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Urlaubsbericht Thailand/Kambodscha 02.2000
11.01.2000 –Ha
11.50 Uhr lift off mit der LTU in Düsseldorf. Mit uns ca. 240 Mitreisende.
Es war ein ruhiger Flug in dessen Verlauf es nur zwei kleinere Turbulenzen gab.
Hannelore konnte einige Zeit schlafen. Bei mir war es schwieriger......aber ein paar Mal döste ich auch ein.
Die Flugrichtung und Angaben über Flughöhe, - Tempo und Distanz zum Zielflughafen wurden laufend über Monitor dargestellt.
Flugroute: Düsseldorf, Süddeutschland, Österreich, Rumänien, Nordtürkei, Persien, Afghanistan, Indien, Myanmar und schließlich Thailand .
Flugkilometer: rd. 9200
Durchschnittliche Flughöhe: 10100m
Durchschnittliche Fluggeschwindigkeit: 985 km/h
12.01.00 -Hei
Landung in Bangkok um 04.20h OZ (+7 Std.)
Nachdem wir schnell durch die Paßkontrolle kamen, warteten wir fast endlos – es schien uns so – an der Claim auf Hannelores Koffer. Er kam fast als letzter. Freudig schloß ihn Hannelore in die Arme.
Dann ging es mit dem Kofferkuli durch eine schier endlose – 1500m – klimatisierte Gangway zum Domestic Flughafen.
Am Thai-Airways Schalter schon am frühen Morgen eine schier endlose Schlange von Reisenden, die noch Flugtickets für Inlandsflüge kaufen wollten.
Dennoch dauerte es keine halbe Stunde bis wir am Schalter nach dem nächst möglichen Flug nach Chian Rai fragen konnten.
Die nächsten freien Plätze waren in einer Maschine um 10.45h. Wir kauften die Karten und zahlten mit Kreditkarten. Die junge Thai am Schalter zeigte auf den Standby-Schalter mit dem Hinweis, daß wir mit ein bisschen Glück auch früher fliegen könnten.
Zunächst kauften wir uns in einem Schnellrestaurant Kaffee....den brauchten wir.
Mittlerweile war es 06.20h.
Wir versuchten unser Glück am Standby-Schalter für die Maschine um 07.30h nach Chiang Rai. Eine junge Thai bedeutet uns kurz nach 07.00h noch mal nachzufragen.
Um 07.20h ließ man uns einchecken
Mit Verspätung hoben wir mit einem Airbus A300 der Thai Airways um 07.50h ab. Hannelore saß vorn und ich hinten , zwischen zwei Soldaten, hinten in der Maschine. Bald hatten wir unsere Flughöhe erreicht. Es gab Frühstück in einer Sonderverpackung zu Ehren des Geburtstags des Königs (Bhumipol war im Dezember 1999 70 Jahre alt geworden). Auf dieser Verpackung war ein Airbus der Thai Airways abgebildet, der auf den seitlichen Rumpfflächen die königlichen Barken zeigte. Dieses Flugzeug war zu Ehren des königlichen Geburtstags in den Dienst der Thai gestellt worden. Es sollte das Motto amazing Thailand in alle Welt tragen.
Nach rd. 580 Meilen ruhigem Flug nach Norden, landeten wir um 08.55h in Chiang Rai.
Nachdem wir das Terminal verlassen hatten setzten wir uns in ein Taxi und ließen uns zum ‚Wang Com Hotel‘ – hatten wir lt. Reiseführer ausgesucht - in die City bringen
Nach einigen Stunden Ruhe brachen wir am frühen Nachmittag auf die Stadt zu erkunden. Lt. Reiseführer gab es in Chiang Rai nicht viel zu sehen.
Bald fanden wir den Tempel ‚Wat Prakeo‘ – nicht zu verwechseln mit der königlichen Tempelanlage in Bangkok mit gleichem Namen -. War eine hübsche Anlage mit anliegendem Kloster und vielen jungen Mönchen
In der City erwischten wir einen Friseur für IHN und SIE. Hier wollten Hannelore und ich gleich unseren Winterpelz loswerden.
Erkundigungen wegen der morgigen Flußfahrt auf dem Mae Kok River nach Thaton folgten. Noch ein paar Nahrungsmittel für die morgige Fahrt eingekauft.
19.00h; total müde in’s Bett
13.01.00 – Hei
Die Nacht war sehr durchwachsen. Wir können noch nicht durchschlafen wegen der Zeitverschiebung.
08.30h gutes Frühstücksbufett. Ausschecken aus dem Hotel eine Stunde später.
Ein Taxi bringt uns zum Bootsanleger in ca. 15 Minuten. Zunächst stiegen wir am Privatpier aus. Da wir mit dem Linienboot fahren wollten (bedeutend preiswerter), liefen wir ein paar Meter weiter zum Publik-Pier.
Lt. Fahrplan haben wir noch 1 ¼ Zeit bis zur Abfahrt. Wir sitzen in der Morgensonne am Mae Kok River.
Schließlich entern wir mit weiteren 8 Reisenden das Longtailboot. Es gab keine Sitze. Wir mußten wegen der Balance abwechselnd links und rechts zur Fahrtrichtung sitzen. Auf Bastmatten an der Bootswand lehnend, ließ sich die Fahrt gut überstehen. Nach einer Stunde Flußfahrt der erste Stop. Hier befand sich ein Elefantencamp und 3 Mitreisende stiegen hier aus um Elefantentrekking zu machen. Als wir weiter fuhren, begegneten uns Elefanten die durch den Fluß wateten.
Die Fahrt mit unserem Speedboot folgt weiter den kurvenreichen Fluß. Die Ufer begrünt mit üppiger Vegetation. Große Teakbäume und Bambus schützen zum großen Teil das Hinterland vor neugierigen Blicken.
Der Fluß ist die meiste Zeit recht breit, aber wie es scheint, nicht sehr tief. Teilweise muß unser Bootsführer vorsichtig große Felsen und Stromschnellen umschiffen.
Bald wandeln sich die Ufer in breite Ebenen mit Gemüseanbau. Darauf wird das Ufer gebirgig.
Nach zweistündiger Fahrt zweiter Halt. Es steigen ein paar Touristen zu, die auch nach Thaton wollen zu. Zu uns gesellt sich auch ein Polizist, der sich am Bug platziert.
Die Fahrt geht weiter. Der Fluß wird schmaler und die Felsen und Stromschnellen nehmen zu. Aber unser Bootsführer meistert alle Unsicherheiten gut.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt der dritte Halt an einem Steilufer mit Betontreppe. Oben eine Hütte und ein Polizeiposten. Wir müssen alle aussteigen und uns am Polizeiposten mit eine großer Kladde mit Paßnummer eintragen.
Die Pause war ein willkommener Anlaß, die Toilette am Polizeiposten zu besuchen – wir hatten schon vorsorglich heute morgen weniger getrunken - .
Bald fuhren wir weiter und ließen die Berge hinter uns. Nach einer weiteren Stunde sehen wir schon von weitem das Wahrzeichen von Thaton. Einer großen weißen Buddhastatur über der Stadt. Bald darauf erreichen wir den Anleger von Thaton. Wir setzen uns zunächst und schauen in unseren Reiseführer um uns zu orientieren. Mittlerweile sind wir ganz allein am Anleger. Kein Schlepper weit und breit. Wir schultern unser Gepäck und suchen eine Unterkunft. Nach einer halben Stunde fanden wir in ‚Thaton’s Chalat‘ eine passende Bleibe zum stolzen Preis von 1020 Bt/ÜB. Von unserem Zimmerfenster können wir den MAE KOK River und die riesige Tempelanlage auf der anderen Flußseite sehen. Über dem Tempel ein riesiger Buddha mit Naga (Phyton)kranz zu sehen.
Am Nachmittag gehen wir über den Fluß zur Klosteranlage. Viele Stufen führen uns auf den Klosterberg. Rechts und links der Treppen stehen unterschiedliche religiöse buddhistische Figuren.
Oben werden wir von einer Frau nett auf das Eintrittsgeld von 20 Bt/Person hingewiesen. Wir werfen das Geld in die Sammelbox um zum großen weißen Buddha zu kommen. Er schaut auf die große Flußebene zu den in der Ferne liegenden Bergen. Weiter oben noch ein riesiger Buddha auf einem Flachbau. Dahinter die vielen Wohnhäuser der Mönche.
Der Klostervorsteher hat dafür gesorgt, daß die weitläufige Anlage im Top-Zustand ist. Das Kloster, mit dem Ausblick auf die Flußebene, ist eine Augenweide.
Im Ort suchen wir nach einer Möglichkeit für eine eintägige Trekkingtour zu den Bergstämmen. Einer Gruppe könne wir uns nicht anschließen, da z.Z. kaum Touristen hier sind. Ein Trip wird dann doch noch möglich, in dem wir uns einen Pickup für den nächsten Morgen für eine Fahrt zu den Stämmen Akka, Kreen (Long Naks) mieteten.
20.00h müde in’s Bett.
14.01.00 – Hei
Lange geschlafen. Erst um 08.30h, quer über die Straße, in ein Straßenlokal zum Frühstück. Wir mußten im Schatten sitzen. War ganz empfindlich kalt heute morgen. Die Bedienung lief im offenen Lokal mit Pullover und Pudelmütze herum.
Zum Frühstück bestellten wir Rührei, Toast mit Butter und Marmelade. Dazu Tee und Kaffee.
Gegen 09.30h treffen wir uns mit dem Fahrer zur Hilltribetoure. Hannelore und ich setzen uns auf die Bänke auf der Ladefläche und schon fahren wir los. Die Straße führte nach Norden in die Berge. Die Sonne hatte jetzt genügend Wärme, so daß wir nicht mehr froren.
Nach halbstündiger Fahrt bogen wir auf einen Feldweg ab und halten dann. Wir versuchen vom Fahrer zu erfahren, was es hier zu sehen gibt. Aber wir können uns nicht richtig verständigen. Er zeigte auf eine Wiese mit einigen heruntergekommenen Holzhäusern. Wir wußten nichts damit anzufangen und gingen auf die Wiese. Mir fiel zwischen dem üppigen Gras ein dampfender Bach auf......dies sollten wohl die warmen Quellen und die dazugehörenden Badehäuser sein......
Bald stiegen wir wieder ein. Auf der Hauptstraße ging es weiter nach Norden. Nach einiger Zeit bogen wir wieder auf einen Feldweg ab. Offensichtlich war unserem jungen Thai nicht ganz klar wohin er Fahren sollte, denn bei einer Weggabelung überlegte er lange. Kein Mensch weit und breit, den er hätte fragen können. Also entschied er sich für eine Richtung. Nach einiger Zeit hielten wir an einigen Hütten. Der Fahrer erkundigte sich. Hannelore und ich waren von mehreren Kindern umringt, die laut grölten.
Schließlich ging es auf einem schmalen Pfad zu Fuß weiter. An einer weiteren Hütte zahlten wir das Besichtigungsgeld – à 250,-Bt – für das Karen-Dorf (Long Nacks) kassiert.
Durch urwüchsige Vegetation liefen wir an einem Elefantentrail weiter zum Karen-Camp.
Das verlangte Besuchsgeld zahlte sich hier aus. Wir konnten uns in Ruhe umsehen ohne belästigt zu werden. Die Frauen mit ihren Trachten und den vielen Goldreifen die ihren Hals streckten, waren sehr zugänglich. Wir unterhielten uns mit ihnen über das Lebensalter, Geburtsort (Hannelore erfuhr von einer jungen Frau, daß sie in Myanmar geboren wurde) und vieles mehr. Die Unterhaltung war keineswegs einseitig. Die Frauen wollten auch sehr viel von uns hören.
Am Rande des Camps wurden von Männern die Elefanten in der Morgensonne gewaschen. Die Tiere genossen es sichtlich. Schließlich wurden sie für die Tagesarbeit gesattelt. Sie sollten Touristen ins Camp tragen......ein Glück, daß wir so früh waren.
Auf dem Rückweg besuchten wir noch zwei Dörfer von den Volksstämmen der Lahu und Akha. Außer staubige Wege zwischen den Bambushütten und grölenden Kindern, die uns umringten, war nicht besonders viel zu sehen. Kaum ein Erwachsener.........und wenn, dann ohne Tracht.......so machten wir uns schon bald auf die Heimfahrt.
Gegen 12.00h setze uns der Fahrer an unserem Hotel in Thaton ab.
Hannelore und ich beschlossen noch heute nach Chiang Mai zu fahren.....und so kam es dann auch.
Schon um 13.00h verließen wir Thaton in Richtung Chiang Mai mit dem Linienbus. Im Ort Fang hatte wir 20 Minuten Aufenthalt.
Um 17.15h erreichten wir das Busterminal Chiang Mai.
Für 50,-Bt mieteten wir ein Tuk Tuk – kleines Vespa-Dreirad, eine Art Motor Ritkja mit Dach – und ließen uns zum Hotel Chiang in der City bringen. In dem Superhotel bekamen wir ein großzügig ausgestattetes Zimmer für moderate 1200,-Bt incl. Frühstück.
Abends kurzer Gang über den nahen Nachtmarkt. Dort aßen wir auch recht gut in einem riesen Footstall zu Abend. Die vielen einzelnen Garküchen machten die Auswahl zur Qual. Das Essen konnte nur mit Coupons bezahlt werden, die nur an einer zentralen Kasse zu bekommen waren. Man mußte also schon vorher wissen was man essen und trinken wollte und den Essenspreis errechnen.
Gegen 21.0h müde ins Bett gefallen.
15.01.00 – Hei
Bin heute Nacht um 01.30h wach geworden. Irgendjemand muß versucht haben in unser Zimmer zu kommen. Die Tür mit Sicherheitskette war angelehnt. Mir fiel der helle Lichtschein vom Flur auf.
Habe die Zeitumstellung noch nicht ganz geschafft. Werde immer für 1 bis 2 Stunden nachts wach.
9.00h aufgestanden. Rann ans Frühstücksbüffet.
Mit einem Tuk Tuk geht es zur Thai Airways. Bekommen für Dienstag ein Flugticket nach Kambodscha, Phom Penh.
Zu Fuß in die Altstadt zum Wat Phra Sing. Ein alter ca. 600 Jahre alte Tempelanlage
Ein junger Mönchschüler kommt auf uns zu. Er erzählt, daß er hier 9 Monate zur Schule geht.
Der Wat Chidi Luang, ein paar Schritte weiter, wird z. Z. renoviert. Die verwitterte Stupa erinnert uns an die Cham-Türme in Vietnam. In einem großen Saal nebenan findet heute Nachmittag eine Beerdigungsfeier statt. Überall unter den Baldachinen stehen schwarz bekleideten Menschen. Die Tempel sind alle sehr festlich mit Lampions bzw. Laternen geschmückt zu Ehren des 70. Geburtstags vom König Bomipol.
Ab 15.30h relaxe am Hotelpool.
Abend durch den Basar geschlendert. Es sind erstaunlich wenig Touristen unterwegs.
Im Hotel noch etwas zum Tagesabschluß getrunken
16.01.00 – Hei
Relativ spät aufgestanden.
Gegen 09.00h zu Fuß in die Altstadt zum Minibusterminal an der nördlichen Stadtmauer, am Chang Phuak Gate.
Sind von dort mit zwei jungen europäischen Frauen im Minibus zum Doi Sut Tempel zum Tempelberg hinaufgefahren. Zum Tempel führte eine lange Treppe. Links und rechts große Kobraköpfe, deren Schlangenkörper das Treppengeländer bis zum Tempeleingang bildeten.
Zum Glück war es heute Morgen nicht so heiß. So kostete uns die lange Treppe wenig Schweiß.....290 Stufen!
Hannnelore und ich lassen uns ausgiebig Zeit die wunderschöne Tempelanlage zu betrachten. Wir machen zunächst einen Rundgang um das Heiligtum. Am Rundweg hängen viele große und kleine Bronzeglöcken. Wir bewegen die Klöppel im vorbeigehen. Sie klingen laut in unterschiedlichen Klangfarben. Der Glockenklang soll den Besuchern Glück bringen.
Tief unten im Tal sieht man Chiang Mai im Morgendunst.
Über eine weitere Treppe und durch ein Gate betreten wir den eigentlichen Tempel. Ihn darf man nur ohne Schuhe und mit langem Beinkleid betreten.
Rund um das große, goldene Chadi – das Wahrzeichen von Chiang Mai – Altare, Opferstöcke und kleinere Tempel. Betende Einheimische überall. Die wenigen Ausländer heute morgen sind Individualtouristen. Für Reisegruppen ist es wohl noch zu früh; zum Glück!!!
In einem Tempel durften wir zuschauen, wie ein Mönch geweihte Armbänder an Thailänder verteilte. (die Buddhisten sind Fremden gegenüber sehr tolerant. Es gab nie Schwierigkeiten in Bezug auf Tempel oder Klöster. Auch sind die Mönche immer sehr gut ansprechbar und interessieren sich für Ausländer und ihre Lebensumstände).
Am Nachmittag fuhren wir zurück nach Chiang Mai. Dort besuchten wir den Tempel Wat Chang Man auf dem Rückweg zum Hotel.
Dieser war wieder ganz anders. Der große Buddha im Tempel hielt hier quer durch den Tempel gespannte Schnüre in der Hand. Die selben bunten Schnüre wurden später in kleinen Stücken als Handband an die Gläubigen verteilt.
Gegen 16.00h sind wir am Swimming Pool in unserem Hotel.
Abends zum Nightmarket. Nach vielem Handel kauft Hannelore eine Akka Puppe (nordischer Volksstamm) mit Tracht günstig ein.
Abendessen im Foodstall am Nightmarkt. Es gab Reis mit Huhn, Huhn-Satestäbchen mit Erdnußcreme und ein großes Bier.
Auf einer Bühne wurden ab 21.00h Thai-Tänze von den unterschiedlichen Regionen Thailands in entsprechenden Trachten vorgeführt.
17.01.00 – Ha.
Nach einigem Handeln konnten wir ein Sammeltaxi für den Vormittag für 40,-Bt mieten. Er sollte uns zu allen Handycrafts-Centren im Ost-Chiang Mai bringen. Der geringe Mietpreis war angemessen, da wir erfahren hatten, daß die Fahrer von jeder Handycraftfabrik Provisionen bekommen, wenn sie Touristen bringen. Unabhängig von den daraus folgenden Umsatz.
Gegen 10.00h fahren wir mit einer Sammeltaxi – wir und ein Hahn. Der Hahn soll zum Hahnenkampf zu einem Casino gebracht werden – zur Schirmfabrik . Sie liegt an einer Ausfallstraße von Chiang Mai.
In der Schirmfabrik sind wir die ersten Touristen an diesem Tag.
Hier können wir die Produktion von herrlich bunt bemalten Papierschirmen von Anfang an beschauen.
Die Rinde eines bestimmten Baumes (???) wird stundenlang gekocht. Die Fasern werden mit einem großen Holzhammer zerschlagen. Die Zerschlagenen Fasern werden nochmals in einem großen Bottich, unter ständigem Rühren, zerkocht. Mit einem auf Rahmen gespannten Fliegengitter werden die feinen Fasern abgeschöpft und zum Trocknen in die Sonne gelegt. Nachdem die Feuchtigkeit verdunstet ist, wird das ‚Papier‘ vom Rahmen abgezogen. Das getrocknete Papier wird nach Schablonen zugeschnitten. Vier Viertel bilden den Umfang eines Schirms
Unterdessen haben andere Frauen – es sind hier fast nur Frauen beschäftigt – aus unterschiedlichen Bambusrohren des Schirmgestell hergestellt. Sehr geschickt werden die Bambusteile zurecht geschnitten. Die Einzelteile werden durch Bänder zusammengehalten.
Auf das Schirmgestell wird des Papier gelegt, angedrückt und mit Klarlack bestrichen Dieser Vorgang wiederholt sich drei mal. Der Schirm wird an der Luft getrocknet.
Sodann machen sich die Künstler ans Werk und bemalen die Schirme mit den unterschiedlichsten Motiven. Mit Ölfarben werden Sonnenuntergänge, Dschungel-landschaften oder Unterwasserwelten auf die Schirmoberflächen gezaubert.
Ein großer Wagen mit Girlanden wird mit Schirmen ausstaffiert. In den nächsten Tagen sollte in Chiang Mai das Schirmfestival stattfinden.
Im Showroom, dem Verkaufsraum der Fabrik, waren Schirme bis zu einem Durchmesser bis 4m zu sehen. Auch andere Holzarbeiten wie Fächer und Schmuck wurden angeboten.
Nach 1 ½ Stunden finden wir uns in einer Seidenmanufaktur wieder. Wortreich wird uns erklärt wie Seide entsteht. Von den blätterfressenden Seidenraupen , dem einspinnen, der Entstehung der Kokons bis zum Auskochen derselben wurde alles gezeigt. Eine Seidenweberin schafft mit ihrem Webstuhl ca. 0,5m Seidenstoff in zweistündiger Arbeit – je nach Stärke des Fadens -.
Auch hier wieder riesige Verkaufsräume mit dem Angebot in 24 Stunden ein in Auftrag gegebenes Kleidungsstück herzustellen und ins Hotel zu bringen.
Dritter Stop an diesem Tage: Eine Silberwarenfabrik. Auch hier wurden wir wieder durch die Produktion geführt. An einer Silberschale wurden die Arbeitsschritte erklärt. Die Silberplatte wurde durch treiben mit einem Hammer zu einer Schale geformt. Der Rand wurde bearbeitet und mit kleinen Instrumenten wurde eine Gravur bzw. ein Muster eingeschlagen. Damit die Schale bei der Bearbeitung die Form behielt, wurde sie mit Pech (Teer) ausgegossen. Nach Fertigstellung wird das Pech durch erwärmen entfernt.
Anschließend wieder Showroom. Sehr hübsche Teile. Wieder nichts gekauft!
Weiter zum Juwelier. Eine riesige Werkstatt. Ca. 20-30 Arbeiter beschleifen Jadefiguren. Andere stellen Weiß- und Gelbgoldschmuck her. Sehr gut geschultes Personal.
Ein überdimensionaler Showroom folgte. Wieder sehr schöne Teile. Die Verkäufer redeten mit Engelszungen......no busines today, meinten wir. Überall wenig Touristen. Muß sich trotzdem lohnen deutschsprachiges Personal zu halten.
Nächster Halt ein Holz Handycraft-Center, Auch wieder eine sehr nette, unaufdringliche Führung.
Man erklärte uns wie man mit Blattgold und zerbröselten Eierschalen Lackschalen und andere Gegenstände in arbeitsintensiven Schritten verschönert. Trotz schöner Holzlackarbeiten kauften wir auch hier nichts. Der Besitzer macht einen ganz traurigen Eindruck. Er wollte uns laufend Discont auf seine Waren geben.
Unsere Factoryfahrt endete gegen 14.00h in Chiang Mai.
Wir trabten zum Hotel und relaxten am Pool.
Abends im Internetcafe viele Mails abgeschickt.
Auf dem Nightmarket einen kleinen Porzellanelefanten und Milleniumkravatte für Heino gekauft.
Letzter Abend in Chiang Mai. War eine schöne Zeit.
vom 18.01. bis 23.01.00
23.01.2000 Ha.
....erste Nacht in Thailand , Chantburi, nach unserem Trip durch Kamboscha.
Unsere Überlegung in diesem Hotel noch einen Tag am Pool zu relaxen, verwarfen wir zu Gunsten Pattayas......war nicht so weit.....bei all unseren Thailandreisen hatten wir Pattaya ausgespart....jetzt kamen wir daran vorbei und beschlossen uns den ‚Sündenpfuhl‘ anzuschauen.
Früh fahren wir mit dem Pick Up zum Busterminal. Am Terminal zeigt man uns den richtigen Ticketschalter und.......wir haben Glück, in einer haben Stunde fährt ein AIR-Con-Bus. Die Buskarten kosten für und 170,-Bt bei einer Fahrstrecke von 120km.
In der Front des Busses hat der Fahrer ganz liebevoll eine Miniaturlandschaft mit Bonsai und kleinen Blumen geschaffen. Über dem Rückspiegel hingen mehrere bunte Blumenkränze die meist als Tempelgabe verwandt werden. Vor Fahrtbeginn betete der Fahrer hinter dem Lenkrad mit aneinander liegenden Handflächen....vermutlich für eine gute Fahrt. Pünktlich fahren wir los. Zum Glück ist die Air-Con nicht so stark aufgedreht. Anfangs halten wir sehr oft. Überall, wo mögliche Mitreisende am Straßenrand stehen, versucht der Busbegleiter die Menschen zum Mitfahren zu überreden. So wird versucht, die bestmögliche Auslastung des Busses zu ermöglichen. Bald ist der Bus fast voll und die Fahrt geht auf guter Straße rasch weiter. Wir fahren durch die Kreisstadt Rayon.
Gegen 13.00h die ersten Hotelburgen von Pattaya; sehr viele Hochhäuser. Wir nehmen an, daß der Bus zum zentralen Busterminal fährt......Pustekuchen....fahren auf der Hauptstraße fast schon zum nördlichen Ortsausgang.....der Fahrer macht uns darauf aufmerksam.....wir können uns schlecht mit ihn unterhalten...also steigen wir an der Hauptstraße aus. Es wird wieder etwas schwierig. Weit und breit kein Taxi oder Tuk Tuk. Heino spricht auf der Straße einen PKW-Fahrer an und kann ihn überreden uns für 80,-Bt - ein viel zu überhöhter Preis – zu einem Hotel in der Nordstadt zu bringen. Als der Fahrer sieht das wir zur Zeit mit Gepäck sind erhöht er den Preis auf satte 100,-Bt. Mangels Konkurrenz hatten wir keine Chance zu handeln...sind sogar froh so schnell zum Hotel zu kommen. Bald sind wir im Sunshine Hotel. Es ist stark ausgebucht. Im Empfang große Hinweise auf deutsche Reiseveranstalter. Wir haben Glück und bekommen zunächst für zwei Tage ein Zimmer. Zimmerpreis 900,-Bt/Tg. Zimmer sind ganz ordentlich.....aber viele nervige, deutsche Pauschaltouristen. Heino und ich erwischen noch eine Liege am Pool und relaxen für den Rest des Nachmittags.
Abends bummeln Heino und ich an den Bars und Geschäften entlang. Gleichzeitig suchen wir für die nächsten Tage eine neue bezahlbare Unterkunft. Nach ein paar erfolglosen Gesprächen in einigen Hotels – alles ausgebucht -, können wir in einer Nebenstraße im East Sea Resort einen Bungalow bekommen. Die Anlage wird von einer Chinesin geführt. Sie vermietet ältere und neuere Bungalows. Jedes Bungalow hat Dusche/WC, ist gut möbliert, sauber und hat eine Terrasse zum Swimmingpool. Wir entscheiden uns für einen älteren Bungalow. Sie sind preiswerter. Warum ist mir nicht ganz klar, denn die Ausstattung ist die gleiche. Mit der Besitzerin handeln wir den Tagespreis auf 950,-Bt incl. Frühstück aus. Wir wollen am nächsten Tag umziehen.
So haben wir diesen Tag erfolgreich beenden können.
Schließlich gewann Heino den Kampf mit einem Kartentelefon und telefonierte mit seinem Vater. "Alles in Ordnung zu Hause!"
24.01.00 –Hei
Gegen 08.00h beim Frühstück. Sehr gut! Mit allem Drum und Dran.
Sitzen auf der Frühstücksterrasse, umgeben von Palmen, in der Morgensonne und lassen uns richtig Zeit.
Kurz nach 10.00h im Bungalow im East Sea Resort.
Den ganzen Tag am Swimmingpool relaxt. Von Allem etwas: gesonnt, gelesen, geschwommen.........gefaulenzt!
Am Spätnachmittag Spaziergang an der Strandpromenade, die sich um die ganze Bucht zieht. Anders wie in den Prospekten dargestellt, ist hier nur ein schmaler Strandstreifen vor der Hauptstraße vorhanden. Dahinter Großhotel an Großhotel. Ein Glück waren wir in dieser abgeschiedenen Bungalowanlage.
Wir liefen weiter auf der Strandpromenade in Richtung Süden. Allerlei fliegende Händler sprachen uns an. Bis zur ‚City‘ war es ziemlich weit.....hätte ich nicht gedacht!
In der Dämmerung beschließen wir den Rückweg anzutreten. Durch eine Seitenstraße, hier ähnelt es stark ‚St. Pauli‘.
In einem Foodcenter, nahe unserem Hotel, aßen Hannelore und ich zu Abend. Es gab Reis, Huhn, Cashewnüsse mit Gemüse. Als weiteren Gang bestellten wir Frühlingsrollen. Alles sehr schmackhaft.
Dann ab in’s Internetcafe. Die gab es hier an jeder Straßenecke zu unterschiedlichen Preisen. Unser Onlinepreis 1,-Bt/min. Ich mußte zunächst ein bisschen mit der englischen (asiatischen???) Tastatur kämpfen. Die vertauschten Tasten ‚Z‘ und ‚Y‘ haben mich dabei nicht so außer Tritt gebracht wie die völlig andere Anordnung der Sonderzeichen. Nach 30 Minuten hatten wir dann endlich etliche Mails an Freunde und Bekannte abgesetzt......statt Postkarten
Haben versucht bei Thaiwhisky den Abend auf unserer Bungalowterrasse zu genießen.........war aber ein bisschen mückig...........also, im Bungalow den Restabend verbracht.
25.01.00 – Ha
Um 07.00h schwimm ich schon ein paar Runden im Pool. Kein Mensch wach!
Bis Mittags am Pool gelegen und relaxt. Endlich kommen wir mal dazu die mitgebrachten Bücher zu lesen.
Mittags bummeln wir über die Strandpromenade zur City – Pattaya mitte -.
In der Bucht liegen viele Boote. Nach 40 minütigem Fußmarsch sind wir in Pattaya City. Wir haben Hunger. Finden kein vernünftiges Lokal und ziehen uns bei Mc Donald einen Hamburger rein. War natürlich nichts Vernünftiges ......aber half weiter. In einem großen Kaufhaus finden wir einen Optiker, der nach Arztrezept aus Deutschland, neue Gläser in Heino’s Brille machen kann....mit Gleitsichtglas und natürlich auch selbsttönend! Wir einigten uns über den Preis. Am Samstag um 18.00h soll sie fertig sein.
Auf dem Rückweg durch eine schmale Gasse, laden wieder viele Go-Go-Girls ein. Überall Bars, wo man auch hinschaut.
Gegen 16.00h geht ein wahrer Wolkenbruch nieder. Hannelore und ich stellen uns bei einem indischen Schneider und Textilhändler unter. Er bittet uns in seinen Laden und möchte am liebsten gleich Maß nehmen. Wir lehnen ab......"kein Geld!"...er bleibt trotzdem freundlich und wir dürfen bleiben. Eine halbe Stunde schüttet es wie aus Kübeln. Die Straße verwandelt sich in einen Flußlauf. Die Kanalisation kann das Wasser nicht fassen. Der indische Geschäftsmann holt seine Präsentationsstücke, die unter der Markise stehen, in den Laden.
Dreissig Minuten später lacht wieder die Sonne. Die Luft ist angenehm rein. Schwüle, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit läßt uns schwitzen.
Abends können wir unsere schöne Bungalowterrasse wegen der Moskitos nicht nutzen.
Wir schauen im Fernsehen die CNN-Nachrichten.
26.01.00 – Hei
Bis Spätnachmittag am Swimmingpool
Spaziergang am Nordstrand. Auch hier ist der Strand sehr schmal und nicht besonders attraktiv. Zu Fuß am Strand in nördliche Richtung weiter. Hier dicht an dicht Liegestühle am knappen Strand – der Mensch scheint doch ein Herdentier zu sein! -. Dazwischen kleine Garküchen für den Hunger zwischendurch. Zur Landseite Steilküste.
Nördlicher, hier einige Hotelhochhäuser, wurde der Strand breiter...und zunächst auch noch von Fischern genutzt......hier konnte man schon ‚Strand‘ sagen......an den Hotelburgen wurde dieser auch von den Hotels in Anspruch genommen.
Durch eine große Anlage gingen Hannelore und ich wieder hinauf zur Straße..........und kamen durch Zufall am Stayrerhaus vorbei, das in unserem Reiseführer als gutes österreichisches Speiselokal (Heimwehkranke??) ausgewiesen war. Also hin.......Es wurde von einem österreichischem Paar bewirtschaftet. Das Haus hatte 16 Zimmer. Nur deutsche/österreichische Gäste. Es machte einen guten Eindruck. Die bedienenden Thaimädel in ihrem Dirndl wirkten verkleidet. Die Speisekarte war ‚urdeutsch‘......und natürlich auch die Preise. Also beschlossen wir für guten Geldeinsatz etwas zu trinken und auf das Essen zu verzichten. Hannelore bekam eine Weinschorle und ich ein kleines, gezapftes Bier. Zu bezahlen waren nur 120,-Bt........was so manchem die heimatliche Umgebung wert ist!!!!!!???????
Weiter oben, an der Hauptstraße, kauften wir von einem Händler eine ganze Rispe zuckersüßer Bananen für 20,-Bt und stillten damit unseren Hunger.
Später aßen wir an einer Garküche zu Abend. Reis mit Huhn und Gemüse, dazu ein großes Bier.
Auf den Weg zum Hotel kauften wir in einem Kaufhaus Moskito-Kolts (Räucherspiralen gegen Mücken).Haben sie abends auf unserer Terrasse räuchern lassen und zwei Stunden den Moskitos getrotzt.....es war ein so schöner Abend.....rundherum beleuchteten Lampen die Bungalowanlage mit Swimmingpool........ganz toll...aber auf Dauer quälten uns doch die angriffslustigen Moskitos und wir zogen uns in das Bungalow zurück.
27.01.00 – Ha
Ich gewöhne mich daran um 07.00h auf nüchternen Magen schwimmen zu gehen. Der Pool wird um diese Zeit noch vom Reinigungspersonal auf Vordermann gebracht. Auch tagsüber sind ein bis zwei Angestellte damit beschäftigt die Blätter um und im Pool zu entfernen. Die Chefin hat alles gut im Griff und kontrolliert laufend.
Am frühen Abend wieder ein kleiner Bummel durch Neben- und Hauptstraßen. Anschließend Fischessen.
Haben heute beschlossen, morgen ins Alcarzar zu gehen, um eine Transvestitenshow zu sehen. Am Tag werden in diesem Theater 3 Shows von 1,5Std. gegeben. Entsprechende Touristenströme werden mit Bussen angekart.
Noch zwei Tage am Pool faulenzen, dann wollen wir weiter.
28.01.00 – Hei
Ganzen Tag am Pool gefaulenzt.
Um 17.00h Karten zur Travestieshow im Alcarsar besorgt. Beginn 19.00h. Haben noch genug Zeit vorher zu Abend zu essen. Es gab ganz tolle, dicke, Nudelsuppe in einer Garküche.
Gegen 18.30h wieder im Alcarsar-Theater.
Im Foyer bekamen wir zunächst eine Cola....im Eintrittspreis enthalten.
Allmählich kamen ganze Reisegruppen. Wie es aussah, hauptsächlich Koreaner und Taiwanesen.
Nachdem wir auf guter Bestuhlung Platz genommen hatten, fing die Show mit großem Getöse an. Von Travestie keine Spur. Leihenhafte Tänzer und barbusige Tänzerinnen mit Playbackgesang. Das Ganze dauerte etwas über eine Stunde und war eher mittelmäßig.......und dafür viel zu teuer (600,-Bt/Pers).....aber den Mitbesuchern (Koreanern, Taiwanesen) hat es gefallen, wie man an den vielen Blitzlichtern und Ablaus sehen und hören konnte.
Nach der Show wurden draußen vor einem großen Springbrunnen fleißig Fotos von Publikum und Darstellern gemacht.
Abends von unserer Terrasse den sternklaren Himmel beäugt.........natürlich mit Moskito-Kolts.
Früh ins Bett.
29.01.00 –Hei
Heute ist es bei ca.28°C den ganzen Tag bewölkt. Vielleicht ganz gut für unsere Haut. Bis abends am Pool.
Zu Fuß in die City Heinos Brille vom Optiker holen und Geld tauschen
Die Brille paßt super und die Gläser sind sauber eingesetzt.
Wir gehen in ein nettes Fischlokal. Die Speisekarte zeigt Preise, die um einiges höher sind wie in unseren bekannten Garküchen. Wir bestellen Skrimp süß-sauer und gemischtes Seafood mit Gemüse. Leider nur insgesamt 5 Garnelen dabei....aber schmeckt super!
Am späteren Abend ziehen wir nochmals mit der Filmkamera los um einige Nachtaufnahmen von Pattaya zu machen.
Zum Tagesabschluß noch ein Bier auf unserer Terrasse.
Dann unser Bündel gepackt..........morgen geht es weiter..........
30.01.00 –Hei
Um 07.00h kommt Hannelore von Swimmingpool und wir gehen Frühstücken. Bald danach haben wir alle Formularien – Rechnung bezahlt, Safe aufgelöst – erledigt.
Hannelore und ich haben Glück und bekommen vor der Anlage einen Pick Up zum Busterminal Pattaya.
Kurz nach 09.00h fahren wir mit dem AIR-Con-Bus in Richtung Bangkok.
Ankunft im Oestern-Busterminal Bangkok gegen 11.00h.
Es bieten sich sofort diverse Taxifahrer an uns weiter zu fahren. Nach einiger Fragerei bekommen wir heraus, wo die Bushaltestelle ist.
Wir fahren mit dem Linienbus 11 mitten durch Bangkok zum Southern-Busterminal.
Wundern uns, daß so wenig Verkehr und kein Stau ist......bis uns einfällt, daß heute Sonntag ist.
In 45 Minuten geht es zügig durch Bangkok.
Die Hauptstraßen sind mit riesigen Betonbahnen in 10m Höhe gedeckelt. Das ist die neue Stadtautobahn und auch Stadtbahn. Beides wurde in jahrelanger Bauarbeit erstellt, um endlich die ständige Rushhour in Bangkok zu beenden. Alles in allem ein Wunder der Technik, aber Bangkok wurde ziemlich verbaut.
Alles ging wie am Schnürchen. Um 12.00h saßen wir schon im Schnellbus in Richtung Süd-Thailand.
Unser heutiges Ziel Cha Am.
Auf vierspuriger Autobahn fuhren wir zügig nach Süden.
Zunächst vorbei an vielen Salzgewinnungsbecken im Süden Bangkoks.
In Petchburi sahen wir alte Tempel auf einem Berg und erinnerten uns an einem STOP in Petchburi, als wir diesen , unter den listigen Augen vieler Affen, besuchten. Das muß so 1985 gewesen sein.
Gegen 15.30h spukte uns der Bus an der Hauptstraße von Cha-Am aus. Hannelore sah im Reiseführer auf die Stadtskizze........ca. 2km zum Strand und den Hotels. Ein Taxi wurde uns für 100,-Bt angeboten.........und wir lehnten es als viel zu teuer ab......vielleicht ein Fehler!.........es war keine andere Fahrgelegenheit – Bus oder Sampler um zum Strand zu bekommen.
Also schulterten wir unser Gepäck und ab..........per Pedes............nach 1000 Metern war es gar nicht mehr so toll...........aber wir hatten ja Ehrgeiz!
Am Strand fragten wir im Land Mark Hotel nach dem Zimmerpreis. Man reduzierte schnell auf 1000,-Bt/Tg und wir schauten uns das Gemach an. Großes Hotel –720 Zimmer -, nichts los, aber tolle Ausstattung! War gebongt!!
Mittagessen in einem Straßenrestaurant.
Strandspaziergang. Naturstrand so weit das Auge reicht. Kaum Touristen. Einige Thailänder am Strand. Hier sollten, wie man uns sagte, hauptsächlich die Thais aus Bangkok am Wochenende bevölkern. Die Touristenhochburg war mehr in Richtung Hua Hin, einige Kilometer südlich.
Da wir den nächsten Teil unserer Fahrt gern mit dem Zug weiterreisen wollen, gingen Hannelore und ich abends zur Railway-Station um uns über die Fahrzeiten zu informieren.
Unser nächstes Ziel sollte Chumphon sein. Der Bahnhofsvorstand, ein netter uniformierter Thai zeigte auf eine Kreidetafel und erklärte: Ein Bummelzug fährt täglich am 11.26h in Cha Am ab und ist um 17,25h am Ziel. Ich wollte gern diese Fahrt in der 3.Klasse machen, um einmal richtig unters Volk zu kommen.
Auf dem Rückweg zum Hotel im Supermarkt Bier und Plätzchen gekauft, damit wir in unserem Hotel nicht auf die teure Minibar angewiesen sind.
Geduscht. Bis morgen.
31.01.00 –Ha
Wunderbar und lange geschlafen.
Das Frühstücksbüffet sehr gut. Außer den üblichen Angeboten wie Gebäck, Croissants, Toast usf. gab es auch Reis, Nudeln, Fisch und Gemüse, also warmes Essen zum Frühstück. Außer Rührei und Würstchen war das für Heino noch zu früh. Ich probierte immer die ganze Palette
Ganzen Vormittag Spaziergang am Strand. Von Nord nach Süd.
Wenig Menschen am Strand. Viele unbenutzte Liegen. Einige Thaimädchen hatten sich eine Banane (2m lange Gummiwurst mit Halteschlaufen) gemietet und wurden mit einem Motorboot kreischend über das spiegelblanke Meer gezogen.
Wir begegnen am Strand eine riesige , angeschwemmte Qualle. Ca. 1m Durchmesser. So etwas hatten wir noch nicht gesehen. Es ist Flut. Nach ca. 10 Minuten schwimmt sie wieder im Meer.
Ab Mittag liegen wir am Hotelpool. Es ist sehr windig geworden. Einen Sonnenschirm hat es schon in den Pool geweht. Wir sind scheinbar die einzigen Gäste, außer ein Paar Bankleuten im Konferenzraum, in diesem riesigen Hotel. Ich kann in Ruhe mein Buch lesen und werde nicht abgelenkt. Heino findet es ein bisschen ungemütlich, so menschenleer.
Am Nachmittag ein langer Spaziergang die Strandstraße entlang. Wir finden im südlichen Stadtabschnitt ein Busterminal. Busse fahren von hier nach Bangkok. Erkundigen uns über die Möglichkeit mit dem Bus nach Chumphon zu fahren. Jede halbe Stunde ab Haltestelle Hauptstraße, erklärte man uns.
Abendessen in einem kleinen Restaurant. Durst........mit zwei großen Bier gelöscht. Als Vorspeise gab es Garlicbrot (Knoblauchbrot). Hauptgericht Nudel mit Saefood und Schwein. Zum Nachtisch zwei Bananen.
Heino und ich planen nochmals unsere morgige Fahrt. Kommen überein nicht mit dem Zug zu fahren, da wir von Chumphon-City nochmals einige Kilometer zum Strandhotel zurücklegen müssen. Wir wollten nicht im dunkeln fahren......also das schnellere Verkehrsmittel, den Bus. Eigentlich Schade!!
01.02.00 – Hei
06.30h Frühstück. Lassen einige Croissants und Rührkuchen als Reiseproviant im Rucksack verschwinden.
07.30h haben wir unseren Safe aufgelöst und die Hotelrechnung bezahlt. Mit dem Taxi lassen wir uns zum Busstop an der Hauptstraße bringen. Jetzt kostet die Fahrt 50,-Bt
Mit dem nächsten Bus können wir bis zum Busterminal Hua Hin fahren. Dort kaum 10 Minuten Wartezeit und schon geht es weiter mit dem Direktbus nach Chumphon.
Die Fahrt über die autobahnähnliche Straße ging schnell voran. Zum ersten mal erlebten wir eine Fahrkartenkontrolle in Thailand.
12.30h Ankunft Busterminal Chumphon.
Hatten zunächst Schwierigkeit das Sammeltaxi zum Thung Wua Laen Beach (16km nördlich der Stadt ) zu finden. Die Stadtskizze im Reiseführer entsprach nicht ganz den räumlichen Ortsverhältnissen. Selbst fragen bei einigen Händlern brachte keine Information für uns. Auch der Lageplan half nicht weiter....man verstand uns nicht.
Mit zwei Moped-Taxi lassen wir uns schließlich zur Songthaew- (Sammeltaxi)stelle bringen. Hätten wir nie gefunden!!!
Gegen 13.30h stiegen wir am Thung Wua Laen Beach aus der Sammeltaxi. Vor uns lag das Hotel Chumphon Enbana Resort. Lassen uns dort Zimmer und Bungalow zeigen. Hannelore und ich entscheiden uns für ein Zimmer mit AC, Du/WC. Weil wir mit Loose Reiseführer angereist waren bekomme wir noch 100,-Bt/tg Discount.
Die Anlage machte einen ganz guten Eindruck. Liegt im Grün eingebettet an einem breiten, tollen Strand..........nur es ist sehr windig.......der Jahreszeit an der Ostküste entsprechend! Es eignet sich der Strand also nur zu Wanderungen.
Nachmittags liege wir am Pool......sehr groß, mit Liegen und Sonnenschirmen. Durch die Hoteldeckung zum Meer ist es hier fast windstill....leider machen uns Mücken (kaum zu sehen) oder anderes Stechtier das Leben schwer.
Zum Sonnenuntergang Thaiwhisky mit Cola auf unserem Balkon.
Abendessen im Restaurant Es gab Barakuda-Fischfilet mit Reis und Gemüse. Der Preis war moderat.
Nachdem Abendessen zu einer Bude an der Straße. Wasser zum Zähne putzen gekauft.
02.02.00 –Ha.
Lange geschlafen. Bin zu faul um heute auf nüchternen Magen schwimmen zu gehen....oder liegt es an den Steckmücken die uns gestern am Pool gepiesackt haben?? Ich kann ca. 20 quaddelige Stiche mit gar nicht so kleinen Schwellungen feststellen. Heino hat nicht viel weniger.
Nach ausgiebigem Frühstück legen wir uns doch wieder an den Pool. Am Meer ist es zu windig.
Bis Mittag werden wir relativ wenig vom Mücken belästigt. Wir sind nur 6 Personen am Pool......also Ruhe und Relaxen.
Gegen 14.00h haben uns die lieben kleinen Stechtierchen vertrieben. Haben überall neue Quaddeln. Die Schwellungen jucken immer mehr.
Wir beschließen am Meer spazieren zu gehen. Heute war es nicht ganz so windig wie gestern. Es ist sehr schön. Es ist gerade Ebbe. Weit und breit kein Mensch. Es gab ein paar Unterstände am Strand für Einheimische. Weiter nördlich ein paar verlassen wirkende Bungalows......sonst nichts.
Abendessen in einer kleinen Bude an der Hauptstraße. Es gab Krabben mit Reis und Gemüse. Sehr gut! Die Flasche Bier war noch nirgendwo so billig gewesen wie hier; 45,-Bt.
Abends auf dem Balkon besprechen Hannelore und ich unsere weitere Reise.
Wollen morgen nach Krabi an die Westküste fahren.
Gehen früh ins Bett, da wir früh losfahren wollen.
03.02.00 –Hei
07.00h beim Frühstück
Wir sind die Ersten. Das Büfett wird gerade aufgebaut.
Haben über Nacht am ganzen Körper Quaddeln von den Mücken bekommen, die scheußlich jucken.
Das gute Frühstück entschädigt uns ein bisschen.
Gegen 08.00h werden wir mit dem Resort-Bulli nach Chumphon zum Busterminal gebracht. Können fast übergangslos in den AC-Bus nach Hat Yai (malaiische Grenze) umsteigen.
Wollen mit diesem Bus bis zur Kreisstadt Surat Thani fahren und von dort mit einem anderen Bus nach Krabi fahren. Die Verständigung am Bus über das Fahrziel lief mit Händen und Füßen.....und Landkarte. Man verstand kein englisch.
Nach anfänglich vielen Stops, rasten wir den vierspurigen Highway (41) nach Süden.
Die Annahme, daß der Bus zum Busterminal Surat Thani fahren würde erwies sich als falsch. Wir fuhren weiter den Highway 41 herunter an Surat Thani vorbei. 60km später hielt der Bus an einer Kreuzung und der Busbegleiter wies uns an, hier auszusteigen. "Bus Krabi", hieß es.
Mit unserem Gepäck wanderten wir bis zur Querstraße, die nach ‚Sonnenstand‘ nach Krabi führen mußte.
Bei einem Kautschuk Händler – es wurden gerade ein Klein-LKW von Rohkautschuk-matten ausgeladen -–erkundigten wir uns nach dem Bus. ‚Ja, wir sollten hier warten, der Bus käme hier vorbei‘, deutete man uns. Die Leute waren so freundlich und stellten uns zwei Plastikhocker auf die Straße.....es schien also zu dauern!
Nach einer halben Stunde Wartezeit sprach uns ein Moped-Taxi-Fahrer an. Man erkennt sie an den gelben Westen mit großer Nummer auf dem Rücken. Er gesellte sich zu uns und versprach den Bus anzuhalten, als er wußte wo wir hin wollten. Er erzählte, daß er bis vor zwei Jahren in Bangkok für Touristen tätig gewesen war und wußte auch noch ein paar deutsche Brocken wie.....Helmut, Günter.....langsam, langsam.......u.a.
Nach dreiviertelstündiger Wartezeit, es muß so gegen 13.00h gewesen sein, nahm uns ein ‚normaler‘ Bus auf.
Auf Nebenstrecken, über die Dörfer Thon Nua und Nam Dam, fuhren wir nach Krabi.
Vom Busterminal trafen wir in Krabi-City kurz nach 15.00h an. Wir hatten Glück und konnten noch schnell in einer Bank Reiseschecks wechseln.
Mit einem Songthaew fuhren wir weiter zum Ao Nang Beach, 18km nördlich von Krabi-Town.
Die Anlage, die wir uns ausgekuckt hatten, hatte ein Preisniveau, das wir von Thailand gar nicht gewohnt waren. Zimmer jenseits von 2500,-Bt (150,-DM/Tg) ohne Frühstück. Wir lehnten dankend ab, durften aber unserer Gepäckt dort deponieren, um uns eine andere Bleibe zu suchen.
Hannelore und ich klapperten einige Anlagen und Hotels ab........und fanden schließlich einen Chinesen, der uns in einem Reihenhaus eine Dachwohnung für 1000,-Bt/Tg anbot. Ein anliegender Swimmingpool durfte auch mitbenutzt werden......sah alles ganz gut aus........also holten wir unsere Sachen und zogen hier ein.
Abends Fischessen in einem Straßenlokal.
Feststellung: Das Preisniveau war hier entschieden höher, als wir es in Thailand gewohnt waren. Touristenhochburg?????
Müde ins Bett gekrochen.
04.02.00 –Ha.
Sauschlecht geschlafen. Liegt wohl am dicken Kopfkissen. Fühle mich wie gerädert! Habe mir wohl gestern im Air-Con-Bus wieder eine kleine Kiefernhöhlenentzündung geholt. Die Klimaanlagen in den Bussen sind meist zu kalt eingestellt, so daß sich die Thai dicke Jacken anziehen. Heino hatte Papiertaschentücher in die Lüftungsdüsen gesteckt......es half ein bisschen......aber eben nicht ganz.
Frühstück in einer Bäckerei. Seit langem mal wieder Bananenpfannkuchen mit Honig. Dazu Tee und eine gemischte Obstplatte. Habe keinen großen Appetit.
Am Morgen zwei Stunden Sonnenbaden am Pool. Noch ist es nicht zu heiß. Der Pool wurde von zwei Monaten gebaut, erklärte der Vermieter. Sehr schön zwischen den Reihenhäusern angelegt, wird aber noch rundherum am Umfeld des Pools gearbeitet.....hatten wir auch noch nicht erlebt....mitten in einer Baustelle gesonnt. War aber auszuhalten, da die Handwerker nicht allzu laut waren.
Gegen Mittag ein Strandspaziergang. Der Strand ist hier ca. 1,5 km lang und wird rechts und links durch hohe Felsen begrenzt. Viele Lontailboote liegen im Meer und warten auf Mitfahrer zu den vorgelagerten Inseln, um dort zu schwimmen oder zu tauchen. Der Ausblick ist fotoristisch. Ringsherum steile bewachsene Felsen. Auf dem Strand keine Liegen, so daß die Sonnenanbeter auf ihren Handtüchern oder mitgebrachten Bastmatten liegen.
Ich bin irgendwie kaputt. Lege mich mittags ins Bett und schlafe fast 3 Stunden fest durch.
Am Spätnachmittag wieder an den Pool. Die Mittagshitze ist vorbei und es läßt sich gut in der Sonne aushalten. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang. Schnell an den Strand genießen wir die letzten Sonnenstrahlen über dem Meer. Die Sonne geht mit rötlichem Schein unter....Heino filmt.
Abendessen in einem idyllischen Fischlokal am Meer. Wir haben uns vom frisch gefangenen Fisch ein Filet vom Blue Marin (Schwertfisch) ausgesucht. Das Essen war Supergut.
........mal sehen wie die Nacht wird. Um 0.00h heute Nacht beginnt das chinesische Neujahr. Heute Nachmittag ist die Großfamilie unseres Vermieters (Chinese) angereist .....und schon einige Böller losgegangen.
05.02.00 – Hei
Hannelore hat wieder gut geschlafen und es geht ihr besser. Das chinesische Neujahrsfest haben wir verschlafen. Die chinesische Großfamilie um uns, muß sich ganz schön zurückgehalten haben.
Bis Mittag am Swimmingpool relaxt. Danach ausgedehnter Strandspaziergang mit Bad im Meer.
Mittagspause auf unserem kleinen Balkon im Schatten. Es gab Kuchen mit Cola vom Bäcker. Hannelore und ich haben eine Runde Karten gespielt.
Am Nachmittag wieder am Pool. Hier war die gesamte chinesische Kinderschar versammelt. Insgesamt 12 Kinder zwischen einem und zehn Jahre tollten um den Pool. Waren alle ganz wilde Wasserratten.....war putzig anzusehen. Unterhielten uns mit ein paar Eltern über das Neujahrsfest, die Kinder , unser und ihr Zuhause.
Abends zum Meer. Es war gerade Ebbe. Mußten etwa 200 m weit ins Meer waten um schwimmen zu können. Jetzt kamen auch große, schwere Longtailboote von den Inseln zurück. Der Antrieb, ein großer LKW Motor mit langem Schraubengestänge, faszinierte mich immer wieder. Der starke Motor machte die schmalen Boote extrem schnell. Gesteuert wurden die Schiffe indem der ganze Motor mit Schraubengestänge geschwenkt wird.
Nachher beobachten wir wieder den Sonnenuntergang am Meer. Die abendliche Stimmung war phänomenal. Der Sonnenuntergang wurde getrübt durch Schleierwolken am Horizont.
Abends wieder Essen im Seafoot Restaurant am Meer – wie am Vorabend - .
Ich bemühe mich die abendliche Atmosphäre mit der Videokamera einzufangen. Gerade die vielfältigen und exotischen Fischauslagen sind faszinierend. Von Muscheln, Krabben, Garnelen, Lobster über kleinere Fische, bis zu ganz großen wie Schwertfische oder Thunfisch, war alles fangfrisch zu bestaunen.
Wir bestellen, nach ausgiebiger Auswahl, Barakuda mit Knoblauch. Dazu Rei und Gemüse. Ein Genuß!!!!!
Später auf unserem Balkon noch ein Bier.............
..........müde vom Nichtstun ins Bett.
Morgen geht’s weiter.
06.02.00 –Ha.
Früh auf.
Die Suche nach einem Frühstück war morgens um 07.00h recht schwierig am Ao Nang Beach. Alles schlief noch. Nichts zu machen. Einige wenige Restaurants machen erst um 08.00h auf.
07.30h Check-Out in unserer Unterkunft und Fahrt mit dem ersten Sammeltaxi nach Krabi-Town. Waren fast 50 Personen im großen Sammeltaxi. Nach halbstündige Fahrt. Umstieg in Krabi-Town in ein kleineres Sammeltaxi, daß uns fast allein zum Busterminal am Stadtrand brachte. Konnten gerade noch auf den Bus nach Phuket aufspringen.........und schon ging es weiter. Da wir noch nichts zu Essen bekommen hatten, mußten Hannelore und ich uns zunächst mit dem mitgebrachten Wasser begnügen.
Heute war die Air-Con des Busses zum Glück nicht so kalt eingestellt. Wir zahlten für die Busfahrt 260,-Bt.
Unterwegs sehr viele Kautschuk- und Ananasplantagen. Wahnsinnig schön die Landschaft. Immer wieder steil hervorstehende Felsen mit sattem Grün. Fahren angenehmes Tempo und halten sehr oft an, um neue Fahrgäste aufzunehmen.
Nachdem wir 90 Kilometer zurücklegten, hielten wir im Busterminal Pang Nha. – Von Pang Nha werden die meisten Bootsfahrten in die gleichnamige Buch gemacht. Sehr schön. –
Hier machte der Bus eine Pause, so daß wir uns etwas Eßbares kaufen konnten. Ich fand einen Stand mit kuchenähnlichem Gebäck. Ich kaufte dort Hefeteilchen die mit grüner Paste gefüllt waren und etwas gewürzkuchenartiges, Das war unser Frühstück. Es schmeckt ganz gut und sättigte fürs Erste.
Weiter ging die Fahrt in Richtung Phuket. Kurz vor Phuket wurde die Hauptstraße immer noch ausgebaut; wie schon vor zwei Jahren. Aber die Brücke, die die Halbinsel Phuket mit dem Festland verband, war schon vierspurig ausgebaut. Gegen 12.30h erreichten wir das Busterminal Phuket.
Beim Aussteigen wurden wir sofort von einem "Guide" angesprochen, der uns ein Taxi für 10,-Bt in die Stadt besorgen wollte........war alles nur Show....er hatte gar kein Auto. Wir ließen ihn stehen und fanden etwas weiter ein Taxi das uns in die City brachte. Wir aßen zunächst bei einem Chinesen Nudelsuppe zu Mittag. Von dort fuhren wir mit einem offenem Bus zum Patong Beach.
Bisher lief alles ganz wunderbar und problemlos.
Super, wir sind schon gegen 14.30h in dem Hotel, in dem wir schon vor zwei Jahren waren. Jetzt die Enttäuschung....es ist viel teurer geworden.....und nur ein Zimmer für zwei Tage frei. Wir lassen unser Gepäck stehen und machen uns auf die Suche nach einer anderen Bleibe.....genug Hotels waren ja hier vorhanden.....so dürfte es wohl nicht schwierig sein.....
Der Durchschnittspreis für etwas bessere Unterkünfte belaufen sich auf ca. 2000,-Bt/Tg ...sauteuer......in manchen Hotels steigen die Preise für die Übernachtung bis auf 3500,-Bt......zudem alles ausgebucht!!!
Endlich finden wir ein Zimmer für 2 Nächte, sagen aber noch nicht zu weil wir noch in Kao Lak – im Norden von Phuket - anrufen wollen, ob noch ein Bongalow frei ist. Wir lassen in Koa Lak anrufen....alles voll!!
Nach zweieinhalb Stunden Suche, sind wir ziemlich mürbe. Nehmen unser Gepäck um das Zimmer im Paradies für die nächsten zwei Tage zu belegen......war gerade vermietet worden....so‘n Mist!!!
Im Nachbarhotel sollen wir zunächst ein Zimmer für einen Tag bekommen.....dann plötzlich geht es doch länger und wir ziehen in ein Bungalow ein. 17.00h.
Die Anlage ist ganz nett. Die Bungalows liegen zwischen Palmen und großen Farnen versteckt wie in einem Urwald. Sehr ruhig und idyllisch.
Abendessen in einem Footstall. Es gab Babyhai mit Garlic (Knoblauch) und Reis. Das Fleisch viel weicher wie Baracuda oder Blue Merlin und hat einen undefinierbaren Nachgeschmack.
Wir tranken noch etwas auf unserer Bungalowterrrasse. Mittlerweile ist es 22.30h..relativ spät für uns....
Gute Nacht.
07.02.00 – Hei
Morgens um 08.30h..........
........lange nach einer Möglichkeit zum Frühstücken gesucht.
Es gab in unmittelbarer Nähe unseres Bungalow-Resorts etliche Frühstücksangebote – auch in unserem Restaurant -, aber die lagen bei über 100,-Bt/Pers und waren uns erheblich zu teuer.
Schließlich fanden wir eine Bäckerei die schon geöffnet hatte. Dort bestellte ich Donats und Hannelore ein Brötchen. Dazu zwei Tee. Für die Teilchen hatten wir den Preis erfragt...aber leider nicht für den Tee.......und gerade dieser sollte 40,-Bt (!!!!) pro Tasse kosten.........naja, selbst schuld!
Den Morgen am Swimmingpool in unserer Anlage verbracht....war sehr schön in’s Grün der Anlage eingepaßt. Hin und wieder leisteten uns Pfauen, die in der Anlage frei herumliefen, Gesellschaft.
Gegen 14.00h mit dem Sammelbus nach Phuket Town gefahren. Bei der Thai Airways ohne Probleme die Flugkarten nach Bangkok für den 13.02.00 gekauft. Abflugzeit 10.50h Phuket Airport.
Hannelore hat noch kurz einen Friseur heimgesucht und sich die Haare relativ kurz schneiden lassen.
In einem kleinem Restaurant an der Hauptpost, das wir von früher kannten, aßen wir Seafoot mit Reis.
Auf dem Markt in Phuket haben wir einige Pfunde Litschis gekauft.
Am Spätnachmittag mit dem Sammelbus zurück zum Phaton Beach.
Ein Spaziergang in der Abenddämmerung am Strand schloß sich an. Im Kaufhaus noch einige Getränke für unsere Minibar eingekauft.
Abendessen im Footstall. Da wir am Nachmittag schon in Phuket gegessen hatten, gab es für uns lediglich eine Nudelsuppe mit Fleischklößchen.
Auf dem Rückweg zu unserem Resort ein Lokal gefunden, das Breakfast für 80,-Bt/Pers. anbot.
Früh ins Bett.
08.02.00 –Ha.
Nach ca. 10,minütigem Fußmarsch, vorbei an Straßenbars in denen die Spuren der Nacht beseitigt wurden, in dem Lokal an der Rat Unit zum Frühstück . Amerikan Breakfast mit Omelett und großem Obststeller.........recht gut und ausreichend!
Ein langer Spaziergang von ca. 1,5 Stunden am Meer, mit Pausen zum schwimmen, folgte
Mittags liegen wir im Schatten von Bäumen am Pool in unserer Anlage. Am Spätnachmittag wieder ausgedehnter Spaziergang am Meer.
Abends essen wir in einem ganz neuem Footstall – Halle-. Leider hat nur eine der Garküchen geöffnet. Das Essen, das wir bekommen ist sehr geschmackvoll.
Auf dem Weg zu unserem Resort Tropika müssen wir wieder durch das Barviertel mit den Anemierdamen. In einem Lokal sind einige junge Damen die "Table dance" und "Strip" machen. Das ganze ist gut von der Straße zu sehen......hier ist natürlich der Bär los! Die Passanten auf der Straße bleiben auf dem Bürgersteig stehen, um sich die Show anzusehen.
Mit dabei sind auch Thais, die den Passanten Schlangen um den Hals hängen, um dann die sogenannten "Erinnerungsfotos" zu machen.........da sind sie bei mir ja gerade richtig.....ich flüchte natürlich mit Gänsehaut.
Ebenso sind manche Fotografen mit Chimpansen, Leguanen und Adlern unterwegs.....die armen Tiere sind total überfordert.
Auf unserer Terrasse ein Black Tiger Bier – dunkles Bier – getrunken. Schmeckt süffig, ähnlich wie Altbier.
Sehr spät ins Bett.
09.02.00 –Hei.
Sind um halb Neun wieder an der Phat Unit Rd zum Frühstück in unserem Lokal.
Danach zum Strand . Spazieren gegangen und gebadet.
Am frühen Morgen nutzen einige Touristen den leeren Strand zu einem Fallschirm-Schleppflug – gezogen durch ein Motorboot – an der Küste entlang. Kurios dabei ist nur, daß nicht nur der Tourist an Leibgurten in die Luft gezogen wird, sondern gleichzeitig schwingt sich ein junger Thai – ohne Sicherung – in die Seile des Schirms über den Kopf des Touristen, um die Flughöhe und –Richtung zu bestimmen.
Mittag im Schatten auf den Liegen an unserem Pool......gefaulenzt, gelesen und gebadet.
Am Spätnachmittag baden im Meer.
Abends bestellten wir für Sonntag, 13.02.00, den AIR-Port-Bus für 09.00h zu unserem Resort. Transferzeit soll eine Stunde betragen. Kosten 150,-Bt/Pers.
Am Abend folgten wir der Rhat Unit Rd weiter nach Norden....und fanden einen weiteren Footstall (Essenmarkt).
Hier wurde fast ausschließlich Fisch angeboten. Vor den verschiedenen Garküchen werden wir angesprochen und Zubereitungsvorschläge gemacht. Hannelore und ich schauten uns in Ruhe die Fischauslagen der verschiedenen Garküchen an und ließen uns nicht weiter von den vielen Empfehlungen beeindrucken. Wir entschieden uns schließlich für eine Garküche und einen Fisch (? TAJA???..haben wir verstanden). Ließen ihn von der Bedienung wiegen, verständigten uns über den Preis und orderten "gegrillt....... with Garlic" (Knoblauch) und Reis. Zu trinken gab es Mineralwasser – Bier war hier sündhaft teuer - .
Was wir serviert bekamen war ganz toll im Geschmack und Menge. In einigen kleinen Schälchen gab es unbekannte Sausen, von starkem Knoblauch- bis hyperscharfen Chiligeschmack war alles dabei....unser Urteil positiv, in Maßen genossen.
Einkauf im Kaufhaus – 24 Stunden Service! -.....plötzlich Lichtausfall...das Wachpersonal ließ unter Notlicht den Laden räumen....nach ein paar Minuten lief das Notstromaggregat und wir konnten doch noch unser Black Tiger Bier nach Hause tragen.
Zum Glück befanden wir uns auf der Beach Str.. Infolge des Stromausfalls war alles Dunkel. Hannelore und ich liefen auf der Straße nach Hause – auf den Bürgersteigen war ein zu großes Gedränge – und kamen so schnell zu unserem Resort. Die Taschendiebe hatten jetzt bestimmt Hochkonjunktur.
In der Rezeption ließen wir uns Kerzen für unser Bungalow geben.....eine halbe Stunde später war der Strom wieder da.
10.02.00 –Ha.
Gut geschlafen. Superfrühstück wie immer in unserem Restaurant. Besonders gut ist immer das Omelett mit Schinken und der üppige Obstteller mit Ananas, Bananen, Mango und Melone.
Heute ist es fast den ganzen Tag bewölkt. Schwarzdunkle Wolken hängen über den Bergen um den Phatong Beach, als wenn es jeden Moment regnen wird. Am Nachmittag lockert es leicht auf. Wir machen einen längeren Spaziergang am Meer. Haben unsere Schnorchelsachen dabei. Haben einige kleine Fische gesehen, aber keine größeren.
Abendessen in dem hervorragenden Footstall von gestern. Heute bestellten wir Baracud-Filet und Riesengarnelen gegrillt mit Knoblauch, dazu Reis.
Auf dem Heimweg noch Getränke im Kaufhaus besorgt.
Auf unserer Bangalowterrasse noch einen Verdauungstrunk genommen.
Die Moskitos ärgern uns trotz der brennenden Moskitocolts...früh ins Zimmer.
11.02.0 –Hei
Nach dem Frühstück an den Strand. Heute ist wieder eitel Sonnenschein. Hannelore und ich mieten uns am Strand Liegen und Sonnenschirm. Haben zunächst am nördlichen Strandabschnitt eine halbe Stunde geschnorchelt. War wieder nichts außer ein paar bunte, kleine Fische und Krebse zu sehen.
Mittags essen wir Litschies und Apfelsinen.
Abendessen in einem Restaurant im Fishcenter.. Heute bestellten wir Tintenfisch, Gemüse und Reis....sehr gut!
Noch eine Runde Karten in unserem Bungalow gespielt.
12.02.00 –Ha.
Unser letzter Tag am Phatong Beach. Wir genießen ihn wieder am Strand auf Liegen unter dem Sonnenschirm. Zwischendurch ist wieder Schnorcheln angesagt. Auch heute wieder nichts überwältigendes an Fischen.
Zum Mittagessen gibt es wieder Obst...Litschies und Mandarinen. Auch heute ist es wieder ein bisschen bewölkt. Während eines Strandspazierganges regnet es ein paar Tropfen....macht nichts, der Regen ist ja warm.
Abends ganz toll im Fishcenter gespeist. Muscheln, in unterschiedlicher Art, in einem hervorragendem Sud gekocht als Vorspeise...als Hauptspeise gibt es gegrillten Baku mit Knoblauch und Reis. Vom Koch als Geschenk einen Teller Ananasscheiben als Nachspeise.
Rundrum satt verlassen wir zum letzten Mal das Fishcenter und werden mit Handschlag vom Fichverkäufer verabschiedet.
Im Supermarkt besorgen wir uns Getränke und für morgen früh Baguett und Käse.
Auf unserer Bungalowterrasse noch einen Thai-Whisky getrunken.
Im Zimmer anschließend Heinos Lieblingskartenspiel "Zank Passionce" gespielt.
Gute Nacht, auf morgen früh.
13.02.00 –Hei.
...langsam aufgestanden. Baguette, Käse und Cola gab es als Frühstück auf der Terrasse.
Anschließend ausgecheckt und Safe aufgelöst.
Stehen gegen 09.00h mit Sack und Pack an der Rezeption bereit.......warten auf den Flughafenbus.....langsam Unruhe.....er kam 15 Minuten später. Fuhren dann noch kreuz und quer durch Phatong......hat eine Abholadresse gesucht.....und nicht gefunden...um 09.30h fuhren wir endlich aus Phaton in Richtung Flughafen auf einer Nebenstaße am Meer in Richtung Norden.....hatten bedenken, daß wir unseren Flug um 10.50h bekommen.....
Nach wilder Fahrt über die kurvenreiche Küstenstraße fahren wir um 10.09h vor dem Flughafen vor.
Das Einchecken zum Flug verlief dann relativ schnell, nachdem wir für unseren Flug – TG 409 – vorgezogen wurden.
10.50h hoben wir vom internationaen Flughafen Phuket in Richtung Norden ab.
Landung in Bangkok um 11.18h.
Nachdem wir uns an der Claim abgeholt hatten, suchten und fanden wir die Bahnstation am Terminal 1. Mußten, über eine Gangway, nur die Schnellstraße überqueren.
Wir bestiegen den Zug aus Chiang Mai um 13.30h. Hannelore und ich wollten doch wenigsten einmal in Urlaub mit der Bahn gefahren sein.
Ruhige Fahrt zwischen z.T. übernächtigten einheimischen Fahrgästen.
14.30h Ankunft Hauptbahnhof Bangkok.
Draußen handelten wir mit einigen Tuk-Tuk-Fahrern. Schließlich fand sich einer bereit uns für 50,-Bt zum Mandarin Hotel zu fahren.
Das Mandarin macht einen sehr guten Eindruck und lag an der Hauptstraße Rama IV. Wir hatten eine Annonce aus der Bangkok Post, in der ein Doppelzimmer für 36,-US$ beworben wurde und hatten ein Zimmer von Phuket vorbestellt.
Am Empfang ließ man sich sofort auf die Sonderkonditionen ein. Das american Breakfast sollte noch einmal 200,-Bt kosten; Gesamt 1600,-Bt/Double.
Nachdem Hannelore und ich uns umgezogen und unsere Wertsachen in den Hotelsafe gebracht hatten, gingen wir zu Fuß zum Fluß Menam Chao Phraya. Es war ein Fußmarsch von ca. zwei Kilometern. An einer Anlagestelle, nahe des Orientel Hotels, besteigen wir ein großes Linienschiff –Express- .Damit fuhren wir in herrlicher Nachmittagssonne den Fluß hinauf bis zur Endstation Pakkred (Skizzenblatt: Bootroute). Gegen 18.00h waren wir dort. Auf der Fahrt nahmen wir visuell am regen Flußleben teil. An beiden Uferseiten badeten und wuschen sich die Leute
Hatten gar nicht gewußt, daß die Linienschiffe so weit hinauf fuhren.
An der von Wasserhyazinthen zugewucherten Bootsanlegestelle, versuchten zwei stark motorisierte Longtailboote die Pflanzen auf den Fluß zu schleppen. So trieben große Fladen von diesen Hyazinthen den Fluß herunter.
18.15h mit dem Gegenschiff zurück nach Bangkok. Es dämmerte schon.
Fahren im Dunkeln am Königspalast und Wat Arun vorbei. Beide Bauwerke wurden von großen Scheinwerfern angestrahlt.......war ein sehr schöner Anblick.
Hatten dann, da im Dunkeln vieles gleich aussah, das Boot am falschen Anleger verlassen.......viel zu weit nördlich!
So liefen wir zunächst durch sehr dunkle Seitenstraßen bis Chinatown......hier war wieder alles hell erleuchtet....überall Garküchen und der Nachtmarkt machte sich auf den Bürgersteigen mit seinen fliegenden Händlern breit
Erst jetzt merkten wir, wie durstig und hungrig wir waren. In einem chinesischem Restaurant – draußen hingen Haifischflossen und gebeizte Pekingenten – ließen wir uns nieder........und bestellten Ente......schmeckte herrlich....dazu gab es Bier. Glaube, ich habe noch nie eine so zarte Ente gegessen.
Später weiter durch Chinatown gebummelt und schließlich die gesamte Rama IV Rd hinunter zu unserem Hotel Mandarin.
Ringsherum war kein Lebensmittelhändler mehr offen, so daß wir auf unser abendliches Bier verzichten........Minibar???.....viel zu teuer!
Müde ins Bett.
14.02.00 –Ha.
Super geschlafen auf meinem aufblasbaren Kopfkissen.....das Hoteleigene war wieder zu hart und zu dick.
Frühstück im hochherrschaftlichen Speisesaal – hätte mal ein Ballsaal gewesen sein können -. Oben unter der Decke riesige Lüster und goldgeschmückte Reliefs an den Decken. Die mit weißem Leinen überzogenen Lehnen der Bestuhlung wirken nicht so toll. Die Auswahl des Frühstücksbüffets war groß. Ich aß Omelett mit Bratkartoffeln, Reis und Kartoffen. Heino beschränkt sich auf Omelett mit Toast, Butter und Marmelade.
Mit vollen Mägen liegen wir bis zum Mittag am Hotelpool. Hier ist es bis zum Mittag schattig.
Mittags lassen wir unseren Heimflug im Hotel rekonfirmen.
Auch heute machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Fluß Menam Chao Phraya. und fahren mit dem Boot zum Pier am Grand Palace. Schwitzend durch die heiße Mittagssonne geht es an den Außenmauern des Grand Palace vorbei zum Wat Po. Vor dem Eingang will uns ein Guide einreden, daß der Wat wegen eines Gebetsnachmittags geschlossen ist. Er wolle uns mit einem Tuk-Tuk herumfahren......lassen ihn links liegen .....und sah da....im Tempel keinen Gebtesnachmittag!!
Wir zahlen im Wat Po 20,-Bt Eintritt und betreten das große Tempelarenal.
Ich möchte mich hier nach originaler Thaiart massieren lassen, in einer Thai-Massageschule. Es stehen mehrere europäische Leute, Männlein wie Weiblein, an. Ich bekomme die Nummer 20. Innen ein großer Massageraum mit etwa 30 Massagebetten. Vorn einige Sessel, an denen Fußzonenmassage verabreicht werden. Die traditionelle Massage-Schule im Wat Po soll die beste in ganz Thailand sein.
Halbe Stunde Massege kostet 120,-Bt; 1 Stunde 200,-Bt.
Im Saal, Liege an Liege, wird dicht an dicht massiert.
Nach einer Stunde Wartezeit, Heino schaut sich inzwischen den Wat an, bin ich dran. Zunächst muß ich bezahlen. Ich entscheide mit für eine halbstündige Massage.....ich möchte die nächsten Tage ohne Probleme, sprich Muskelkater, verbringen....habe schon so manche Geschichten über die Nachwirkungen von Massagen gehört!
Ich liege in der dritten Reihe auf dem Rücken. Neben mir noch zwei Frauen. Die Kleidung kann ich zur Massage anbehalten. Meine Masseurin kniet am Fußende zwischen meinen Beinen und behandelt sie abwechselnd. Es ist keine Massage wie ich sie kenne. Hier werden punktuell bestimmte Stellen er- und gedrückt. Teilweise bin ich sehr empfindlich. Die behandelten Stellen laufen den Muskeln und Sehnen entlang. Die Beinbehandlung schließt mit ziehen an den Zehen bis es knackt. Nach dem Umdrehen auf den Bauch sind die Arme und der Rücken dran. Auch hier nur wieder langsame, punktuelle Bearbeitung. Es folgt die weitere Massage im Sitzen. Danach Hals und Nacken. Zum Schluß Schläfen und Ohren. An den Schläfen wird einige Zeit an einen bestimmten Punkt gedrückt, dann schnell entspannt......die Ohren werden eine gewisse Zeit zugehalten und dann spontan losgelassen....man hat den Eindruck es knallt leicht.
Nun geht es ans Dehnen. In senkrechter Haltung wird der Oberkörper nach vorn geschoben – eine Übung bei der ich schon immer krumme Knie bekam - . Die Arme müssen hinter dem Kopf verschränkt werden. Die Masseurin hinter mir, versucht mich in alle Himmelsrichtungen zu drehen.....ich bin genauso steif wie meine Nachbarin.
War schön die halbe Stunde in der Massage-Schule. Gibt bestimmt keine Nachwirkungen.
Heino hat sich in der Zwischenzeit die große Anlage vom Wat Po angesehen. Wir gehen zusammen zum großen liegenden Buddha. Hier kaufe ich ein Stück Blattgold – das normaler Weise auf eine Buddhafigur geklebt wird – als Souvenir für zu Hause.
Am Spätnachmittag gingen wir in unsere alte Traveller-Gegend, nördlich vom Grand Palace, Bangalopoh. Mal sehen, ob wir in der Kaosanroad ein paar Textilien kaufen können. Die Traveller-Szene ist hier nach wie vor stark. Wir essen in unserer alten Bleibe, dem New Siam Guesthouse, zu Abend. Mittlerweile gibt es auch hier ein Internetcafe......die Zeichen der Zeit!! Wie wir sehen, sind auch die Zimmerpreise um einiges gestiegen.
Allmählich wird es dunkel. Wir wollen mit dem Boot wieder in den Süden Bangkoks fahren. Der uns bekannte Anleger hat sich in eine kleine Flußpromenade verwandelt. Ein Anlegepier existiert nicht mehr. Also traben wir zum Anleger am Königspalace. Bootsfahrt bis zum Orientel. Zu Fuß die Silom Rd hinauf bis zur Patpong Rd, dem Amüsierviertel mit seinen Bars.
Hier ist der Bär los! Überall versuchen Schlepper, mehr oder minder geschickt, uns in die Bars einzuladen in denen die Mädels freizügig gekleidet tanzen und strippen.....durch die offenen Türen kann man gut in de Bars sehen. Man wird hier aber keineswegs angemacht, so daß es auch für Frauen hier kein Problem gibt. Zwischen den Bars lädt der Nightmarket mit vielen unterschiedlichen Ständen zum Kauf ein. Hier werden Kleidung, Taschen, Uhren, Parfüm, Schnitzereien u. v. a. angeboten. Es ist Handeln angesagt, um nicht übervorteilt zu werden.
Ich kaufe eine Baumwollhose mit Elefantenmotiven. Für 150,-Bt, sowie drei T-Shirts für 350,-Bt und ein Seidentop für 150,-Bt.
Mußte lange und hart Handeln. Heino kauft sich eine Uhr für 1500,-Bt. Hat auch fast 1000,-Bt runter gehandelt.
Mittlerweile ist es 23.00h. Auf dem Weg zum Hotel noch ein Bier gekauft. Haben so viel Durst wie eine Sumpfdotterblume. Endlich gegen Mitternacht im Hotel.
War ein schöner und vielseitiger Tag.
Nur noch duschen, einen kleinen Trinken und ins Bett.
15.02.00 – Hei.
Nach dem Frühstück mit dem neuen Skytrain von der Siam Rd. zur Silom Rd. gefahren. Toller Zug. Hoch über den Straßen auf Betonstelzen ist es in diesem klimatisierten Zug recht angenehm, ohne Abgase und Stau, durch die Stadt zu fahren......allerdings nicht ganz billig!!! Sind schließlich am Siamsquer ausgestiegen. Haben dort den Erawanschrein – eine Buddhistische Kultstätte an einer Hauptstraßen-kreuzung – besucht und dem Treiben dort zugeschaut.
Den Schrein besuchen einfache, aber auch Geschäftsleute, die ihre Andacht verrichten wollen. Anbei werden Thaitänze von jungen Mädchen in traditioneller Tracht dargeboten. Begleitet von einem kleinen Orchester und einem Singsang der einem Choral gleicht.
Danach noch den großen Shopping-Center am Squer heimgesucht....aber nichts gekauft.
Zurück zum Hotel. Bis 14.00h am Hotelpool relaxt.
Nachmittags mit den Boot zum Blumenmarkt, oberhalb von Bangalopol; Anleger Thewes. Hannelore ersteht dort einen kleinen Tempelbaum und eine doppelte Bouganville . Mit dem Linienschiff zurück nach Chinatown. Zu Fuß durch Chinatown. Wie am Samstag beim Chinesen Peking-Ente gegessen.
Auf dem Rückweg zum Hotel Mandarin in einem chinesischen Kolonialwarengeschäft Trockenpilze gekauft..
Hotelorder: Aufweckzeit 03.45h für den nächsten Morgen. Taxi zum Flughafen bestellt. Koffer gepackt.
Noch einen Thai-Whisky..Gute Nacht....die letzte in Thailand für dieses Jahr.
16.02.00 – Ha.
Der Wecker klingelt brutal um 03.45h. Zwei Minuten später schrill des Telefon...."wake up call!"
Schnell sind wir zum Frühstück fertig. Es soll um 04.00h auf das Zimmer serviert werden.....kam nicht!
04.10h mit Sack und Pack zur Rezeption zum Auschecken. Heino erledigt die Formalitäten. Ich besorge das Lunchpaket – statt des versprochenen Frühstücks -.
Das Taxi, eine Limousine des Hauses, war für 04.30h bestellt....wir fahren ein bischen früher los. Es ist nicht viel los auf Bangkoks Straßen um diese Zeit. Unser Taxifahrer ist sehr gesprächig und erzählt uns von einem Buch, das er gerade liest. Es handelt von Berlin mit noch vorhandenen Grenzsituation zur damaligen DDR.....meint, das nicht viele Deutsche die Wiedervereinigung gut heißen...
Außerdem war er letztes Jahr bei Freunden in Schweden. Hatte zum ersten Mal in seinem Leben Schnee erlebt....aber nicht toll gefunden...."viel zu kalt!!"
In nur 20 Minuten erreichten wir schon den internationalen Flughafen (tagsüber braucht man zwei Stunden oder länger!!)
Noch zweieinviertel Stunden bis zum Abflug. Passagiere für unseren Flug sind schon genügend hier. Zunächst der Gepäckcheck durch die Flugsicherheit und dann das Einchecken lief problemlos.
Im Gate 45 verzehren wir uns Lunchpaket vom Hotel. Zwei kleine Würstchen, Schinken, Speck, 1 Brötchen, 1 Croissant, 1 Stück Kuchen und etwas zu trinken war für jeden eingepackt
Um 6.30h einchecken in die LTU-Maschine.
Durch defekte Schubmaschine – sie transportiert den Flieger in Richtung Startbahn – verzögerte sich der Abflug.
Nach 07.00h hoben wir ab .
Es war eine relativ kleine Maschine, eine Boing 737-300, für diesen Langstreckenflug. Mit uns flogen ca. 250 Passagiere.
Der Flugkapitän verkündigte wenig später, das es aus technischen Gründen keinen NON-STOP-Flug geben werde. Wir würden in Abu Dabi zum Tanken zwischenlanden. Die Flugzeit bis dahin 6,5 Stunden bei einer Strecke von 4985 Flugkilometern.
Flugroute. Golf von Bengalen, Indien/Bombai, Irak, Iran und schließlich Abu Dabi. Wir sind fast die ganze Zeit angeschnallt, da immer wieder kleine Turbulenzen auftreten; insgesamt aber eher schwach.
Um 10.45 Landung in Abu Dabi (Bangkok-Zeit 13.45h).
Die Maschine muß komplett geräumt werden, da ein Reinigungstrupp die Maschine säubern soll. Wir schnappen uns unser Handgepäck und gehen in die Transferhalle. Zwischenzeitlich wechselt die Crew und die Maschine wird betankt.
Wir kennen diesen Flughafen von früher. Ist ca. 20 Jahre her.....heute kommt uns das Gebäude nicht mehr so bombastisch vor, wie seinerzeit.
Rings um uns "Duty Free".
Nach einer Stunde Aufenthalt fliegen wir weiter. Der Flugkapitän gibt eine Restflugzeit von 6 Stunden und 50 Minuten bekannt.
Wir fliegen über den Persischen Golf bei mächtigem Gegenwind von 230km/h und vermindern die Flughöhe. Leichte Turbulenzen.
Flugentfernung Abu Dabi
à Düsseldorf 5035 km, Flugzeit 6 Stunden 35 Minuten.Landen in Düsseldorf um 15.35h OZ (21.35h Bangkokzeit)
Als wir das Flugzeug verlassen sind wir schlagartig wach: Lufttemperatur 2°C!!!
Der Himmel ist stark bewölkt.....sch...Wetter!...wieder umkehren???
Fahren gegen 17.00h vom Hbf Düsseldorf weiter nach Münster.
Gegen 19.30h zu Haus.....war ein schöner Urlaub!