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18.01.00 -Hei

..........wir waren z.Z. in einem großen Stadthotel in Nord- Thailand, Chaing Mai.

07.00h klingelt der Wecker. Die Nacht war nicht so toll. Hannelore und ich haben nur zeitweise geschlafen.

Wir frühstücken gemütlich und zahlen danach die Hotelrechnung mit Kreditkarte.

Um 09.00h steht der Hotelbus zum Flughafentransfer bereit und fährt uns mit einigen anderen Gästen zum Flughafen.

Beim Einchecken entstehen irgendwelche Irritationen mit unseren Pässen. Ich kann nicht erkennen was los ist......schließlich bekommen wir unsere Bordkarten mit den Pässen zurück. Wir wurden zum Gate für internationale Flüge verwiesen und bekommen für Bangkok einen Transitaufkleber für unsere Kleidung.

Am Gate wurde eine Flughafengebühr von 500,-Bt/Person fällig. Damit hatten wir nicht gerechnet. Da wir kaum noch thailändisches Geld hatten, mußten wir einige Dollars tauschen. Dann reibungslose Paßkontrolle und warten auf unseren Flugaufruf TG103............Verspätung wird angesagt.......jetzt Abflugzeit 10.30h.

Wir starteten pünktlich mit einem Airbus A300 in Chiang Mai.

Flugzeit nach Bangkok 53 Minuten; 356 Flugmeilen.

In Bangkok wurden wir Transitreisenden mit einem Bus vom Domestik zum internationalen Flughafen gebracht.

Im Transitwarteraum warteten wir auf den Aufruf zum Flug TG 698 nach Phnom Phen (Kombotscha).

Pünktlich um 15.10h flogen wir von Bangkok in östliche Richtung.

55 Minuten später landeten wir in Phnom Phen.

Wir verließen die Maschine mit ca. 80 weiteren Touristen. Das Arrivel-Gebäude war klein. Es ergaben sich chaotische Verhältnisse um die Visaformulare. Noch chaotischer war die Visaerteilung und Ausgabe der Pässe.

Uns wurden zunächst die Pässe mit dem Visaantrag und unseren Paßfotos abgenommen......Zollbeamte saßen und arbeiteten wie am Fließband hinter einer Theke und bearbeiteten unsere Pässe und Anträge. Wir hatten Mühe den Verbleib unserer Pässe zu folgen....es ergab sich ein allgemeines Durcheinander bei den Touristen. Kaum Jemand blieb gelassen.

Der letzte Zollbeamte trug die Paßnummern in eine große Kladde ein. Schließlich erfolgte die Paßausgabe durch Hochheben des Passes. Nach Meldung des Paß-inhabers mußten 20,-US$ Visagebühr gezahlt werden.

Ich hatte den Eindruck, daß beim ganzen Hergang das Visaantragsformular gar nicht beachtet wurde. Irgendwo hinter der Theke schwirrte noch ein Zweitblatt von Hannelores Antrag (mit Foto!) herum. Es kümmerte Keinen.

Dann durch den Zoll. Mit uns die anderen Touristen. Kein Problem.

Draußen ein Ordner für Taxis. Festpreis 7,-US$ für die Fahrt in die Stadt.

Also zahlten wir und fuhren mit einer Taxi los...Ziel: Capitol Guesthouse in Phom Penh.

Auf der Fahrt die ersten Eindrücke: Was der jahrelange Bürgerkrieg aus dem Land gemacht hatte, kann man sich nicht vorstellen..........Leben auf niedrigstem Niveau. Die Seitenstraßen sahen verwahrlost aus. Auch waren sie zum großen Teil nach unbefestigt. Die Bevölkerung mehr als ärmlich.........ich bekam die Anfangseindrücke zunächst sehr schlecht in den Griff.......das Taxi prima, der Fahrer nett......

Am Capital stiegen wir aus.....eine Kreuzung in der Innenstadt.......starker Abgasgestank von überaus vielen Motorrädern und wenigen Autos. Viele Rikscha und Motoradtaxis lungerten um das Catipol herum.

Die Markise des Capitols verdeckte den Blick auf das Restaurant.

Viele große Tische, an denen Traveler aus aller Herren Ländern säßen......dementsprechend war auch die Anziehung für viele Kambodschaner, die auf der Straße herumstanden. Sei es, weil sie betteln oder Geschäfte machen wollten.

Zunächst ließen wir uns die Übernachtungsmöglichkeit zeigen. Hannelore und ich sahen uns zwei Zimmer an.....lediglich mit Bett und Stühlen eingerichtet....spatanisch, sauber, aber mit Toilette und Dusche. Das Zimmer kostete 5,-US$ die Nacht.

Danach aßen wir zu Abend im Restaurant. Lernten einen älteren, skurilen Münchener kennen und quaschten über das Traveler-Leben in Süd-Ostasien.

Ein Spaziergang ‚ums Haus‘ in der Dämmerung schien mir zu gefährlich.

Morgen wollen wir die City besichtigen. In Bezug auf die örtlichen Verhältnisse verabrede ich mit Hannelore eine organisierte Citytour.

Da der Besitzer des Capitols selbst alle Fahrten organisiert, buchen wir für den nächsten Tag die Besichtigungstour Phom Penh. Für den 20.01. buchen wir gleich die Weiterfahrt mit dem Speedboot nach Siam Riap.

Geduscht und noch ein bisschen Tagebuch geführt.

19.01.00 Ha

Sehr lange wach gelegen. Wir schlafen in einem Zimmer ohne Fenster – ein sogenanntes ‚gefangenes Zimmer‘ - mit zwei Ventilatoren, die uns die Frischluft von den Oberlichtern vom Flur zufächerten.

Ich hörte wie nachts die Nebenbewohner in’s Zimmer kamen, duschten, lachten und sich unterhielten. Das Licht vom Flur leuchtete mir durch die Oberlichter in’s Gesicht.

Auf der Straße wir es allmählich ruhiger; es ist 24.00h.

Im Zimmer ist es relativ warm. Wir schlafen in unseren dünnen Leinenschlafsäcken.

Meine Nase läuft wie ein Wasserfall. Habe wieder einmal eine Kiefernhöhlen-entzündung.

Nach einem starken Regenschauer, der auf das Haus einprasselt, schlafe ich gegen 03.30h ein.

Heino weckt mich gegen 07.30h. Ich bin wie gerädert.

Nachdem Frühstück beginnt mit weiteren 8 Travelern in einem Minibus die Stadtrundfahrt in Phnom Phen.

Der erste Stop am Nationalmuseum.

Es gibt einen guten Überblick über die Khmer-Historie mit den gut erhaltenen Plastiken, Bronzestaturen und Reliefs die hier aus dem ganzen Land zusammengetragen wurden.

Nachdem 1975 die Roten Khmer an die Macht gekommen waren, forderten sie die Museumsleitung zum Verlassen von Phom Penh auf. In folge dessen wurde der Museumsdirektor getötet. Die Roten Khmer vernichteten einen großen Teil der wertvollen Exponate.

Auf Grund der größeren Touristenzahlen und damit höheren Einnahmen, wird das Museum kräftig renoviert.

Zweiter Stop an diesem Morgen: Die Silberpagode.

Die Einrittspreise sind ganz schön saftig (10,-US$/Pers.). Trotz Fotopermit dürfen wir nicht filmen. Das Permit gilt nur für den Fotoapparat, meinte eine Aufsichtsperson. Wir gaben unsere Fotoerlaubnis wieder zurück und erhielten problemlos das gezahlte Geld.

Die Silberpagode ist quadratisch angelegt und von einer Mauer umgeben. An den Innenwänden sehen wir Wandmalereien, die nur noch zum Teil erhalten sind. Die Malereien entstanden um die Jahrhundertwende und sind von polnischen Restaurateuren erneuert worden. Im Innenhof vielerlei Stupas. Eine Stupe enthält die königliche Asche. In einem Tempel ein Fußabdruck Buddhas . Eine Reiterstatur des Königs zeigt auf die silberne Pagode. Wir betreten die silberne Pagode. Kamera, Schuhe und Hüte müssen draußen bleiben.

Die Silberpagode war erst 1962 auf den Resten eines Holztempels aus dem Jahre 1900 erbaut worden. Der Boden der Pagode ist mit reinem Silberfliesen ausgelegt; daher der Name. Jetzt sind sie zum Schutz, bis auf wenige Randbereiche mit Teppichen überdeckt.

Auch dieses Arenal wurde von den Roten Khmer sehr mitgenommen. Glücklicher-weise blieben die großen Buddhastaturen unbeschädigt erhalten. So die wertvolle 75kg schwere Buddhda aus schierem Gold in Lebensgröße besetzt mit 9584 Edelsteinen. Zu seiner Rechten und Linken stehen 80kg schwere Bronzebuddhas. Gleich daneben ein kleinerer Silberbuddha. Am seitlichen Gang Tanzmasken und andere Kultmasken. In Vitrinen Gebrauchsgegenstände aus königlichem Besitz. Im hinteren Teil der Pagode ist der goldene Thron bzw. Sänfte zu sehen.

Die Silberpagode liegt direkt neben dem Königspalast, der leider nicht zu besichtigen ist. Er ist dem Königspalast in Bangkok nachempfunden.

Am späten Vormittag fuhren wir ca. 15km hinaus auf Land zu den Killing Fiels bzw. Choing Ek, das Vernichtungslager aus der Zeit des Terrorregimes der Roten Khmer. In einem großem gläsernen Turm sind die Totenschädel von unzähligen Frauen, Kindern und Männern aufgeschichtet, die hier in Massengräbern gefunden wurden. Davon haben ca, 1200 Menschen zuvor das Toul Sung Gefängnis durchlaufen. Sie sind hier auf den Feldern mit Knüppeln und Gewehrkolben erschlagen worden, um Munition zu sparen. Es sind bisher 43 von 129 Massengräber geöffnet worden.

Zum Mittagessen fuhren wir zurück zum Capitol Guethouse in die City.

Am frühen Nachmittag hielten wir vor dem jetzigen Toul Sung "Museum". Früher Schule in einem Stadtteil, wurde zu Zeiten des Roten Khmer Regime zum Staatssicherheitsgefängnis. Die gezeigte Dokumentation über die Quälereien der Bewacher an den Gefangenen glich mehr einem Konzentrationslager. In unzähligen Zellen sehen wir die Foltergeräte, die mit Worten nicht zu beschreiben sind.

Der nächste Stop ist der Russian Markt. Ein Markt wie man ihn überall in Asien kennt. Von Souveniers über Stoffe, Haushaltsgegenstände, Motorrad- und Fahrradzubehör ist hier alles zu haben. Selbst für das leibliche Wohl ist in Form von Foodstalls gesorgt.

Gegen Abend, sehr schön und erholsam, der Wat Phom Penh. Er liegt nahe der Flußpromenade des Tonle Sap auf einem 32 Meter hohen Berg. Dieser Tempel ist das Wahrzeichen der Hauptstadt.

Eine Steintreppe von Löwen und Schlangen bewacht führt den Berg hinauf. Viele Gläubige bringen hier ihre Opfergaben oder lassen Vögel – die man in kleinen Käfigen kaufen konnte – fliegen.

In der Stupa wird die Asche vom 1.König der Post Angkor Periode, Ponhea Vat, vermutet. Er machte Phnom Penh zur Hauptstadt. Auf dem Weg zu einem Pavillon steht die Statue der Stifterin des Heiligtum Don Penh.

Es war ein schöner Abschluß unserer Stadttour.

Im Capitol Guesthouse angekommen werden Hunger und Durst gestillt.

Früh zu Bett, da wir am nächsten Morgen zu unserer Bootstour nach Siam Riem früh starten werden.

 

20.01.00 –Hei

05.40h klingelt der Wecker und Hannelore weckt mich. Wenig später sind wir im Restaurant zum Frühstück. Schwarzer Tee macht uns wach. Zu Essen gibt es 4 Baguett – ein Überbleibsel aus der französischen Besatzung – mit Marmelade. Zwei Baguett wandern in den Rucksack als Tagesproviant.

Um 06.30h werden wir mit dem Minibus im Guesthouse abgeholt. Eine halbe Stunde später sind wir am Fluß, der Anlegestelle der Speedboote.

Die Pier ist das natürliche Ufer. Ein ziemlich wackliger Holzsteg führt zu den Booten hinunter. Unsere Fahrkarten werden kontrolliert und die Rucksäcke werden im hinteren Stauraum gelagert. Das Speedboot hat einen geschlossenen Passagierraum. Viele Touristen setzen sich auf das mit kurzer Reling ungenügend gesicherte Oberdeck. Hannelore und ich entschieden uns für den Passagierraum, da es uns draußen wegen der zu erwartenden Geschwindigkeit zu unsicher ist.

07.05h legten wir in Phom Penh ab und gewannen schnell an Geschwindigkeit. Die Breite des Flusses erstaunte mich. Er war Anfangs bestimmt 200m breit. In rasender Fahrt folgten wir ihn in Richtung Nordwest und wir kamen schnell voran. Durch die stark getönten Fenster konnten wir den Fluß und seine Umgebung nur dunkel erkennen.

Die Aircondition war wie üblich ‚voll‘ aufgedreht., so daß selbst wir in den hinteren Reihen nach einiger Zeit Gänsehaut bekamen.

Nach vier Stunden rasender Flußfahrt erreichten wir die Mündung des Lake Tonle Sap (See). Dieser war so riesig, daß man zu beiden Seiten kein Ufer erkennen konnte. Nur Möven und gelegentlich kleinere Fischerboote zeigten eine gewisse Landnähe an.

Gegen 13.00h Landsicht. Liefen dann in eine kleine Flußmündung. Links und Rechs Mangrovenwälder. Dazwischen hier und da Pfahlhütten mit großen Fischreusen – zuerst dachte ich, es wären untergegangene Schiffe, da die Form die Gleiche war -. Wieder legten wir an einem Naturpier an. Auf einem matschigen Damm empfingen uns eine Meute Leute mit irgendwelchen Schildern. Ringsrum ärmliche Fischerhütten.....und es roch auch so.

Hannelore und ich ließen uns Zeit und den ganz Eiligen zunächst Vortritt. Als wir unser Gepäck hatten, fiel Hannelore ein Schildträger auf........‘stehen dort nicht unsere Namen drauf ‚????‘ RICHTIG!! Auf dem Schild stand ‚H. u. H. Müller Capitol‘. Wir wurden, wie in Phom Penh besprochen, abgeholt. Wir winkten die zwei Schildträger heran und übergaben den jungen Männern unser Gepäck. Hatten dann erst mal genug mit uns zu tun den schmalen Holzlaufsteg vom Boot zum Damm hinunter zu balancieren.

Bald darauf saßen wir mit den beiden jungen Männern im Wagen, die uns sogleich über den holprigen Lehmdamm in Richtung Siaem Riep kutschierten.

Wir einigten uns zunächst auf das Ziel Hotel Angkor Safir in Seam Reap.

Nach kurzer Fahrzeit war die Straße geteert und damit die Fahrt ruhiger. Die 10km Distanz zur Stadt brachten wir in 30 Minuten hinter uns.

Das Hotel machte einen guten und sauberen Eindruck. Wir ließen uns die Zimmer zeigen. Wir entschieden uns für ein Zimmer mit Dusche/WC und Fernseher. Hannelore handelte zäh den Zimmerpreis auf 30,-US$/Tg, herunter. ‚Include Breakfast‘ wurde obendrein abgemacht.

Am Nachmittag machten wir uns auf zu einem ersten Stadtrundgang in Seam Reap. Gegensatz zu Phom Penh, fiel uns sofort die völlig andere Atmosphäre in dieser Stadt auf. Augenfällig....absolute Sauberkeit!.....eine Art Promenade am Fluß mit Sitzbänken an Bürgersteigen...stilvolle kleine Straßenlaternen.

Zunächst sehen wir uns das Grand Hotel an. Ein großen restauriertes, prachtvoll hergestelltes Haus aus der französischen Kolonialzeit. Innen mit uraltem französischen Fahrstuhl....alles auf feinste mit Goldrand.....weit über unserem Niveau.....Doppelzimmer ab 300,-US$/Tg. ‚Ausgebucht‘, sagte man uns.

Versuchten dann in mehreren Guesthouses und Reisevermittler eine Gruppenfahrt zum Angkor Wat (ca. 6km) zu bekommen. Es ergab sich keine Möglichkeit, sich einer Gruppe anzuschließen. Überall wurden uns individuelle Rundreisen mit Taxi angeboten.......und das sollte 20,-US$ kosten (Taxipreis/Tg).

Schließlich erkundigten wir uns, wie wir wieder nach Thailand kommen konnten. Fliegen, Siam Reap hat einen internationalen Flughafen, war relativ teuer ( Bangkok 145,-US$) Alternativ auf dem Landweg mit Minibus ca. 12 Stunden Fahrt auf sehr schlechter Nationalstraße bei einer Strecke nur ca. 250km.

Wir können uns zur Zeit noch für keine Rückseisevariante entscheiden.

Gegen Abend haben wir uns für morgen mit einem netten Fahrer zur 10stündigen Ankor-Besichtigungsfahrt verabredet.

Später sprachen wir in einem Tourshop nochmals über die Ausreise nach Thailand. Hier hatte man noch eine dritte Alternative. Mit dem Boot über den See bis Kreisstadt Battanbang und von dort über die Nationalstr. 5 zur Grenze nach Thailand. Auf dieser Strecke soll die Straße im besserem Zustand sein. Wir wären dann mittags an der Grenze, sagte man.......hört sich ganz gut an.

Abendessen bis zur Dunkelheit in einem Straßenrestaurant am Fluß. Hier bedient eine 14.jährige Kambodschanerin, die eine wahre Ulknudel ist.

Im Hotel geduscht und müde in’s Bett gefallen.

Der morgige Tag ist schon gebongt!

21.01.00 – Ha

Um 07.00h klingelt der Wecker. Bald Frühstücken wir am gut gefüllten Früh-stückstisch.

Pünktlich um 08.00h holt uns der Fahrer zur Angkor-Besichtungungstour ab. Der Fahrer ist sehr angenehm, nicht aufdringlich. Wir fahren mit einem sehr neuen Toyoto Camri ca. 6km durch bewaldete Umgebung. Alles schien einmal Dschungelgebiet gewesen zu sein. Wir unterhalten uns darüber, daß wir morgen weiter nach Thailand fahren wollten und daß wir die besprochene Fahrtvariante heute abend buchen wollten. Kein Problem, meinte unser Fahrer, zückte sein Handy und telefoniert. Hiernach meinte er, die Fahrt wäre vorgebucht und alles in Ordnung.

Wir fahren an einem Checkpoint vor. Hier steigt Heino aus, um die Eintrittskarten für unsere Monumentaltour zu kaufen. Die Eintrittspreise für das Weltkulturerbe sind gesalzen. Pro Person und Tag 20,-US$. Wer länger bleibt bekommt einen günstigeren Preis; 3 Tage = 40,-US$ pro Person. Wie es aus anderen Ländern kennen, werden die Besichtigungspreise von der UNESCO, die die Ausgrabungen und Restaurierung finanziert, vorgeschrieben.

Wir haben uns entschlossen, die Besichtigung des sehr großen Angkor-Arenals, an nur einem Tag durchzuführen. Nicht alles, nur die wichtigsten Gebäude und Tempel wollen wir uns ansehen. Dafür aber intensiv.

Während Heino die Tickets kauft muß unser Fahrer weiter fahren und an einem anderen Checkpoint für 1,-US$ das Permit für den Wagen kaufen.

Als wir weiter fuhren, bietet er uns ein weiteres Besichtigungsbonbon. In 40km Entfernung soll ein weiterer Tempel mit wunderschönen, bunten Wandmalereien sein, meinte er. Dann kommt der Haken. Dieser Abstecher soll zusätzlich zu unserer abgemachten Tagespauschale 20,-US$ kosten. Dazu sind wir nicht bereit und belassen es bei der abgemachten Tour durch das Angkor-Arenal.

Kurze Zeit später stehen wir vor dem Bayon Tempel

Er empfängt uns mit einer große Zufahrtsstraße, links und rechts begrenzt durch große Steinfiguren. Die linken Figuren stellen Götter, die Rechten Dämonen dar. Sie halten auf ihren Knien eine lange Schlange fest. Es bereitet Freude in der Morgensonne die gut erhaltenen Skulpturen zu sehen.

Wir laufen auf ein riesiges Tor zu. Auf der Spitze vier große Gesichter rundherum, die in alle vier Himmelsrichtungen blicken.

Als wir durch das Tor treten betreten, wir das alte Gebiet der Stadt Angkor Thom. Überall sehen uns hier Gesichtstürme an. Ich meine, sie sehen immer wieder anders aus. Hier ist alles noch sehr gut erhalten und restauriert.

In aller Ruhe beschauen wir uns den Tempel, der aus riesigen Quadern zusammen-gefügt war. Der Tempel ist Terrassenförmig angelegt. Überall an den Wänden sehr schöne, gut erhaltene Reliefs. Heino und ich kletterten bis in die letzte Ecke. Teils sehr schmale, steile Stufen von gewaltiger Höhe führten uns nach oben auf die nächst höhere Terrasse.- Ob wir morgen wohl Muskelkater haben??- Die Bauweise war wirklich monumental. Die Anlage ist von einer großen Stadtmauer mit fünf Zugängen umgeben. Der Wald abseits. Hier herum ist nur Wiese.

Schon jetzt wußten wir, daß das Eintrittsgeld gut angelegt war.

Zum Glück sind so früh morgens noch nicht so viele Touristen hier.

Einer der Zugänge von Angkor Thom führt uns zur Terrasse der Elefanten. Eine hohe, lange Terrassenmauer ist von den Restaurateuren wieder hergestellt worden. Elefantenreliefs an Elefantenreliefs. Die Terrasse des Leprakönigs ist nicht minder gut erhalten. Auch hier Relief an Relief. Hier sitzen Mönche vor einer großen steinernen Buddhastatur und Opferstöcken. Sie beten. Vor ihnen Blumen und Räucherstäbchen als Opfergaben.

2. Stop am Thommandorn und Chou Say Tevoda . Ist relativ uninteressant für uns. Hier führen die Japaner noch größere Restaurierungsarbeiten aus.

3. Stop Ta Keo . Ein fünf Stufen Tempel. Auch er war noch sehr gut erhalten. Man kann sich die Gesamtanlage gut vorstellen.

Das ganze Areal ist so weitläufig, das wir zwischendurch immer wieder Strecken mit dem Auto zurücklegen mußten. – Ich glaube, wir habe ganz gut daran getan, uns nicht in Siem Reap ein Fahrrad für die Besichtigungstour zu mieten! –

Überall wo wir mit dem Auto hielten, wurden wir von Straßenhändlern und auch kleinen Kindern angesprochen. Sie wollten Getränke, T-Shirts, Sarongs, lange Hosen, Postkarten u.v.m. verkaufen. Bei den Besichtigungen wachte amtliches Personal darüber, daß man nicht belästigt wurde.

4. Stop. Tempelanlage Ta Prohm

Das Eingangstor zu dieser ‚Stadt‘ besitzt auch wieder ein Gesichtsturm. Über eine Promenade, links und rechts Dschungel, erreichten wir nach 500 Metern die Anlage. Hier werden wir zum ersten mal von Einheimischen angesprochen die sich für ein paar Dollar als Guide anboten. War teilweise etwas nervig sie wieder los zu werden.

Der Tempel (Stadt) glich einem Labyrinth.

Die Anlage war lange Zeit vom Dschungel überwuchert bis man sie in den 50ger Jahren wieder entdeckte. Durch den starken Dschungelbewuchs haben Urwaldriesen ihre Wurzeln durch das meterhohe Mauerwerk gezwängt und teilweise die wuchtigen Steine gesprengt. Um die Gebäude zu erhalten, hat man die meisten Bäume und Wurzeln aus den Mauerwerk entfernt. Einige hat man als Demonstration der Naturgewalt stehen lassen. Es ist unvorstellbar und sehr skuril anzuschauen, in welchem Maß sich die Natur bebautes Land zurückholen kann. Hier in dieser Stadt sollen einmal 6 000 Menschen gelebt haben.

5. Stop. Bantay Kdai

Ähnliche Anlage wie Ta Prohm, nur ein wenig kleiner. Auch hier müssen wir durch das Eingangstor einen promenadenartigen Weg zur Anlage gehen.

Am Tempeleingang haben drei Aufsichtsbeamte aus Langeweile eine Art Schachbrett aufgezeichnet bzw. in den Stein geritzt. Die Figuren, mit dem sie spielen, sind Muschelgehäuse und kleine Holzstücke. Wir dürfen sie beim Spielen filmen. Als wir Bantay Kdai verlassen, sehen wir gegenüber dem Eingang eine Plattform die zu einem riesigen Wasserspeicherbecken (See) hinabgeht. Links und rechts der Stufen zum Wasser ein Schlangengeländer, die Köpfe der Schlangen zum Wasser gerichtet. Hier tummelten sich einige Kinder nackt im grünlichem Wasser. Es war nett anzusehen. Der See mußte wohl seiner Zeit als Wasserreservoire für die Anlagen angelegt worden sein.

6. Stop. Angkor Wat

Die Besichtigung erfolgt erst am späten Nachmittag, da die Anlage erst bei der späten Nachmittagssonne ihre volle visuelle Wirkung bringt.

Angkor Wat ist umgeben von einem breiten Wassergraben. Rundherum eine Mauer. Über einen 200m langem Damm, wieder begrenzt rechts und links durch einen Schlangenleib als Geländer, erreichen wir das Eingangstor. Dahinter – es erinnert mich an das indische Taj Mahal bei Agra – wieder ein Blick auf das 300 – 400 Meter entfernte Hauptgebäude Angkor Wat, Eine Prozessionsstraße führt uns geradewegs hinein. Links und rechts keinen Dschungel, sondern Gras und einige Bäume. Auf halbem Weg beiderseits kleine Gebäude, die Bibliothek. Auch Seerosentümpel sind zu sehen. Über einige Stufen erreichen wir den Haupteingang. Hier stehen viele Einheimische und einige Touristen. Sie lassen Fotos mit sich und der Anlage machen. Es bieten sich dafür auch professionelle Fotografen – oder solche die sich dafür halten – an.

Angkor Wat ist schon für sich allein eine Anlage mit riesigen Ausmaßen. Auf der untersten Terrasse ist ein Rundgang mit sehr gut erhaltenen mannshohen Reliefs, die das Leben in der Stadt und kriegerische Auseinandersetzungen u.a. mit Elefanten darstellen. Seitenlänge der Reliefgänge ca. 800m.

Wunderschöne Fensternischen mit Balasterfenstern geben der Sonne wenig Chancen einzudringen. Wir können uns kaum satt sehen an den bildhauerischen Ornamenten.

Von Terrasse zu Terrasse erklimmen wir die Stufen bis wir schließlich auf dem dritten Plateau ankamen. Die Türme konnte man zu allen vier Himmelsrichtungen über sehr steile, unförmig hohe Treppen erklimmen. Heino war es zu gefährlich. Ich bin dann allein nach oben. Oben angekommen, sah ich nach unten...........und es wurde mir ganz anders. Wie sollte ich dort nur wieder herunter kommen ohne Geländer. Selbst zu filmen, ich hatte die Kamera mit nach oben genommen, war mir nicht zu Mute. Langsam mit zittrigen Beinen machte ich mich auf den Abstieg. Unten angekommen hatte ich eine Stinkwut auf mich, weil ich nicht in das Innere des Turms gegangen war. Oben befinden sich nochmals 5 stupenähnliche Türme, die mit offenen Gängen verbunden sind. Wir sind zunächst um die zweite Terrasse geschlendert und haben neuen Mut gefaßt. An der 3. Galerie sahen wir frisch gemauerte Stufen mit einem Geländer. Ich stieg noch einmal hoch. Aber es war auch nicht einfacher. Glücklich oben angekommen schlenderte ich durch Fresken bestückte Wände. Im Mittelpunkt der phyramidenartigen Galerie befindet sich der Hauptturm in dem Mönche einen riesigen Buddha geschnitzt haben. Auch hier werde ich wieder von einem Guide angesprochen. Er ist Student und will sein Studium mit Touristenführungen finanzieren. Seine Eltern sind bei Bombenanschlägen ums Leben gekommen, meinte er.

Von hier oben hat man einen wunderbaren Ausblick auf die ganze Anlage. Erst hier kann man das ganze Ausmaß erfassen.

Gegen Abend erklimmen wir einen kleinen Tempelberg Baktung in der Nähe von Angkor Wat. Der Anstieg ist steil und schweißtreibend. Früher soll es hier mal Stufen gegeben haben. Bald haben wir den Gipfel erreicht. Es geht noch höher. Eine steile Treppe führt zu einem Tempel hinauf. Heino hat keine Lust sich die Beine zu brechen. Ich klettere also allein mit der Kamera hinauf. Der Tempel ist eher unscheinbar. Kleines Tempelchen von 3 X 3m. Ziemlich verfallen. Hier oben sitzen Händler an Händler und bieten ihre Waren an. Die Aussicht ist recht gut. Man erkennt Angkor Wat , den Tonle-Sap-See und rundherum Dschungel. Der Sonnenuntergang in Verbindung mit der Anlage soll ein besonderes bildliches Schauspiel sein. Doch heute ist die Sonne am Horizont verschleiert, so daß sich das rötliche Licht über Angkor Wat nicht einstellt.

Über einen breiten Elefantenweg gehen Heino und ich hinunter zum Wagen. Der Tagestrip ist jetzt zu ende. Unser Fahrer soll uns zurück nach Siem Reap zu einem kleinen Buchungsbüro bringen. Wollten die vorbestellte Fahrt unseres Fahrers bezahlen. Bei einem kurzem Gespräch mit ihm stellte sich heraus, daß er eine Bootsfahrt nach Phnom Phen vorgebucht hat. Er hatte uns am Morgen falsch verstanden. Außerdem wollte er diese Fahrt managen und das Geld verdienen.

Wir baten ihm das ganze Rückgängig zu machen und fuhren dann zum kleinen Reisebüro nach Siem Reap.

Wir buchten bei einer Kombodschanerin für den morgigen Tag die Reise zur thailändischen Grenze. Die Reiseroute wurde wie folgt beschrieben: Mit dem Speedbood über den See zur Kreisstadt Battombang von dort weiter mit dem Pick Up zur Grenze. Die Bootsfahrt kostete 15US$, das Pick Up, Innenkabine 7,-US$ =22,- US$ pro Person. Wir sollten am morgigen Tag um 06.00h an unserem Hotel abgeholt werden.

Heute hatte alles super geklappt, warum soll es Morgen anders sein?!

Abendessen in einem netten Straßenrestaurant. Hier bediente wieder das geschäftstüchtige junge Mädchen vom Vorabend. Sie spricht auf eine nette, lustige Art die Leute auf der Straße an, um sie in das Lokal zu bitten Das Essen ist sehr schmackhaft und preiswert.

Total k.o. ins Bett.

 

22.01.00 –Hei

05.30h mit gepacktem Gepäck beim Frühstück. Die Küche war schon in Betrieb, so daß wir volles Frühstück bekommen.

Um 06.00h sollten wir mit dem Taxi abgeholt werden.

Um 06.10h wurde ich allmählich nervös.........

Um 06.15h fuhr das Taxi vor. Wir fuhren einen Umweg durch die Stadt und hielten schließlich am Straßenstand, an dem Bootsfahrkarten verkauft werden. Der Fahrer nahm mir meine Reservierungskarten ab..........da auf diesen Karten auch die Bestätigung "Pick Up, Innen", zur thailändischen Grenze bestätigt war, wollte ich diese Karten wieder haben.......aber nichts zu machen. Sie müßten getauscht werden. Ich solle keine Bedenken haben, sagte man mir...........alles währe klar und ging in Ordnung.....na, denn!!!!

Bald darauf fuhren wir weiter. 10km waren es bis zum Bootsanleger. Die letzten 2 km waren nur noch aufgeschütteter Damm. Schlagloch, an Schlagloch. Wir hielten an einer Fischerhütte. In der Nachbarschaft weitere Fischerhütten an denen gerade Fischer ihre Ladungen anlandeten. Ein Schild nach "Battombang" zeigte auf ein paar kleine Fieberglasboote mit Außenbordern. Man wies uns, weiteren 3 Trevellern und einem Einheimischen ein Boot zu. Wir stiegen mit unserem Gepäck hinein. Hannelore wurde ganz weiß im Gesicht...ich dachte zunächst an einen Zubringer zu einem größeren Boot und beruhigte sie entsprechend.. Bald begann die Bootsfahrt. Wir fuhren auf den See hinaus....und wußten, daß wir mit diesem kleinen Boot über den großen See fahren würden.

Der Außenborder gab uns mächtig Fahrt, die Sonne stieg langsam höher und wir faßten immer mehr Vertrauen zu unserer kleinen Nußschale und dem jungen Bootsführer. Der Wellengang war gering, so daß wir allmählich – auch Hnnelore – entspannten.

Ca. 1 Stunde tuckerten wir quer über den See, wobei die Ufer nicht zu sehen waren....schließlich kündigten Fischreusen und ein kleines grünes schimmern am Horizont Land an. Bald hatten wir die Flußmündung des Stung Sanke erreicht. Diesen Fluß würden wir bis nach Battambang hinauf schippern. Rechts und links am Flußufer Mangroven. An der ersten Pfahlhaussiedlung legten wir an um zu Tanken. Der Sprit wurde aus einem Faß mittels Handpumpe in einen großen 20 Literkanister in unserem Boot gepumpt.

Dann weiter.......flußaufwärts............die Wasseroberfläche war spiegelblank. Zunächst kamen wir schnell voran......an beiden Flußseiten immer wieder Fischerhäuser auf Pfählen am Ufer. Davor große Fischreusen......teilweise wurden die Reusen mit einer Art Bambuskran, der an dem Ausleger ein quadratisches Netz von ca. 10 x 10 m gespannte hatte, gehoben. In der Mitte des Netzes sorgte ein Gewicht dafür, daß sich das Netz senkte. Wurde der Fangarm mit dem Netz aus dem Fluß gehoben, kam meist ein erstaunlich großer Fischfang heraus.

Bald wurde der Fluß schmal und kurvig, so das uns erst jetzt klar wurde, warum nur selche kleinen Boote diese Fahrt machen konnten. Unser junger Bootsmann am Außenborder fuhr mit viel Gespür und Geschick. Er schien die vielen großen und kleinen Schiffe, die uns begegneten zu ahnen. Es waren kleine Paddelboote (wie Einbäume), aber auch größere, voll beladene Lastschiffe unterwegs. Bei kleineren Booten nahm unser Bootsmann das Gas weg, um sie nicht zum Kentern zu bringen. So fuhren wir insgesamt ca. 3,5 Stunden flußaufwärts bis zur Kreisstadt Battombang. ......und die Zeit wurde uns nicht lang!

Die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Ufer und immer mehr Hütten kündigten die Stadt an.

Um kurz vor 11.00h legten wir an einem Naturufer in der Battombang an.

Hannelore und ich nahmen unser Gepäck und enterten zunächst das steile Ufer.......jetzt war uns nicht klar wie es weiter gehen sollte.....ein junger Mann hat angeblich das Geld für unsere Weiterfahrt bekommen........aber kein Auto weit und breit......nur ein paar Jugendliche mit Mopeds. Bevor wir eine Klärung herbeiführen konnten waren die Mitreisenden Traveller mit einigen Mopedfahrern verschwunden. Hannelore und ich standen allein unter einigen jungen Kambodschanern. Ich versuchte zu klären, daß wir auf ein Pick Up, wie ‚gebucht‘, warteten.......unterdessen ging Hannelore in einem Kleinkrankenhaus aufs Klo und besorgte von einem Straßenhändler Baguett. Ich kam mit meinen Erklärungen nicht weiter. Ich versuchte einen jungen Mann davon zu überzeugen, daß wir 7,-US$/Pers. für die Fahrt zur thailändischen Grenze gezahlt haben. Er hingegen zeigt mir 6US$, die er von dem Bootsführer bekommen hatte. Die jungen Leute meinten, wir müßten mit dem Mopedtaxi in die Stadt fahren, um vom dortigen Pick Up Sammelplatz, wohl eine Art Busterminal, weiterzufahren. Ich beschloß "Ende der Diskussion", um weiter zu kommen. Es blieb mir nichts anderes übrig, als Hannelore mit ihrem Rollkoffer auf ein Moped zu platzieren, um mich ihr mit meinem großem Rucksack auf einem anderen Moped mit Fahrer anzuschließen.......und die Fahrt, ca. 3 km, ging erstaunlich gut! Am Pick Up Sammelplatz in der Innenstadt wieder großes Palaver, um unsere Fahrt weiter fortzusetzen. Schließlich griff eine ältere Thailänderin in unsere Diskussion um Geld und Fahrzeug ein. Sie hörte unser Fahrziel und fragte, ob wir nicht mit ihr zusammen eine Limousine zur thailändischen Grenze nehmen wollten. Wir schilderten ihr kurz unseren Fall........und das wir auf keinen Fall nochmals mehr für die Fahrt zahlen wollten..........schließlich einigte sie sich mit einem jungen Kambodschaner und meinte...........sie werde die Differenz zum Fahrpreis bezahlen. Kurz vor 12.0h fuhren wir mit einem relativ neuen Toyota Camrie auf der Nationalstraße No???............und die war übel. ... ich fragte mich immer wieder, wie jemand für das Fahrgeld – bei dem Materialverschleiß!!! – die ca. 150km bis zur Grenzstadt Poipet fahren kann.......wer sollte dabei noch verdienen?????

Wir freuten uns, daß wir nicht auf der Ladefläche eines Pick Up, wie viele Traveller, fahren brauchten.....wir wären von oben bis unten vom Straßenstaub überhäuft worden......

Unterwegs viele liegengebliebene Fahrzeuge.......einige überladene LKW mit Achsenbruch......und viele, viele Reifenpannen.

In Silophen gabelt sich die Straße nach Siem Reap – die noch katastrophaler sein soll – und nach Phom Penh, die wir kamen. Unsere Thai will hier 30 Minuten Rast machen und in einem Lokal zu Mittag essen. Hannelore und ich bleiben draußen und knufen unser mitgebrachtes Baguett.

Dann weiter....teilweise ist die Straße jetzt im guten, asphaltierten Zustand.

Gegen 14.00h sind wir am Grenzort Poipet – Kambodscha -. Hier ging es ziemlich chaotisch zu.......es ist kaum zu schildern......Menschen, Tiere und Fahrzeuge bildeten eine unübersichtliche Masse.

Wir verabschiedeten uns von der Thai und unserem Fahrer, schulterten unser Gepäck und bahnten uns durch die Massen den Weg zur thailändischen Grenze......Einreiseformular ausfüllen und beim "Arival" Zoll anstehen. Eine Schlange von 15 Travellern – einige erkannten wir wieder – und Thai vor uns. Kurz bevor wir dran sind, fragte ein Traveller, ob wir den Ausreisestempel von Kambodscha in unserem Paß bekommen hätten.......hatten wir nicht......mir war auch kein Beamter begegnet, Also hielt Hannelore die Stellung mit Gepäck am thailändischem Zoll und ich ging mit beiden Pässen zurück, den kambodschanischen Zollstempler zu suchen. Am kambodschanischen Zoll mischten sich Einreisende und Ausreisende. Nach dreiviertel Stunde hatte ich endlich meine Stempel..........zurück zur Thaigrenze.

Keine wesentliche Veränderung der Wartenden. Es gab Schwierigkeiten mit dem Visa eines Touristen. Das Problem schien schon längere Zeit zu bestehen. Der Grenzbeamte hatte das Fenster seiner Behausung geschlossen, um irgendwelche Zwischenrufe abzuwehren. Ein Schweizer hatte kein Re-Entry-Visa und bekam keine Einreisegenehmigung. Endlich waren wir an der Reihe. Mit unseren Formalitäten ging alles relativ schnell; dank unseres "Re-Entry-Visums".

Kein thailändisches Geld.............und es war Samstag..........keine Wechsel-möglichkeit.... damit hatten wir nicht gerechnet!!!!

500m von der Grenze ein Markt.....auch hier keine Wechselmöglichkeit.....keine Busstation weit und breit. Hannelore und ich fuhren mit unserem letzten thailändischen Bath mit einem Tuk Tuk (dreirädriges Kleintaxi) zum nächsten Ort.Aranyapathet; ca 4km für 50,-Bt.

Wir sollten heute noch bis zur Südküste Thailands bis zur Kreisstadt Chantaburi.

Zunächst klapperte ich die Stände und Geschäfte um das Busterminal ab um Dollar zu tauschen. In diesem Ort schien Niemand englisch zu verstehen. Selbst in einem Internetcafe bekam ich nur offene Münder auf meine Bitte um Umtausch zu sehen.......und der Bus nach Chantaburi war schon da.........

Eine Frau half mir schließlich aus der Patsche und tauschte meine letzten 27 Cash-Dollar zu einem Schandkurs von 1 : 34 Bt. Jetzt hatten wir über 900,-Bt. Damit konnten wir locker das Wochenende überstehen!

Gegen 16.00h fuhren wir mit dem Expressbus in Richtung Süden. Kosten für die 250km lange Strecke für uns Beiden 170,-Bt.

Auf guten Straßen kam der Bus erstaunlich schnell vorwärts.

Bei Dunkelheit, aber immer noch schneller als angenommen, war das Busterminal Chantaburi erreicht. Wir schwangen uns in ein Pick Up und ließen uns zum ‚ersten‘ Hotel (Grandhotel) in der Stadt bringen. Nach Art und Weise des Goldrandhauses waren die Zimmerpreise eher moderat, nämlich 1250,-Bt/Tg incl. Frühstücksbufett.

In der Dusche wurde der letzte Dreck von Kambodscha von unseren Körpern gewaschen. Wie neu geboren aßen wir in einem Straßenrestaurant – das Hotel war uns dann doch zu teuer – zu abend. Es gab Nudelsuppe mit Fleischklößen, dazu eine große Flasche Bier.....tat das gut!

Ab ins Zimmer.......wie tot eingeschlafen.

 

Urlabusfortsetzung Thailand

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