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Batu Caves Steile Kalkfelsen ragen nördlich von Koala Lumpur nahe der vielbefahrenen Autobahn aus der flachen Landschaft auf. Hier finden finden wir ein Höhlensystem beachtlichen Ausmaßes, das vor allem am Wochenende von vielen Ausflüglern gern besucht wird. Am Fuß der Felsen warten Verkäufer der Souvenirbuden, Restaurants und zahlreicher Essen- und Getränkestände auf die Touristenbusse. 245 Stufen führen zu den Höhlen hinauf. Manchmal kommen halbzahme, zum Teil sogar recht aggressive Affen an die Treppe, um Erdnüsse oder Bananen zu ergattern. Die größte Höhle ist Dark Cave, etwa 400 m lang und bis zu 120 m hoch, deren Eingang links kurz vor dem Ende des Treppenaufgangs erreicht ist. Erst 1879 wurde die Höhle bekannt, obwohl in ihr schon lange vorher die Orang Asli jagd auf Fledermäuse machten und Guano sammelten. Über weitere 42 Stufen gelangt man hinauf zur Light Cave, die aus zwei hohen Höhlen besteht. Auf einer breiten Treppe geht es hinab in die Haupthöhle. Sie ist knapp 180 m lang und erhält ihr Licht durch einige kleine Öffnungen in der Decke. Am Eingang steht ein phallusförmiger Stalagmit und im linken, hinteren Bereich ein kleines hinduistisches Heiligtum. Die Höhle ist eine zentrale Kultstätte der malaysischen Hindus. Seit 1892 befindet sich hier der Schrein des Hindugottes Murugan.

Jedes Jahr im Januar/Februar steht sie im Zentrum des Thaipu sam-Festes, wahrscheinlich das größte Hindufest außerhalb Indiens, bei dem sich etwa 100 000 Menschen vor den Batu Caves versammeln. Eine weitere Treppe führt hinauf zur zweiten, oben offenen Höhle. 

Vor dem Treppenaufgang führt ein Steg über einen Fisch- und Schildkrötenteich zur Art Gallery (geöffnet tgl. 7 – 2 l Uhr, 1 RM Eintritt), die ebenfalls in einem Höhlensystem untergebracht ist. In der ersten Höhle ist mit bunt bemalten, detailliert ausgearbeiteten Figuren, die obendrein farbig ausgeleuchtet werden, ein hin- duistisches Epos in 380 Versen dargestellt. In der zweiten Höhle wird das hinduistische Pantheon in seiner ganzen Vielfalt zur Schau gestellt. Die Beschriftungen sind überwiegend in Tamil.

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