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"Entdeckt" wurde die schöne, von hohen Bergen eingeschlossene Hochfläche von dem englischen Landvermesser William Cameron, der 1885 im Auftrag der Kolonialbehörden unterwegs war. Bis zu 2000 m hoch liegen die Plateaus mit ihren sanft ansteigenden Hängen, die Teepflanzern und Gemüsebauern ideale klimatische Bedingungen bieten und schon damals ein willkommener Erholungsort für tropengeschädigte Engländer waren. Die Briten waren es auch, die die anstrengende, kurvenreiche Straße hinauf in die Berge bauen ließen. Wer nach der brütenden Hitze des Tieflandes ein Kontrastprogramm zu Palmen, Strand und Meer sucht, findet hier oben Erholung für Körper und Seele. Die Abende sind frisch, die Nächte manchmal sogar kühl. Gepflegte Gärten und Teeplantagen, umrahmt vom licht- und luftdurchlässigem Bergwald, laden zu langen Spaziergängen ein, hier und da trifft man auf ein englisches Landhaus mit kurzgeschnittenem Rasen und Blumenrabatten. Und bei Erdbeeren mit Schlagsahne auf der Terrasse wird die lllusion eines schönen Sommernachmittags in Yorkshire nur durch den Tonband-Muezzin wieder gestört, der auch hier die Gläubigen mit unerbittlicher Pünktlichkeit zum Gebet ruft. Um falschen Erwartungen vorzubeugen: eine alpine Berglandschaft mit steilen Felswänden sind die Cameron Highlands nicht. Ringlet, Tanah Rata und Brinchang sind auch keine malerischen Bauerndörfer, sondern eher reizlose, größtenteils relativ neue Ansiedlungen. Tanah Rata dürfte der angenehmste und schönste Ort sein und ist zum Übernachten am besten geeignet. Die Highlands lohnen vor allem wegen des milden Klimas und der üppigen Vegetation. Dschungelwanderungen sind bei weitem nicht so anstrengend wie etwa in der schwülen Hitze des Taman Negara. Außerdem sind Blutegel nicht so verbreitet, feste Schuhe sind allerdings dennoch zu empfehlen. Der Besuch einer Teeplantage lohnt sich in jedem Fall.