lok si tempel penang

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Der Kek Lok Si-Tempel besticht allein schon durch seine Größe und Weitläufigkeit. Der Abt des Goddess of Mercy-Tempels in der fl. Masjid Kapitan Keling war 1885 aus Foochow in China gekommen, und die Landschaft von Air Itam erinnerte ihn an seine alte Heimat. Er begann, bei reichen chinesischen Kaufleuten Geld zu sammeln und war dabei so erfolgreich, daß man hier den größten buddhistischen Tempel Malaysias bauen konnte. Buntgeschmückte Bauten, Gärten und Teiche wurden in Terrassen angelegt und durch zahllose Treppen miteinander verbunden. Der nicht abreißende Pilgerstrom aus dem In- und Ausland schuf eine solide finanzielle Grundlage, die weitere Ausbauten ermöglichte, so daß mittlerweile das 12 ha große Grundstück am Hang fast komplett zugebaut ist. Zur Anlage gehören außer religiösen Bauten auch ein großes vegetarisches Restaurant im unteren Bereich der auf mehreren Ebenen angeordneten Anlage. In einem umbauten Schildkrötenteich strecken Hunderte von Schildkröten ihre Hälse nach oben und warten auf Kangkong – ein grünes Gemüse, das Händler am Teich verkaufen. Bei Chinesen gilt die Schildkröte ein Symbol für langes Leben. Dahinter gelangt man zu einem der wenigen freien Plätze, die einen Blick auf die beiden Hügel ermöglichen. Große Granitsteine, die mit religiösen Inschriften versehen sind, erfahren besonderer Verehrung. Links führt eine Treppe hinauf und durch ein rundes Mondtor zu einer kleinen Pagode, die von über 100 Buddhas in der gleichen Haltung umgeben ist. Rechts geht es durch weitere Hallen hinauf zur großen weißen Statue der Göttin der Barmherzigkeit (Kuan Vin) und zur neuen, prunkvollen Gebetshalle. Davor ist jedoch erst einmal ein Eintrittsgeld von 2 RM zu entrichten. In der pompösen, neuen Halle mit Marmorboden, deren Front mit figürlichen Steinmetzarbeiten aus grauem Granit bedeckt ist, stehen vor einer vergoldeten Wand drei Buddhastatuen. Überragt wird die Anlage von der 30 m hohen Ban Hood-Pagode, auch "Pagode der zehntausend Buddhas" genannt. Allerdings sind die meisten dieser Buddhas nur Abbildungen auf Wandfliesen, die alle Räume und Treppenwände bedecken. Sie ist in drei Stilrichtungen erbaut, die untere nach chinesischen Bauplänen, der Mittelteil thai-buddhistisch, und die spiralförmige Spitze nach burmesischen Vorlagen. Im obersten Teil, der Besuchern nicht zugänglich ist, befinden sich einige Schätze, darunter eine Reliquie Buddhas, eine Statue aus purem Gold, Diamanten und Silbermünzen.