden.

Preislich war man hier nicht verhandlungsbereit. So entschlossen wir uns erst einmal eine Nacht zu bleiben und nehmen das Standart Zimmer mit AC, WC/Du und Minibar.

Der Nachmittag am Pool vergeht schnell.

Zum Essen wollen wir in die Nachbaranlage - wie im Reiseführer beschrieben - . Aber der zwei Kilometer lange Weg dorthin führte über einen steilen Berg.

Kurze Besichtigung der anderen Anlagen. Sie gefallen uns nicht so gut und wir entschlossen uns in die nächsten Tagen ein bisschen mehr zu investieren und im Berjaya Beach Resort zu bleiben.

Auf dem Rückweg essen wir eine Kleinigkeit in einem unscheinbaren Straßenrestaurant. Es gibt Reis und Gemüse mit schwarzem Tee.

Wieder zurück in unserem Resort, lassen wir uns im Restaurant den kostenlosen Willkommenstrunk servieren. Es ist ein Fruchtcocktail. Recht süß. Auf dem Glasrand ein Stück Ananas.

So lassen wir den Tag ausklingen.

06.05.99, Hei

Sehr gut geschlafen.

Haben uns in unserem Zimmer mit dem Kaffeekocher Kaffee gekocht (Hotelservice).

Zu Fuß über die steile Straße in das Dorf. Haben im Straßenrestaurant gefrühstückt. Es gab für jeden zwei Rotis (Art Pfannekuchen) mit Zucker und Kaffee bzw. für Hannelore Tee.

Im Supermarkt kauften wir Getränke für unseren Zimmerkühlschrank, um nicht auf die teuren Getränke im Hotel angewiesen zu sein.

Im Dorf gibt es sonst nichts zu sehen.

Um 10.00h wieder im Hotel und den restlichen Tag am Pool relaxt und viel geschwommen. Das Wasser im Pool ist viel kälter als das Meerwasser und daher besonders erfrischend (Tagestemperatur ca. 30 Grad).

Nachmittags Kaffee und Kuchen am Pool.

Abends mit einem Minibus kostenlos zum Dorf. Verschiedene Restaurants im Dorf führten diesen kostenlosen Transfer vom Hotel durch um Essengäste zu bekommen. Heute war es das Coral Rive Holliday. Wir aßen dort im Restaurant am Meer.

Meeresblick war ganz gut. Essen weniger.

Gegen 20.00h wieder zurück im Hotel.

Am Fährschalter haben wir uns schon die Fahrkarten für Schnellfähre nach Singapur am 10.05.99 gekauft.

Mit einem Glas Whisky vor unserm Zimmer den Abend ausklingen lassen.

Hei

Herrlich geschlafen!

Heute frühstücken wir im Hotel für horrende 30,-RM/Person.

Natürlich großes Büfett ...aber so viel wie es kostete konnten wir gar nicht essen.

Wieder den ganzen Tag bei Sonne, Strand und Wasser am Pool verbracht und kräftig gebadet. Als Hotelservice gibt es jeden Tag neue Badetücher am Pool.

Mittags zum Anleger gelaufen und die Fähre nach Singapur, sie fährt täglich um die Mittagszeit, angeschaut. Es ist ein großes Dreimotoriges Schnellboot. Schade, kein Sonnendeck. Ist wahrscheinlich bei der Geschwindigkeit zu gefährlich, die Passagiere an Deck rumturnen zu lassen. Wir müssen also die 5 stündige Überfahrt nach Singapur in der Kajüte verbringen.

Gegen Abend lassen wir uns wieder mit einem kostenlosen Kleinbusservice zum Babuda Sea View Restaurant in das Dorf bringen. Auch hier Terrasse am Strand. Als wir zu Abend aßen - das Essen war ganz gut - kamen gerade zum anliegende Tauchclub mehrere Boote mit Tauchern zurück. Die, als sie ihre Tauchgeräte gereinigt hatten, alle in das Restaurant strömten. Alles Junge Leute aus verschiedenen Ländern. Alle waren gut drauf und es gab ein riesiges ‘Hallo’.

20.00h wieder im Hotelzimmer.

08.05.99, Hei.

Zu Fuß gegen 08.00h über den Berg in das Dorf zum Frühstücken gegangen. Es gab wieder Rotis im Straßenrestaurant. Diesmal bestellten wir Rotis mit Ei und Gemüse. War scharf - Chili -, aber es bekam uns gut und schmeckte.

Der Rückweg zu unserem Ressort verkürzte sich, da uns unser Hotelbus mitnahm.

Es fing langsam an zu Regnen!......und es wurde immer schlimmer.....sporadisch blitzte und donnerte es. Hannelore und ich nahmen unsre Sessel aus unserem Zimmer und setzten uns auf die überdachte Veranda. Lesen war für heute morgen angesagt, da es ununterbrochen regnete.

Mittags fuhren wir mit dem Hotelbus zu dem 2 Kilometer entfernten Suite-Hotel-Komplex. Der großen Betonbau, erbaut oberhalb einer Meeresklippe, war der Appartementteil unseres Hotels.

Die Anlage ist der teure Teil des Hotelressorts, aber insgesamt nicht so schön wie bei uns; eher steril. Es bestehen auf Anforderung kostenlose Transfers zu den einzelnen Hotelteilen und dem Golfplatz. Hier oben konnte man, mittels Holztreppenkonstruktion, über die Klippen hinunter zum Meer. War aber heute auf Grund des Regens sehr schlecht begehbar, da das feuchte Holz glitschig war.

Nachmittags, immer noch heftiger Regen........bis zum Abend.

Abends wie der mit dem Minibusservice zum Baduda Sea View zum Abendessen.

Heute gibt es Nudelsuppe mit Fisch, Gemüse und Reis, dazu ein Bier (...also keine Moslems).

Wieder sind viele junge Leute aus der Tauchstation hier. War ganz lustig hier.

Heute etwas später zurück zum Hotel.

Hoffentlich ist morgen wieder gutes Wetter!

09.05.99, Ha.

....die Sonne strahlt durch die Vorhänge. -Haben wir uns auch verdient! -

Das Frühstück nehmen wir wieder im Dorf ein. Wollen wieder Roti mit Gemüse und Ei essen. Sind zu spät dran. Alle Rotis sind bereits gebraten und bestellt (Der Teig wird für jeden morgen vorbereitet. Meist ist er innerhalb kurzer Zeit vom ‘Rotibäcker’ aufgebraucht. Für diesen Tag gibt es dann keine mehr).

Wir bestellen Käseomelett mit Brot. Es ist hervorragend! Pro Person 4,-RM ( Als Vergleich: doppelt so teuer wie das Rotifrühstück).

09.30h sind wir zurück am Pool. Heute ist die Runde um den großen Pool gut belegt. Klar, nach einem vollen Regentag.

Der Tag vergeht mit schwimmen und lesen.

Am Abend wollen im chinesischen Restaurant in unserer Anlage essen. Es gibt ein tolles Menü.

Vorspeise: Krebssuppe mit süßen Maiskörnern

Vorspeise, 2: Zweierlei geb. Fisch, Gemüse, sesamgebackenes

Hauptspeise: gebr. Reis mit Ei, Huhn süß-sauer, Gemüseplatte mit Ingwer

Nachspeise: in Teig gebackene Apfelviertel mit Karamellmantel

Abschluss: Kaffee

Viel zu voll gefuttert verlassen wir das Lokal. Das Essen war Spitze, aber wie wird die Nacht, bei dem vollen Magen???

10.05.99, Ha.

Um 07.00h aufgestanden. Die Sonne geht gerade auf.

Zum Bergsteigen ins Dorf gerade die richtige Temperatur. Frühstücken wie jeden Morgen mit Roti. Wir werden schon als Stammgäste begrüßt.

Am Pool sicher wir uns eine Liege. Es ist schon wieder viel los (zum Wochenende ist die Besucherzahl des Hotels merklich gestiegen).

Wir haben mittlerweile ein Ehepaar aus Bochum kennen gelernt. Sie fliegen morgen nach Singapur mit einer kleinen Maschine von Tioman. Vielleicht sehen wir uns dort, lachen wir.

Haben nur noch bis heute Mittag um 12.30h, um am Pool zu faulenzen.

Mittags duschen wir noch einmal in unserem Zimmer (wir konnten die Check-Out-Zeit um eine Stunde verlängern). Danach Wertsachen aus dem Safe.

Treffen uns mit anderen Singapur-Reisenden um 13.00h an der Lobby. Von dort wird unser Gepäck zur Fähre gebracht. Wenig später fährt uns der Hotelbus zur Pier.

Wir müssen noch ein Weilchen warten, ehe wir aufs Boot können und haben nochmals die Gelegenheit rund um den langen Strand zu sehen.

Vom Pier müssen wir unser Gepäck mit auf das Schiff nehmen. Hier werden von vier Beamten die Zollformalitäten abgewickelt.

Es sind ca. 30 Mitreisende. Die große Fähre ist also kaum belegt.

Um 14.00h sind alle Formularien erledigt und wir legen ab.

Schnell wird Tioman kleiner. Das Schiff rast nur so über das Wasser. Ich spüre keinerlei Wasserbewegung. Die Klimaanlage ist, wie meistens , recht kalt eingestellt. Nach einiger Zeit muss ich mir mein Tuch überlegen. Nach eineinhalbstündiger Fahrt sehen wir die ostmalaiische Küste und fahren an ihr weiter in Richtung Süden. Nur wenige Schiffe begegnen uns.

Eine halbe Stunde vor der Ankunft in 

Singapur 

fahren wir an mehreren Insel vorbei. Jetzt besteht reichlich Schiffsverkehr. Wir begegnen viele Container- und andere Großschiffen. Einige haben Anker geworfen.

Um 18.30h legen wir am ‘neuen’ Ferryhafen in Norden Singapurs an. (In unserem Reiseführer steht noch als Anlegestelle ‘World Tradecenter’, in Singapur Mitte.

Nachdem die Zollformalitäten erledigt sind, gehen wir zunächst zum Monychanger. Wir tauschen zunächst die übrigen malaiischen Ringt und einen Reisechek.

Die Farrystation ist nahe dem Flughafen. Man sieht nach die Rollbahnbefeuerung.

Wir nehmen einen Linienbus zur nächsten U-Bahnstation. Haben einen jungen Einheimischen gefunden, der mit uns im Bus saß und uns fahrplanmäßig weiterhalf.

Für den Bus sind 0,90 S$ zu zahlen. Das gleiche Prinzip wie in Malaysia. Das Geld wird in einen Schacht geschmissen. Da wir noch kein Kleingeld hatten, mussten wir etwas mehr bezahlen, da es kein Rückgeld gibt.

An der U-Bahn-Station half uns der Malaie weiter die richtige Richtung zu finden und wir zogen die Fahrkarten am Automaten. Pro Person 1,30 S$ für 9 Stationen Entfernung.

Wir wollten zum YMCA-Hotel International und stiegen an der Station Orchard Street aus. Mittlerweile war es dunkel. 3 Minuten Fußweg und wir waren im Hotel.

Mittlerweile war es 20.00h.

Haben im YMCA sofort ein Zimmer bekommen. 80,-S$/Tag mit Frühstück. Unser Zimmer war in der 7. Etage. Der Swimmingpool war auf dem Dach und in der 4. EG gab es einen Fitnessraum mit Geräten.

Nachdem Zimmerbezug suchten wir eine Möglichkeit irgend etwas zu Essen zu bekommen. In unserem Hotel gab es im Erdgeschoss Mc. Donald, aber darauf wollten wir uns nicht einlassen. Wir schauten in unserer alter Heimat der Bencoolen Street (vor 15 Jahren), ob dort etwas zu Essen aufzutreiben war. Wir fanden in einer Seitenstraße einen kleinen, sauberen Footstall. Auf einem Plakat lockten mich Spagetti, Heino steht weiter auf Reisgerichte, dazu Tiger Beer. Die Getränke- und Essenstände sind hier getrennt, aber ergänzen sich vortrefflich.

Das Essen schmeckte hervorragend. Das Bier war, wie üblich, teurer als das Essen.

Ein kleiner Spaziergang ums Viertel, bei schwüler Temperatur, lässt uns immer noch durstig sein Wir kamen an einem besseren Seafootrestaurant vorbei. Sah sehr gut aus. Auf einer Tafel machten sie einen Spezialpreis für Bier nach 20.00h bekannt. Zwei für Einen für 6,-S$

Während wir unschlüssig dastanden werden wir von einem Kellner ermutigt uns an einen Tisch zu setzen. Die Tische vorm Restaurant sind hübsch gedeckt und wir beschließen hier noch ein Bier zu trinken. Also 2 Bier zum Sonderpreis bestellt. Wir bekommen einen ca. 1.5l Tiger-Beer-Krug (wie Stiefel) mit zwei Gläsern. Unsere Augen werden ganz schön groß bei der Menge Bier. Ein Blick auf die Speisekarte lässt uns entscheiden hier künftig nicht zu essen. Speisen super, aber Preise jenseits von Gut und Böse.

Wenn wir unsere Biergläser halb leer hatten, wurden sie sofort durch überaufmerksamen Kellner aus unserem Krug nachgefüllt. Schließlich hatten wir das Bier geschafft und es waren 14,-S$ zu zahlen, so der Kellner.

Auf den Weg zu unserem Hotel stellten wir plötzlich fest, das wir auf einem kleinen Umweg auf die Bencoolen Street gelandet waren. Unsere alte Heimat von 1985 hatte sich enorm verändert. Unser Bencoolen Hotel erstrahlt jetzt im neuen Ganz (kostet jetzt 86,-S$ inkl. Frühstück). Ob die Zimmer jetzt besser sind?

Ringsum sind die kleineren Häuser abgerissen und es sind einige neue große Hotels entstanden. Unser Inder, bei dem wir immer Frühstückten, ist jetzt in einem kleinen Footstall untergebracht. Das kleine Chinesenhotel gegenüber dem Bencoolen Hotel existiert auch noch - wahrscheinlich fiel das Haus wegen der historischen Bauweise der Sanierung nicht zum Opfer -. Hatte hier ’85 mit einem Schweden die Zimmer angesehen, waren damals nicht so toll.

23.00h sind wir wieder in unserem Hotelzimmer. Es war ein ausgefüllter ereignisreicher Tag.

11.05.99, Hei.

Früh gefrühstückt.

08.00h schon auf der Orchard Road, der Hauptgeschäftsstraße von Singapur.

Finden bald das Nee City Center (Hochhaus) und nach einigem Suchen in den Bauabschnitten auch das Buchungsbüro der KLM-Fluggesellschaft. Wir werden von einer jungen Frau direkt in deutsch angesprochen. Das rekonfiermen unseres Fluges ab Kuala Lumpur war problemlos. Es wurden sogar schon unsere Sitzplätze reserviert.

Fragen nach einem Flug von Singapur nach Kuala Lumpur ist zu teuer. Soll 165,-S$/Person kosten.

Wir verabschieden uns mit einem Lob für das ausgesprochen gute Deutsch. Sie hatte es in ein einhalb Jahren im Goethe-Institut in Singapur gelernt, meinte die KLM Angestellte.

Auf der Orchard Road hatten die großen Einkaufcenter noch geschlossen.

Hannelore und ich suchten und fanden das Büro der Malaysian-Airlain in der Clemenceau Ave. Hier buchten wir einen Flug von Johor Bharu ( Malaysia) nach Kuala Lumpur für den 13.05.99, abends. Am Nachmittag soll uns ein Shuttle-Bus der MAS von Singapur nach Johor Bharu bringen.

Der Inlandsflug der MAS kostet nur 40,-S$ pro Person.

Wir sind glücklich, unsere administrativen Angelegenheiten so schnell erledigt zu haben.

Unsere Wertsachen, samt Flugkarten verschwinden schnell wieder im Hotelsafe.

Dann geht es mit dem Linienbus 65 zum World Trade Center am Containerhafen. Dort essen wir in einem Hawker Center

Hawker Center sind Footstalls. Schon seit langem sind die mobilen Straßenküchen aus hygienischen Gründen von der Straße verschwunden und in zentralen Hawker Center zusammengefasst. In diesem Center sind immer eine Menge verschiedenster Küchen, die alle einzeln für sich wirtschaften. Es werden Kochkünste aus indischer, malaysischer, thailändischer, chinesischer und anderer Küchen angeboten. Man setzt sich auf Plastikhocker mitten in das Gewühl. Es ist egal von welchen Stand man sich das Essen holt oder gar kombiniert. Das Essen ist meist sehr gut und preiswert. Selbst die Angestellten der Banken und großen Firmen essen hier zu Mittag.

Hannelore holt sich eine Nudelsuppe bei einer Chinesin, ich Nudeln mit Gemüse bei einem Inder. Von einem dritten Stand erstehen wir einen großen Bembel schwarzen Tee mit süßer Kondensmilch. Alles schmeckt hervorragend.

Nachdem wir reichlich gesättigt sind gehen wir über eine Gangway zum Worl Trade Center. Von der Fähranlegestelle fahren wir wenig später mit einer Fähre zur Insel Santossa .

Hier machen wir eine Inselrundfahrt mit einer Hochbahn. Es ergibt sich in weiten Teilen ein Urwaldgefühl durch die wild wuchernde Fauna.

Als die Bahn am Strand hielt, stiegen wir aus, um einige Affen mit ihren Betreuern zu bewundern. War ganz niedlich anzusehen. Besonders der kleine Affe, der mit dem Dreirad über die Uferstraße fuhr.

Man Nachmittag versuchten wir vom Busterminal, auf dem Festland, zu Fuß über den Berg zum Mont Faber zu kommen. Aber wir liefen in eine Sackgasse.

Zurück im Hotel, wurde zunächst tüchtig im Hotelpool geschwommen....welch eine Wohltat!

Abends einen Spaziergang über die Einkaufsmeile von Singapur, der Orchard Road. Haben einige große Shopping Center abgeklappert, aber der Funke, um etwas zu kaufen, sprang nicht auf uns über.

Trafen das deutsch Ehepaar, das wir auf Tioman kennenlernten, hier wieder....wie klein ist die Welt. Ein Treffen in legendären Raffles-Hotel , zu einem Singapur-Sling, sollte am nächsten Abend folgen.

Gegen 23.30h wieder im Hotel.

Müde ins Bett gefallen und tief geschlafen.

Hei.

Nach dem Frühstück zum Raffles Hotel, ca. 600m von unserem Hotel entfernt. Meine Video-Kamera machte wieder wegen der feuchten Schwüle ärger (Kondenswasser). Ich konnte zunächst nicht filmen.

Wir schauten uns zunächst im 

Raffles Hotel  

um.

Gegen 10.20h fuhren wir zur Seesingtour von der Haltestelle Raffles mit dem Trolley-Bus.

Trolley ist eine Touristlinie mit besonderen Bussen, die täglich zwei Routen von Sehenswürdigkeiten abfährt. Man kann aus- und zusteigen wann man will. Das Tagesticket kostet 14,-S$.

Wir fuhren zunächst um den Fort cunning Park, St. Andrews Cathedral, City hall, Cricket Club, Viktoria Center Hall & Theater zum Singapur River. Hier schloss sich eine Bootsfahrt an, die vorbei an der Raffles Statue, dem alten Stadtgebiet unter der ältesten Brücke von Singapur vorbei am Merlin dem Wahrzeichen Singapurs in das ‘alte’ Hafenbecken .

 

Am Nachmittag stiegen wie in Little India an der Buhgis Street aus. Hier hatte man einige alte Häuserzeilen restauriert, sagte der Reiseführer.

Indien in Singapore

Indische Arbeiter kamen in größeren Schüben erst während der zwanziger Jahre nach Singapore. Sie ließen sich überwiegend im "indischen Viertel" rings um die heutige Serangoon Road nieder.

Noch immer prägen die einstöckigen alten Geschäftshäuser das Bild. Sehenswürdigkeiten gibt es kaum, aber die lebendigen Straßen sind schön zum Bummeln, auch wenn es nicht mehr ganz so bunt und lebhaft zugeht wie früher. Hier kauft man die besten Sari-Stoffe (große Auswahl in der Buffalo Road), frisch gemischtes Curry-Pulver und andere Gewürze, indischen Kitsch, Götterbildchen, Tee oder wonach einem sonst gerade der Sinn steht. Die engen Läden, in denen man nach Lust und Laune mit redseligen Verkäufern handeln kann, sind bis zur Decke mit Waren gefüllt. Der Duft von Räucherstäbchen, Jasmin und Curry liegt in der Luft. Männer in weißen Dhotis und Frauen in bunten Saris drängen sich durch die schmalen Arkaden, in denen Straßenhändler Zeitungen und Zigaretten anbieten. Unterwegs stärkt man sich mit einem kräftigen indischen Tee oder würzigen vegetarischen Gerichten, die nicht selten auf Bananenblättern serviert werden.

Man hatte sie in einem riesigen Shoppingcenter integriert und komplett überdacht. Sehr hübsch, aber die ehemalige Atmosphäre ist dahin.

Mittagessen , natürlich bei einem Hawker, in Buhgis.

Zu Fuß zurück zum Raffles Hotel. Von dort weiter mit dem Trolley zur Marina May. Weiter zu Fuß zum China Town zum hinduistischem

Sri Mariamman Tempel

An der Pagoda Street, Ecke South Bridge Road, kann man einen der wichtigsten Hindutempel der Stadt besichtigen. Der Sri Mariamman Temple wurde 1843 anstelle einer Tempelhütte erbaut, die auf das Jahr 1827 zurückgeht. Über dem Haupteingang erhebt sich ein farbenprächtiger Turm, auf dem sich dicht an dicht bunt bemalte hinduistische Figuren drängen. Vor dem Betreten des Tempel- inneren sollte man die Schuhe ausziehen und sich zurückhaltend benehmen. Geöffnet tgl. 6 – 12 und 16.30 – 20.30 Uhr.

Ganz toll.

Wir sehen teilweise erhaltene, sanierte alte Straßenzüge in China Town. Sehr schön anzuschauen, aber auch hier ist die ehemalige Atmosphäre der Sauberkeit und Reinheit gewichen.

Hannelore und ich wollten noch unbedingt den taoistischen Tempel Thiam Hock Keng , den wir schon 1985 heimsuchten, besichtigen. Wir fanden ihn als Baustelle vor. Er wird von grundauf saniert und restauriert. Schade, für uns.

Thiam Hock Keng Temple

befindet sich zwischen Moy Street und Telok Ayer Street. Der „Tempel der himmlischen Glückseligkeit" wird hauptsächlich von Taoisten aus Hokkien besucht und ist der Göttin Ma-Cho-Po, der Schutzpatronin der Seeleute, geweiht. Um ihn zu erbauen ließ man 1840 eigens chinesische Handwerker einschiffen und transportierte das Material für die Granitsäulen, die Holzschnitzereien und Götterstatuen, von China nach Singapore.

Schließlich fuhren wir mit dem Linienbus zurück zum Hotel.

Endlich Abkühlung im Swimmingpool.

Aber wir hatten nicht viel Zeit, da wir uns schon um 19.00h mit dem deutschen Ehepaar im Raffles Hotel verabredet hatten.

Vorher Abendessen beim Inder in der Bencoolen Street. Zweimal Roti mit Ei.

 

Pünktlich um 19.00h im 

Raffles Hotel

Treffen am Eingang des alten Hotels (1991 Grundsaniert) hat geklappt.

Wir setzten uns in die legendäre Lang Bar. Sie ist gut besucht um diese Zeit. Vier Singapur-Sling (Longdring) werden von uns bestellt. Er wurde hier um die Jahrhundertwende kreiert und ist heute in den Bars der ganzen Welt bekannt. Dazu gab es, als Service des Hauses, Endnüsse ‘ohne Ende’. Die Schalen landen auf der Erde; Tradition????

Es entspann sich eine nette Unterhaltung.

Gegen 22.00h bezahlten wir. Es wurde die stolze Summe von 74,-S$ für die 4 Drinks gefordert. Doch wir haben es ja vorher gewusst und es waren nette Stunden in der Lang Bar.

Nachdem wir uns verabschiedet hatten, stellte Hannelore und ich gemeinsam Durst fest und tranken noch ein Bier beim Inder in der Bencoolen Street.

13.05.99, Ha.

Heute bis fast 08.00h geschlafen.

Haben noch eine lange Nacht vor uns. Leider ist Abreisetag.

Nach ausgiebigem Frühstück sind wir zunächst ins Raffles um ein paar Fotos zu machen und danach ins Inderviertel, Little India, gegangen.

Viele kleine individuelle Geschäfte und kleine Häuser der indischen Bevölkerung reihten sich hier aneinander. Ringsum von Hochhäusern umgeben. Es herrschte absolute Ruhe und Gelassenheit. Viele Läden haben noch nicht geöffnet. Wir finden den hinduistischen Sri Srinivasa Perumal Tempel in der Saragon Road.

Sehenswert ist der

Sri Srinivasa Perumal-Tempel  

an der Serangoon Road, hinter der Perumal Road. 

Kommen gerade zur rechten Zeit. Hier findet eine traditionelle indische Hochzeitszeremonie statt. Nach der inneren Ausstattung scheint der Tempel sehr alt zu sein.

Wir ziehen uns die Schuhe aus und mischen uns im Tempel unter das Volk. Braut und Bräutigam sind herrlich anzusehen. Sie hat einen schönen, roten Sari an und im Haar einen Blumenkranz. Ein Blumengebinde mit regelrechten Blumenornamenten am Rücken bis zu den Hüften wie ein Schleier. Ein Kunstwerk! An ihrem Sari, der an den Rändern mit goldfarbenen Stoff eingefasst war, hatte sie viel auffallenden großen Schmuck. Auch der Nasenschmuck entsprach ihrem Wesen und sah gut aus.

Der Bräutigam war ganz in weis gekleidet. Sehr edler Stoff. Halb lange Jacke und eine Art Wickelrock. Auf dem Kopf trug er einen weisen Turban mit eingearbeitetem Kopfschmuck und Feder.

Nur wenige Hochzeitsgäste waren anwesend. Ich schätze nur die Eltern und Schwiegereltern. Sonst waren eine Menge Inder beim Gebet. War heute Feiertag????

Einige Japaner lassen sich mit dem Brautaar fotografieren. Überall blitzen Kameras. Man lädt es gelassen über sich ergehen.

In Nischen wurden von halbnackten Vorbetern Gebete gesprochen.

Die Hochzeitszeremonie begann.

Das Brautpaar setzte sich auf ein goldenes Tuch vor eine Altarnische in der eine hinduistische Heiligenfigur stand. Der halbnackte Vorbeten, auf einer Minibank zur rechten Seite des Bräutigams, begann mit seiner Lesung. Zwischendurch überreichte einer der Mütter der Braut eine dicke Goldkette. Sie und anderer Schmuck wurde von dem Vorbeter in eine Opferschale mit Blumen gelegt. Zwischendurch wurden Öllämpchen angezündet. Dann bekamen Braut und Bräutigam Blumenköpfe in die Hände gelegt, die sie einzeln zu Gebeten in eine Opferschale gaben. Dann wurde ihnen der rote Punkt auf die Stirn gemacht. Danach ging es zur nächsten Altarnische. Der Braut wurde der Goldschmuck umgelegt. Im Hintergrund spielten zwei Musiker (Flöte und Trommel).

Für uns wurde es Zeit zu gehen! In einer Stunde müssen wir im Hotel auschecken.

Beim Inder noch ein Bier getrunken. Das Essen hat uns heute nicht so zugesagt. In einem anderen Footstall gab es Reis mit Ei. Das war o.k.

Im Hotel konnten wir zum Glück den Dachpool bei strahlendem Wetter genießen, während unser Gepäck an der Rezeption beaufsichtigt wurde.

Kurz vor 14.00h machten wir uns reisefertig.

Kurze Zeit später stehen wir an der Bushaltestelle vor unserem Hotel. Mit dem Linienbus 171 können wir zum Novotel Orchid Inn fahren. Der MAS-Bus zum Flugplatz nach Johur Bharu (Malaysia) soll dort um 15.10h abfahren.

Viele Busse halten, aber unser 171 kommt nicht. Wir werden etwas nervös. Endlich kurz vor 14,30h kommt der Linienbus. Ich zahle 70Cent für jeden und sage dem Busfahrer, wo wir hin wollen.

Der Verkehr ist recht stockend. Heino verfolgt die Strecke auf der Citymap.

Na, ob wir es wohl noch schaffen? Endlich gibt uns der Fahrer ein Zeichen zum Aussteigen. Nur noch 20 Minuten.

Das Novotel sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite der Schnellstraße. Nach ca. 5 minütigem Fußmarsch sind wir dort. Hein ist total fertig vom Gepäck schleppen.

Der Malaysian Air Plane Schalter verkauft die Tickets für den Zubringerbus. Hier bekommen wir auch die Zettel für den sigaporianischen Zoll

Die Abfahrt verzögert sich bis 15,40h.

Die Busfahrt verläuft im Schneckentempo. An der Grenze viele LKW, Busse und PKW. Zum Zoll müssen wir alle mit Gepäck den Bus verlassen und zu Fuß durch die Zollabfertigung gehen.

Alles geht dann sehr schnell. Formulare abgenommen und der Pass wurde gestempelt.

Die Busfahrt für die letzten 50km dauert zwei Stunden.

Gegen 17.40h sind wir am Flughafen Johor Bharu.

Wir wollen in die Abfertigungshalle und werden wieder zurück geschickt, weil wir noch keine Bordkarten haben. Diese bekommen wir dann am Abfertigungsschalter. Nun wird es schwierig, da wir das Gepäck von Johor Bharu bis zum FMO Münster/Osnabrück durchchecken lassen wollen. Bis Amsterdam scheint es keine Schwierigkeit zu sein ..aber FMO????

Nach einigem Nachfragen beim Kollegen klappt es doch.

Unsere Maschine, Boing 737-400, soll in 30 Minuten vom Flughafen Lapangan Terbang Sultan Ismail starten.

Pünktlich um 18.00h geht es aufs Rollfeld.

Die Sicht beim Flug ist relativ schleckt. Viele Wolken. Es ergaben sich kleine Turbulenzen und man sollte angeschnallt bleiben. Bekommen einen Orangensaft als Getränk. Nach 35 minütigem Flug landen wir im Internationalen Flughafen Kuala Lumpur.

Haben jetzt 5 Stunden Aufenthalt.

Wollen zu Haus anrufen, aber es geht nicht mit der malaiischen Telekomkarte.

Essen ausnahmsweise bei Mc Donald nachdem wir ein paar Singapur-Dollar getauscht hatten. Vom Restgeld telefoniere ich mit Mutter. War ganz überrascht, daß wir schon wieder nach hause kommen.

23.30h checken wir ein. Plötzlich hören wir Heinos Namen durch die Lautsprecher schallen. Wir sollten uns am Checkschalter melden, konnten uns aber keine Reim daraus machen. Es stellte sich dann heraus, daß ich die Flugkarten von Amsterdam nach Münster abgegeben hatte. Nach dem Tausch der Karten, konnte n wir in das Flugzeug. Es war bis auf den letzten Platz besetzt. Es kam schon aus Manila.

14.05.99, Hei.

Um 00.25h pünktlicher Start mit der KLM in Richtung Europa, Amsterdam.

Nachdem wir die normale Flughöhe erreicht hatten, gab es Abendbrot. Hannelore und ich orderten je zwei kleine Rotweinflaschen, um besser schlafen zu können.

Wir haben unseren Fensterplatz, wie gebucht, erhalten.

Flugroute: Thailand, Myanmar, Indien, Pakistan, UdSSR, Ungarn, Deutschland, Niederlande ...Amsterdam. Insgesamt 10248 Flugkilometer.

Nach 6 ständigem Flug, es ist jetzt 03.00h MEZ, kann ich nicht mehr schlafen und schaue mir den Spielfilm an.

Gegen 05.30h ab es Frühstück. Der Kaffe macht mich richtig mobil.

07.00h Landung in Amsterdam, Schipool.

In Schipool hatten wir bis 09.30h Aufenthalt. Hannelore und ich überbrückten die Zeit mit lesen. Das war sehr mühsam, da die Müdigkeit uns jetzt langsam überkam.

Endlich Check-Inn zum Eurowings-Flug nach FMO Mstr./Osnabrück.

Im Flugzeug orderten wir zum „Urlaubsschluss" Sekt, wie Hannelore meinte. Wir bekamen unsere Pikkolos ungeöffnet, was ungewöhnlich war. Beim Öffnen entwischte Hannelore der Korken mit lautem Knall. Er flog gegen die Decke und landete ein paar Reihen weiter vorn. Keiner Verletzt!!?? Ein paar Mitfliegende schauten sich erschrocken um, aber damit war das Missgeschick erledigt.

Wir genossen unseren Sekt und er päppelte uns sogar ein bisschen auf.

10.20h Landung FMO......und unser Gepäck rollte auch vom Fließband. Wieder fand ich es erstaunlich, dass es den weiten Weg von Singapur (Jahor Bharo) über die einzelnen Flugstationen gefunden hatte.

13.30h endlich zu Hause!

War ein schöner Urlaub

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