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Tagebuch Chinareise
Peking
vom 30.08. – 05.09.2001
Vorwort
Unser kurze Pekingreise wurde aus einer Bierlaune heraus geboren.
Hannelore und ich sprachen im Frühjahr 2001 mit Vater darüber, dass eine einwöchige Pekingreise derzeit recht preiswert sei. Daraufhin entschloss sich Vater (83Jahre) spontan, einmal im Leben auf „der Mauer“ zu stehen.
So buchten wir schließlich über das Internet bei dem Reiseunternehmen der Firma Foxtours, ein Unternehmen der TUI-Gruppe.
Uns war schon vorher klar, das diese Reise nur eine kurze Stippvisite sein konnte...dennoch hat sie uns erstaunlich viel Einblicke in die chinesische Geschichte, deren historische Bauten und Tempel und der chinesischen Tradition gegeben. Nicht zuletzt das heutigem tägliche Leben in Peking, wurde uns durch das Altchinesische Viertel mit seinen Hofhäusern, ein Besuch bei einer Familie und in einem Kindergarten näher gebracht.
Die gute Reiseplanung und -Durchführung hatten wir unserer jungen chinesischen Reiseleiterin ........ zu verdanken. Sie war erst 23. Jahre alt und sprach ein lupenreines Deutsch.
Die Reise war ein voller Erfolg und lässt den Wunsch offen, nochmals nach Peking zu kommen und unsere ersten Eindrücke zu vertiefen.
Im Folgenden beschreiben wir unsere Reise und individuellen Eindrücke. Die entsprechenden Absetzte sind mit
den Initialen des Schreibers gekennzeichnet. Ha.= Hannelore, Hei.=Heino
30.08.2001, Ha.
Abfahrt mit dem Bus um 13.07h ab Münster-Hiltrup.
Weiterfahrt mit dem Intercity Theodor Storm vom Hbf Münster um 14.05.h.
Nach gemütlicher Bahnfahrt kamen wir um 17.55h im Flughafen Frankfurt an.
Endlose Wege zum Terminal 2. Schließlich fanden wir den Check-In Schalter 542-47 der AIR China. Wir stehen uns die Beine in den Bauch. Es geht keinen Millimeter weiter – dabei sind vor uns nicht übermäßig viel Leute.
Nach ca. einer halben Stunde bekommen wir unsere Boardkarten. Wir haben gute Sitzplätze in der 30. Reihe bekommen. Leider keinen Fensterplatz dabei, dafür jeweils zwei Sitze am Gang in einer dreier und vierer Reihe.
Um 19.45h Boarding-Time für unsere Flugnummer CA 932. 20.05h sind wir im Jumbo der AIR China auf unseren Plätzen. Heino und Vater auf der Fensterseite, ich mittig. Um 20.32h werden wir auf die Rollbahn geschoben.
Lift Off in Frankfurt um 20.50h. In Peking ist es bereits 02.50h
Wir konnten unsere Flugroute am Monitor verfolgen:
Frankfurt, Nürnberg, Warschau, Moskau, Omsk, Nowosibirsk, Irkusk (Balkal-See) 08.00h OZ, Ulan-Bator und schließlich Peking.
31.08.01, Hei
10.00h OZ Frühstück an Bord. Es gab zur Auswahl Omelette oder Kartoffelomelette.
Die Stewardess teilte die Zollformulare aus, die wir ausfüllten.
11.40h Landung auf den neuen Flughafen in Peking bei strahlend blauen Himmel.
Auf der Gangway schlug uns eine Temperatur von ca. 30 C entgegen. Wir wurden mit dem Bus zum Flughafengebäude gebracht….die Passkontrolle war kein Problem und wir waren schnell durch, obwohl hier Massen von Neuankömmlingen anstanden…..allerdings dauerte es dann an der Koffer-Claim länger. Unsere Koffer kamen so ziemlich zu letzt….noch einmal im Gänsemarsch mit dem Koffer durch die Zollkontrolle…..kein Problem!
In der Flughafenvorhalle trafen wir dann auf unsere Reiseleiterin, die eine Fox-Tours-Flagge in der Hand hielt. Wir waren gespannt auf unsere Reisegruppe, da wir bis hierher getrennt gereist waren. Bald waren 12 Personen, überwiegend zwischen 50 und 60 Jahren, versammelt. Eine kleine nette Reisegruppe.
Nachdem die Namensliste abgehakt war, machte uns unsere Reiseleiterin die Eröffnung, dass wir „zunächst“ zur Besichtigungstour (Lama- und Konfuziustempel standen heute auf dem Programm) aufbrechen würden und danach zum gebuchten Hotel gebracht würden.
Unsere Reiseleiterin, eine junge Chinesin von 22 Jahren, war sehr sympathisch und sprach fast akzentfrei deutsch. Sie würde uns Peking mit allem Drum und Dran nahe bringen, meinte sie als wir im Bus Platz genommen hatten.
Gegen 13.30h sind wir am Lamatempel. Ein riesiges Gelände.
Darauf ging es zu Fuß zum Konfuzius-Tempel
Gegen 17.00h sammelten wir uns am Bus und fuhren müde, aber zu frieden mit dem Erlebten zum Xiuang Hotel im Westen Pekings.
Vor uns tat sich ein Großhotel mit 26 Stockwerken auf.
Nach kurzem Check-Inn bekamen wir unsere Zimmerschlüssel……..und wir waren angenehm überrascht.
…………dann endlich das ersehnte Duschen. Wir hatten am Nachmittag ganz schön geschwitzt.
Später gingen wir zum Kaufhaus an der Hauptstraße „Xizhimenwai Dajie“. Das ganze Haus war voll von Menschenmassen (ich dachte an die enorme Kaufkraft, die man den Chinesen nachsagt…..wenn sie denn ein paar Pfennig hätten). Es gab hier vom Fahrrad über Kleidung bis Lebensmitteln alles in reichlicher Auswahl.
Im nächsten Lokal ergaben sich Schwierigkeiten. Zunächst stellten sich uns die Preise in der Speisekarte als sehr teuer dar, obwohl wir in einem sehr einfachen Lokal waren. Nachdem wir mit der Bedienung ein bisschen aneinander vorbei geredet hatten, kamen wir schließlich zu dem Punkt wo man uns fragte, ob wir auch chinesisch essen wollten. Schließlich bestellten wir drei unterschiedliche Nudelsuppen nach chinesischen Schriftzeichen und ein Bier zu annehmbaren Preisen. Das Ergebnis war nicht zu verachten. Es gab für jeden reichlich Nudeln mit unterschiedlichen Zutaten .
01.09.01, Ha.
Wecken um 07.00h.
Im Hotel gutes Frühstücksbuffet. Müsli, Obst, Saft Yoghurt, Nudeln, Gemüse, Würstchen, Brot, Marmelade, verschieden zubereitete Eier, gebratenen Speck, Omelette, verschiedene Gebäckstücke, Hefeteile im Bastkorb gegart usf.
Unsere Reiseleiterin kam schon im Frühstückssaal zu uns, um uns unsere Flugtickets nach der Rückbestätigung zurückzugeben. Sie gibt sich mit allem wahnsinnig viel Mühe.
In unserer Sprache wird sie auch mit Jessika (ihr deutscher Professor hat sie in Peking so genannt) angesprochen. In chinesisch heißt sie etwa wie jou jen.
Um 09.00h brachen wir mit unserem kleinen Bus zur Besichtigungstour auf.
Zunächst fuhren wir zum alten Kaiserpalast. Ein Gelände so groß wie vier Golfplätze, meinte unser Reiseführerin. Wir betraten dieses Gelände durch das Mittagstor. Die Palastwände sind alle in Rot gehalten; der königlichen Farbe. Man nennt den gesamten Gebäudekomplex auch die „purpurne Stadt“. Die Dächer sind alle in Gelb gehalten. Die Gebäude liegen alle um eine gerade Achse vom Eingang zum Ausgang.
Nach zweieinhalb Stunden waren wir leider schon durch den Kaiserpalast (man muß sich halt immer an der Gruppe orientieren, sonst verliert man sich bei den Besucherzahlen und der großen Fläche). Für jedes Teilgebäude standen nur wenige Minuten zur Verfügung.
Mittagessen gab es im berühmten Kaiserrestaurant gegenüber dem noch berühmteren Tian’anmen-Platz.
Da wir eine kleine Gruppe sind, passen wir allen zusammen an einem runden Tisch zum essen. Mitten auf dem Tischen ist eine große runde, drehbare Glasplatte auf der die verschiedenen Speisen wie Reis, Gemüse, Fleisch, Fisch, gekochte Erdnüsse, kleine Datteln, Salat usf. stehen. Dazu gibt es immer ein Getränk (Wasser oder Bier) und Jasmin Tee.
Unsere Gruppe ist bunt zusammengewürfelt. Einer aus Köln, der auch schon im Flugzeug neben mir saß; eine wahre Ulknudel. Eine ehemalige Polin; Schwergewichtig mit leichtgewichtigen Mann aus Lübeck auf Hochzeitsreise. Von Waldemar, einem 55-60 jährigen Herrn gibt es noch nicht viel zu berichten (Fortsetzung folgt!)….dann ist da noch ein befreundetes Paar; er Psychologe, sie mit Auslandserfahrung (mehrere Jahre in Damaskus). Und ein Paar „Schröder“, Anfang 50, die sich dezent zurück hielten. In der Gruppe war unser Vater also der Senior.
Auf jeden Fall hatten wir bei unseren gemeinsamen Aktivitäten, insbesondere natürlich beim Essen, viel Spaß. Anfangs gab es natürlich noch viel Schwierigkeiten mit Stäbchen zu essen…..und daher schon viel hallo. Das Essen schmeckte allen ausnahmslos.
Nach dem Essen gingen wir auf den gegenüberliegenden Tian’anmen-Platz mit Mousoleum des Volkshelden (noch immer!!) Maos.
Außerdem befinden sich auf diesem riesigen Platz mittig des Gedenkmal für die Helden des Volkes, an den Seiten das Parlament, zwei Museen und der zweite Eingang zum Kaiserpalast, der „verbotenen Stadt“.
Auf diesem Platz, abgesehen von den Gedanken an die historischen Gegebenheiten, gibt es nicht viel zu sehen. Selbst beim Besuch im Mausoleum soll nur den Kopf von Mao kurz zu sehen sein (man darf nicht stehen bleiben; ähnliches hatten wir in Hanoi mit „Ho Shi Min“), der Körper mit einer roten chinesischen Flagge bedeckt. Heute war das Mausoleum geschlossen. Sonst sind lange Schlangen wartender Besucher am Zugang.
Bald fuhren wir weiter zum Himmelstempel.
Vor dem Gebäude des Himmelgewölbes der Hinweis der Reiseleiterin mit Blick auf den Marmorzugang:
1. Marmorplatte vor dem Eingang 1 Echo wenn man in die Hände klatscht
2. Marmorplatte vor dem Eingang 2 Echos
3. Marmorplatte vor dem Eingang 3 Echos
…..und es war tatsächlich war. Es hat wahrscheinlich jeder aus unserer Gruppe probiert.
Die Sonne schien gnadenlos auf uns und wir nutzten den wenigen Schatten um uns zu sammeln und Erklärungen unserer Reiseleiterin zu lauschen. Wir verließen den Himmeltempel an anderer Richtung in einem Wandelgang.
Hier trafen wir auf Gruppen von Feierabendmusikanten. Eine große Gruppe hatte es uns besonders angetan. Sie sang Volksmusik mit einer Schifferklavier Begleitung……man muß es sich vorstellen, als wenn der russische Donkosackenchor mit 200 Man singt….so mächtig war der Hall der Sänger in dem Wandelgang. Es klang sehr gut!
Im Laufe des Ganges gab es noch ein paar Gruppen, die musikalisches skandierten, aber nicht mit diesem durchdringenden Erfolg.
Als wir wieder schweißgebadet in unserem Aircon-Bus fuhren, teilte uns unsere Reiseleiterin mit, dass es nicht lohnen würde in unser Hotel zurück zu fahren, da wir wenig später wieder zur Peking-Oper in die Stadt fahren mussten.
Sie bot uns an, eine Emaille -Manufaktur zu besuchen. Wir willigten gleich ein (..Kunststück bei einer Reisegruppe von 11 Personen).
Der Besuch in der Email-Manufaktur war sehr interessant. Wir bekamen die einzelnen Arbeitsgänge (Handarbeit!) anschaulich gezeigt und konnten diese gut nachvollziehen.
| Herstellen des Grundgefäßes aus Kupfer | |
| Nacharbeiten des Kupfergefäßes ( Löt- und Pressränder) | |
| Aufzeichnen der Motive | |
| Aufkleben von aufrechtstehenden Kupferbändern als Begrenzung der Motivstruktur | |
| Ausfüllen des Motivreliefs mit flüssiger, farbiger Emailtinktur | |
| Brennen | |
| Nacharbeiten |
Im Show-Room sahen wir vom Armreif bis zur körperhohen Vase alle Dinge, die hier produziert wurden.
Wunderschöne Handarbeit!
Gegen 17.30h fuhren wir zu einem großen Hotel in der Innenstadt zum Abendessen.
Unsere Reiseleiterin leitete uns zu einem großen Speisesaal im der ersten Etage in dem schon mehrere Gruppen saßen. Wieder fanden wir an einem runden Tisch gemeinsam Platz….. und schon wurde aufgetragen. Es wurden allerlei kleine Teller mit den unterschiedlichsten chinesischen Speisen auf den Drehteller gestellt. Der Drehteller hat den Vorteil, dass Jeder ohne Mühe die unterschiedlichen Speisen erreichen konnte……nur eines ist wieder nicht ganz einfach; die Handhabung der Essstäbchen……aber das wird noch geübt! In Asien wird der Reis zwar körnig, aber klebrig serviert…..sonst hätte man gar keine Chance den Reis mit Stäbchen zu essen.
Das Essen in seiner Vielfältigkeit fand allgemein Zustimmung. Auch das chinesische Bier schmeckt wirklich gut!
Als alle Münder gestopft waren, wurde es Zeit zur Vorstellung der Peking-Oper zu fahren.
Die Fahrt zu einem anderen großen Hotel war relativ kurz….. dort fand in einem Theatersaal die touristische Kurzfassung der Peking-Oper statt.
Im der großen Halle liefen wir schon an den toll geschminkten Hauptakthören der Peking Oper vorbei. Wir nahmen in der ersten Reihe auf dem Balkon Platz und hatten daher eine fabelhafte Sicht auf die Bühne.
Reiseführer, klein S 36
Eineinhalb Stunden war die Vorstellung…..sie war wirklich ganz toll….nicht zuletzt wegen der akrobatischen Leistungen der Schauspieler.
Gegen 22.00h waren wir wieder im Hotel.
Geschafft!! …..aber sehr zufrieden mit dem Tagesablauf.
02.09.01, He.
07.00h Frühstück mit allem Drum und Dran.
08.30h Abfahrt zur Großen Mauer.
Unsere Reiseleiterin „Jessica“ erzählt uns allerhand über China. Zeigt uns wie man mit den Finger die Zehn Grundzahlen darstellt. Versucht uns ein paar chinesische Vokabeln beizubringen….. und lernt vom Kölner kölnisch: wie jeht ät diär? Sie antwortet dann: Gott, was allgemein zu einem Lacher führte. Von Bayern hatte sie schon ein bisschen bayrisch gelernt: eons, zwoi, suffa!...aber es wurden auch soziale Fragen über Verdienst, Versicherung usf. gestellt und von ihr geduldig beantwortet. Dabei zeigte sich, dass die Rundumversorgung des Volkes auch nicht mehr so funktioniert. Besser Verdienende müssen zur Krankenversorgung Zuzahlungen leisten, Studenten müssen Studiengebühren bezahlen ( und das nicht von Pappe!), ein Arbeitsplatz muss auch individuell gesucht werden und es besteht schon teilweise Arbeitslosigkeit…..
Der erste Halt an einer Perlenverarbeitung. Wir bekommen zunächst einen kleinen Film über die Perlenzucht zu sehen in deutscher Sprache.
Die Muscheln werden ein bisschen geöffnet und bekommen von anderen Muschel kleine Stücke Muskelfleisch eingelegt und werden wieder in riesige Bassins zurück gelegt. Sie versuchen jetzt das eingepflanzte Muskelfleisch abzustoßen, was ihnen aber nicht gelingt. An diesen Stellen entstehen die Perlen. Die Perlenreifung dauert 3-4 Jahre. An der Jahresringen der äußeren Schale sieht man wie alt die Muschel ist (wie bei Bäumen im Holzkern, so auch die Rillen auf der Muschelschale). Für uns wurde eine 4 Jahre alte Muschel geöffnet. Sie ist etwa so groß wie eine Untertasse. In ihr fanden sich 27 (!) kleine, doppelte und größere Perlen. Es gibt Perlen in weißer, rötlicher und schwarzer Farbe. Die Färbung rührt von unterschiedlichen Wasserzusammensetzungen her.
Anschließend wurde die gesamte Produktpalette im Show - Room präsentiert…und es konnte nach Herzenslust eingekauft werden…..was auch Einige wahrnahmen.
Weiter ging die Fahrt zur Chinesischen Mauer.
Wir haben einen tollen Tag erwischt, es war nur leicht dunstig mit der Tendenz zum aufklaren. Temperatur ca. 28 C.
Wir fahren bis zum Festung Juyongguan 65 km außerhalb Pekings.
Allmählich kommt die Sonne durch und unsere Gruppe macht sich auf den Aufstieg. Unsere Reiseleiterin gibt uns zweieinhalb Stunden zur Besichtigung.
Die Festung Juyongguan liegt in einer Talsenke. Links und rechts von ihr windet sich die Mauer steil auf die Berge. So ist der Aufstieg nur über Treppen möglich, die auch noch zu allem Überfluss unterschiedliche Höhen besitzen, so dass man gut aufpassen muss.
Vater Hermann hat heute leichte Probleme mit der schwülen Luft. Heino läuft mit ihn bis zum ersten Mauerturm. Ich klettere die unregelmäßigen Stufen hoch. Der Schweiß läuft wie ein Wasserfall, die Sonnecreme läuft in die Augen.
Beim Aufstieg lerne ich Franzosen kenne, die kleine Kinder auf Rückengestellen und im Arm tragen. Sie erzählen, dass von sieben Familien Kleinkinder in China adoptiert haben. Drei Jahre hat die Adoption gedauert…später begegnen wir uns immer wieder an den unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten.
Weiter oben treffe ich auf Waldemar (Kältetechniker aus Wuppertal) und Gustav (den Kölner) aus unserer Reisegruppe. Wir muntern uns gegenseitig auf um noch weiter nach oben zu kommen. Es ist eine herrliche Sicht ringsum. Ich kann nicht aufhören zu filmen. Die nächsten 400 Stufen gehe ich allein zum nächsten Mauerturm. Die beiden Männer wollen nicht mehr. Hier oben lerne ich zwei Malaysier kennen. Einer von ihnen spricht vier Sprachen: deutsch, englisch, malaysisch, und indisch. Wir trafen uns ganz oben auf der Aussichtsplattform wieder. Hier wurde gerade ein großes Banner gehisst mit der Aufschrift der Pekinger Olympischen Spiele 2008.
Der Aufstieg dauerte über eine Stunde mit Pausen. Beim Abstieg zählte ich die Stufen. Ich brauchte eine halbe Stunde für ca. 1800 Stufen…..meine Knie und Beine fangen an zu zittern. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Unsere gesamte Reisegruppe mit Vater und Heino wartet unten am Bus auf mich. Man hat mich fast schon auf die Vermisstenliste gesetzt.
Bald fahren wir zum Essen.
Wie immer ist das Essen vorzüglich….immer eine große Auswahl auf dem Drehteller. Wir essen rund um uns zu. Nebenan im Gebäude viele Verkaufsstände mit Stoff, Perlen, Kleidung, Jadefiguren, Emailarbeiten, Teppichen usf.
Später fahren wir weiter zu den Ming-Gräbern.
Am Grab von „Jingling“ (Grabmal des Jingling-Kaisers) waren wir gegen 15.00h.
Gegen 16.12h, Hannelore hatte gerade einen gehäkelten Sonnenschirm für ihre Puppe erstanden, fuhren wir zurück nach Peking.
Ca. 17.00h waren wir wieder in unserem Hotel und wir verabredeten uns für den Abend zum Pekingentenessen.
18.30h holte uns der Bus mit Reiseleiterin „Jessika“ ab zum Pekingentenessen. Ca. 30 Minuten brauchten wir bis zum Stadtzentrum, dann hielten wir vor einem kleinen Lokal. Draußen am Eingang rote, beleuchtete Lampingjongs am schönen Eingangportal. Es war inzwischen dunkel ( Sonnenuntergang ca. 18.00h).
Hier wurde erst mal ein Gruppenfoto gemacht. Drinnen ließen wir uns wieder gemeinsam an einem runden Tisch nieder. Bald füllte sich der Tisch wieder mit den verschiedensten Speisen. Nette Bedienungen wieselten um uns herum….dann kam der Koch mit der Pekingente auf einem Beistelltisch und schnitt dünne Scheiben auf einen Teller.
Eine junge Chinesin zeigte uns, wie sie Ente mit Sauce, Gemüse und anderen Kleinigkeiten in ein dünnes Fladenbrot verpackt bzw. zum Essen bereitet…..doch diese Kombination verschiedener Speisen, war nicht Jedermanns Sache….aber Jeder fand für sich etwas auf dem prall gefüllten Tisch. Es schmeckte allen sichtlich. Es wurden viele Witze gerissen und wir hatten alle sehr viel Spaß.
22.30h waren wir wieder im Hotel.
Gute Nacht!
03.09.01, Ha.
nach dem Frühstück fahren wir um 08.30h zum Tempel des liegenden Bhudda ca. 25km außerhalb der Stadt.
Man betritt die Anlage durch einen wunderschönen, großzügig angelegten botanischen Garten. Wir kommen an einem Bonsai-Garten vorbei und sehen das große Gebäude des esoterischen Zentrums, das zum meditieren einlädt. Dort wird ein separater Eintritt verlangt. Unsere Zeit ist wie immer zu kurz bemessen, um überall intensiver zu schauen.
Nachdem wir an den Tempel des liegenden Bhudda gesehen hatten, verließen wir wieder den Park.
Bald darauf fuhren wir mit dem Bus zum Sommerpalast des Kaisers und seiner Familie.
Ein großer Gebäudekomplex an einem See. An den erhöhten Türschwellen erzählte die Reiseleiterin, das diese das Eintreten der bösen Geister (sie haben keine Knie, deshalb können sie die erhöhten Schwellen nicht überwinden) vermeiden sollen.
Ein wunderbarer Wandelgang entlang des Sees, mit vielen bemalten Firstbalken, konnten wir genießen. Auf den Bänken im Schatten des Wandelganges ruhten sich die Einheimischen aus, machten Picknick und genossen die Atmosphäre. Viele Familien hatten Kleinkinder dabei. Es war putzig zu sehen, wenn die Kleinen mit ihren geschlitzten Höschen (es wurden keine Windeln wie bei uns genutzt) herumliefen. Ich versuchte diesen Anblick auf den Film zu bannen. Bin gespannt ob es mir gelungen ist.
Hier am Wandelgang und See erlebten wir erstmalig wieder die Penetranz der fliegenden Händler, die unbedingt Postkarten, T-Shirts, Bildbände, Fächer, Emailarbeiten, chinesische Schreibutensilien, Getränke, gegarte Maiskolben usf. verkaufen wollten. Nie zuvor haben wir in Peking dergleichen erlebt.
Vom Marmorschiff aus fuhren wir ca. 15 Minuten über den Kumming-See zur 17 Bogenbrücke. Historisch wird sie als 18 Bogenbrücke bezeichnet, wobei der Mittlere doppelt gezählt wird.
Über die Brücke gelangt man zu einer kleinen bewachsenen Insel, dem Garten der Harmonie und des Vergnügens.
Die Brückenbrüstung ist mit vielen kleinen Löwen verziert die die Insel bewachen sollen.
Am frühen Nachmittag ging es wieder zu einem Lokal zum gemeinsamen Mittagessen. Gewöhnungsbedürftig: die Suppe gibt es immer erst nach der Hauptmalzeit in China. Allmählich wurde das Essen mit Stäbchen in unsere Gruppe besser (obwohl wir auch Besteck bekommen konnten). Vater und ein paar Andere bevorzugten immer noch die Gabel.
Wir hatten, wie immer, recht viel Spaß beim gemeinsamen Essen und frotzelten enorm rum. Die Meisten duzten sich mittlerweile.
Das Restaurant ist ganz in der Nähe vom Zoo. Also nichts wie hin und Pandabären bestaunen. Eintritt 5,-Y.
Der Pekinger Zoo besitzt 5 Pandas, wovon gerade eine Dame in Berlin zur Besamung sein soll, hörte ich. Sie drehen uns meist den Rücken zu und fressen Bambusblätter. Nur einer ist im Außengehege und liegt müde in einer Astgabel.
Von hier fahren wir schließlich zur Universitätsklinik von Peking; genauer zum Gesundheitszentrum.
Hier werden wir von einer Ärztin in reinem Deutsch von der chinesischen Heilkunde informiert, die im Großem und Ganzen auf der Natur-Ganzheitsmethode beruht. Sie berichtet in einem kurzem Überblick über den Ausgleich von Jing und Jang in Bezug auf die Gesundheit. (z.B. Sauer/Süß, heiter/traurig, hell/dunkel usf.). Sobald diese nicht im Einklang sind, kann es auf Dauer zu schwerwiegenden körperlichen Erkrankungen kommen.
Medizinische Universitätsklinik, Peking
Bei einer aus unserer Gruppe, die öfter unter Kopfschmerz und Verspannung litt, wurde eine Akupunktur im Nackenbereich durchgeführt.
Dann wurden uns vier ältere chinesische Professoren vorgestellt, die nur durch beiderseitige Pulsnahme an den Handgelenken den allgemeinen Körperzustand diagnostizieren können. Diese Fähigkeit sei jedoch erst nach jahrelanger Übung mit guten Resultaten durchzuführen.
Die Professoren verteilten sich im Raum begleitet von einem Dolmetscher.
An beiden Armen wurde gleichzeitig der Puls ertastet. Man wurde nach dem Alter befragt, sollte die Zunge zeigen und schon wurde die Diagnose gestellt. Bei mir stimmt fast alles. Die Diagnose war kostenlos und wurde bei Jedem durchgeführt. Jetzt wollten die Ärzte ganz gern die Medikamente zur Diagnose verkaufen. Die Naturmedizin wäre für einen Monat gewesen und sollte bei mir 140,-DM kosten.
In einem kleinen Raum (3 X 6 Meter) mit Schulbänken hatten wir uns niedergelassen. Hier fand auch der Vortrag und die Untersuchung statt.
An der Frontwand hingen medizinische Karten mit einem männlichen Körpern. Es waren die Muskeln und die Akupunkturpunkte und einige andere Dinge eingezeichnet. Wir bekamen zur Begrüßung einen kleinen Jasmintee.
Zum Schluss ließ ich mir eine Nackenmassage machen. Dazu musste ich mich auf einen frei stehenden Stuhl setzen und der Masseur behandelte ca. 10 Minuten meinen Nacken. Das leichte Kneten und klopfen hat nichts gebracht in der kurzen Zeit. Er bekam trotzdem 10,-Y Trinkgeld von mir, da die Behandlung ansonsten kostenlos für mich war.
Statt, wie von unserer „Jessica“ vorhergesagt, waren wir schon nach einer Stund statt zwei bis zweieinhalb Stunden fertig.
Viel zu früh für unser gemeinsam geplantes Abendessen.
Wir ließen Vater und unsere Sachen im Restaurant bei den anderen Mitreisenden und trabten für die nächste halbe Stunde durch die nächste Seitengasse.
Hier endlich etwas „urwüchsiges“ China, wie wir es uns vorgestellt hatten. In der etwa zwei Meter breiten Gasse gab es fliegende Gemüse- und Obsthändler, sowie kleine Garküchen. Die Menschen wollten meist nicht fotografiert werden, wurden sogar teilweise böse und wandten sich ab. In den Nebengassen armselige Innenhöfe.
Abendbrotessen unterschied sich in Art und Weise nicht vom Mittagessen. Alles hat wieder recht gut geschmeckt.
Nachher hatten wir noch etwas Zeit und wir schlenderten mit Vater die Hauptstraße hinunter.
In einem Schuhgeschäft erstand ich günstig Sandalen. Gleich nebenan erhielt ich eine CD mit chinesischer Folkmusik, die ich später als Filmmusik verwenden will.
Später fuhren wir mit dem Bus zu einem kleinen Theater. Hier sollte es eine Akrobatik-Show für uns geben.
Als wir Platz genommen hatten, umgab uns eine Atmosphäre mit Glanz, Glimmer und vollkommener Körperbeherrschung. Selbst kleine Kinder zeigten ihre akrobatischen Kunststücke. Mit„standing ovation“ verabschiedeten wir uns von den Artisten.
Als wir um 22.30h am Hotel ankamen, gingen wir alle noch zu einem nahen Restaurant um den ereignisreichen Tag zu begießen.
Der Besitzer des Lokals ist Chinese, hat aber eine deutsche Großmutter (….das sagt auch seine Körpergröße aus!). Er ist sehr nett und hat für Jeden ein freundliches Wort.
Heute ist es schon Dientag; fast 01.00h.
04.09.01, Hei.
Heute stehen wir etwas später auf.
08.00h Frühstück.
09.00h fahren wir mit unserer Reiseleiterin im Bus in die City.
Wir hatten uns auf einen gemeinsamen Stadtrundgang mit kleinem Programm geeinigt; fakultativ, wie man so schön sagt.
In der Stadt bestiegen wir mehrere Rikschas und fuhren bald durch Alt-Peking; will sagen kleine Gassen mit einstöckiger Haubebauung, die so genannten Hofhäuser. Die Rikschafahrer fahren ganz schön schnell durch die schmalen Gassen. Sie, so hat man den Eindruck, feuern sich gegenseitig an.
Später halten wir an einem Gemüsemarkt und besichtigen die Halle. Es gab allerlei verschiedenes Gemüse, aber auch Fleisch und andere Lebensmittel zu kaufen………
……..weiter ging die Rikschafahrt durch das Viertel. In den Gassen saß oder standen ältere Leute, beschauten sich die Umwelt oder hielten ein Schwätzchen. Hier und dort kleine Läden. An manchen Gassenecken wurden Fahrradreparaturen durchgeführt.
……..der nächste Halt vor einem Kindergarten. Wir strömten hinein. Uns kamen kleine Dötze von 3 bis 6 Jahren entgegen und winkten uns zu. Der Kindergarten dient als Tagesunterbringung für die Kleinen, meint unsere Reiseleiterin. Teilweise bleiben sie die ganze Woche dort und werden nur zum Wochenende von ihren Eltern abgeholt. Durch die politisch gewollte „Ein-Kind-Ehe“ ist der Kindergarten eine geeignete Maßnahme für die Kleinen das soziale Verhalten zu erlernen, meinte Jessica. Zu Haus werden sie meist von Eltern und Großeltern verzogen – wie die kleinen Kaiser – und seien ziemlich egoistisch. Die Kinder sind in einzelnen Gruppen in kleinen Zimmern eingeteilt; wie Klassen. Als wie in einen kleinen Raum kamen winkten sie uns zu. Sie waren kaum fremd uns gegenüber. Mit der Gruppenleiterin sangen sie dann das Lied vom Meister Jakob; natürlich in chinesisch.
Wir hatten viel Spaß und sangen teilweise mit. Im „Klassenzimmer“, wo zusammen gespielt wurde, war auch für jedes Kind eine Schlafmöglichkeit vorhanden.
Die Fläche des Innenhofhauses war relativ groß, so dass die Kinder im Innenhof mit Spielgeräten spielen konnten.
Unter Gejohle wurden wir verabschiedet…..und setzten unsere Fahrt mit der Rikschakolonne fort.
Nächster Halt, die Besichtigung eines Innenhofhauses bei einer chinesischen Familie.
Nach mehrmaligen Klopfen wurde uns von einem älteren Herrn aufgetan und wir wurden ins Haus geführt. Auch hier ein abgeschlossener Innenhof von dem die einzelnen Räume abgingen. Hier wurden wir von einer alten Frau herzlich empfangen. Zunächst bestaunten wir die vielen Braunkohlebriketts, die im Hof lagerten……und wir erfuhren, dass der Winter in Peking zwar trocken, aber das Thermometer auf teilweise -20 C fällt.
In diesem Familienhaus lebten drei Generationen, berichtete uns die ältere Frau, als wir in ihrem Zimmer auf beiden Betten platz genommen hatten.
Vater fragte nach ihrem Alter. Sie war 74 Jahre…….und erzählte weiter, dass das Haus seit Generationen im Familienbesitz war…….und es zu Zeiten der Kulturrevulotion (Mao) verstaatlicht war und sie Miete zahlen mussten. Später, Ende der 70ger Jahre, haben sie ihr Eigentum wieder bekommen (Ära Deng Chao Peng). Sie wurden wieder ordentliche Besitzer, dürfen aber ihr Haus nicht verkaufen………und hoffen, dass es künftig auch noch vor der Stadtsanierung (Olympiade 2008!) verschont würde.
Dieses Zimmer, in dem wir uns zusammen fanden, war Wohn-/Essraum. Möbliert war es mit zwei Betten und zwei Kommoden. Fließend Wasser und Toiletten gab es nicht. Wir hatten die zentralen Toilettenhäuser in den Gassen schon teilweise beim Vorüberfahren gerochen….
….aber dies war seit jeher so in den alten Pekinger Vierteln.
Wir beschauten noch einige Räume, die jeweils ca. 10-15 qm groß waren.
Im Zimmer der Enkelin arbeitete sie bereits an einem PC mit HP Farbdrucker……welch ein Gegensatz!!
Kurze Zeit später wurden wir freundlich verabschiedet.
Weiter ging es mit unseren Rikschas durch die schmalen Gassen und hielten schließlich an einem alten chinesischem Freudenhaus; heute Teehaus. Es war ein altes, zweistöckiges Holzhaus. Unten kam man in einen großen Raum mit ein paar großen Tischen. Hinten an der Seitenwand zwei kleine Räume. Eine Treppe führte zu einer Galerie hinauf, die rundherum lief. Von der Galerie gingen viele winzige Zimmer zu den Außenwänden ab. Hier hinauf hatten die Prostituierten ihre Freier gebracht.
Vom oberen Gang hatte man einen guten Ausblick auf die Halle unten.
Unsere Gruppe wurde unten von einer netten jungen Chinesin begrüßt und in ein kleines Hinterzimmer geführt. Hier sollte uns die chinesische Teezeremonie nahe gebracht werden. An den Wänden im Regel verschiedene Teesorten und –Tassen.
Die Teezeremonie wurde von der jungen Chinesin in englisch gehalten. Hannelore übersetzte.
Auf einem kleine Tablett mit Wasserablauf wurden zunächst unsere Tassen und die Teekanne aufgestellt.
Zunächst wurde die Kanne mit heißem Wasser ausgespült und danach das Teekraut (Jasmintee) eingefüllt. Dieser dann kurz aufgebrüht und schnell wieder abgegossen. Danach ein zweites Mal überbrüht und die geschlossene Kanne mit heißem Wasser übergossen. Parallel wurden unsere Tassen mit heißen Wasser gefüllt, um sie vorzuwärmen.
Nachdem der Tee 3-4 Minuten gezogen hatte wurden unsere Tassen entleert und mit Jasmintee gefüllt. Jetzt sollte man die heiße Tasse mit Daumen und Zeigefinger umfassen und mit dem Mittelfinger unterstützen.
In drei Schlucken soll sie geleert werden.
| der erste Schluck für die Gesundheit | |
| der zweite Schluck Glück | |
| der dritte Schluck für ein langes Leben |
Am Schluss der Zeremonie wurde darauf hingewiesen, dass wir hier noch Tee und –Tassen kaufen könnten.
Bald darauf ging es in schneller Rikschafahrt zur Hauptstraße zurück.
Der Bus brachte uns zum Kohlehügel.
Er liegt nördlich des Kaiserpalastes und wird so genannt, weil ehemals hier die Kohlen für den kaiserlichen Palast gelagert wurden.
Als der Bus hielt und wir ausstiegen waren wir sofort von fliegenden Händlern umringt.
Sofort hinter der Kasse, an der der Eintritt für die Besichtigung des Kohlehügels entrichtet werden musste, hörte die penetrante Belästigung auf.
Da wir die Ostroute hinauf gingen, kamen wir an einem eingezäunten Akazienbaum vorbei, an dem sich 1644 der letzte „Ming Kaiser“ erhängt haben soll.
Den Hügel hinauf ging ein Treppengang mit drei aufeinander folgenden Pavillons. Am Ersten spielte ein Geiger – mehr Schlecht als Recht -. Als er hörte, dass wir Deutsche waren, fing er an Beethoven zu spielen. Als wir ihn nach einer Pause wieder verließen, war er schon bei Strauß angelangt.
Weiter oben kamen wir zum zweiten Pavillon und schließlich zum Oberen. In ihm schaut ein großer Bhudda in Richtung Kaiserpalast……….schade, dass wir so ein diesiges Wetter haben…….so kommt der Kaiserpalast und ganz Peking zu unseren Füßen gar nicht zur Wirkung.
Gegen 13.30h haben wir den Kohleberg verlassen und werden mit den Bus nahe am Tian’anmen-Platz abgesetzt. Wir haben den Nachmittag zur freien Verfügung und werden mit dem Taxi zurück zum Hotel fahren.
Zunächst essen wir gemeinsam in einem schlichten chinesischen Lokal zu Mittag. Das Essen ist ausgesprochen gut und preiswert.
Halber Liter Chinabier 4,-Y
Nudelsuppe mit Einlage 5,-Y
Nach dem Essen trennen wir uns von unserer Reisegruppe.
Hannelore, Vater und ich schlendern die Hauptgeschäftstraße „Wangfujing“ (Fußgängerzone) hinunter.
Besonders die lebensgroßen Bronzefiguren haben es uns angetan. Wir machen natürlich ein paar „Staraufnahmen“ mit einem alten Rikschafahrer. Wir schlenderten gemütlich in südliche Richtung…wir hatten jetzt Zeit! Sahen uns in Ruhe um und besuchten einige Geschäfte. In einer Seitengasse schlenderten wir durch einen Essmarkt und besehen uns das exotische Angebot. Hier wurden wir von und mit Chinesen fotografiert.
Noch einmal liefen wir an den Garküchen des Nachtmarktes vorbei und sahen uns besonders die kulinarischen Kuriositäten an. Es gab Grillen, Skorpione, kleine Vögel, Engerlinge auf Spießen zum Grillen. Auch Süßes war in vielen Farben vorhanden und von mir nicht zu bestimmen.
Mit dem Taxi fuhren wir gegen 17.30h zurück zum Hotel. Ich brachte nur unsere Hotelvisitenkarte vorzuzeigen und schon war dem Fahrer unser Ziel klar. Zunächst standen wir etwas eingezwängt in einem großen Stau, aber schließlich erreichten wir doch unser Hotel zum Fahrtpreis von 24,-Yuan (hätte ich mir teurer vorgestellt, waren wir doch ca. eine Stunde unterwegs!).
Um 19.30h treffen wir uns mit der Reisegruppe und gehen zum nahen Restaurant – wie vorgestern – um den letzten Abend gemeinsam zu verbringen. Haben draußen auf der Terrasse gesessen unter einem Kürbisgeflecht. Man musste aufpassen das man sich nicht den Kopf an den großen Flaschenkürbissen anstößt, die überall herunter hängen.
…es gab diesen Abend reichlich gezapftes Bier und mittig, für jeden greifbar, überbackenes Huhngeschnetzeltes………..und ein Witz jagte den Anderen.
Ca. 23.30h wieder im Hotel. Mit einem Cognac haben wir den Tag beschlossen und den Neuen begrüßt.
05.09.01, Hei
Spät, um 08.00h, aufgestanden.
Koffer gepackt und vor die Tür gestellt.
Opulentes Frühstück; wie jeden Morgen mit Omelette und Kartoffelbratlingen. Nochmals auf unser Zimmer die Reste ausräumen.
Als wir dann in die Hotelhalle zurück kamen, steht schon die komplette „Reisebande“ beieinander.
Punkt 11.00h fahren wir mit dem Bus zum Flughafen.
Im Bus ließt uns unsere Reiseleiterin das Chinesische Horoskop für die einzelnen Jahrgänge vor. Es fing mit dem Jahr der Ratte an und hörte dem Pferd auf. Es war sehr amüsant und kurzweilig. Es ergab hin und dort ein Bestätigung oder Lacher.
12.00h am Flughafen………unsere Koffer standen schon parat.
Jessica besorgte uns die Quittung für die Flughafensteuer und geleitete uns zum Air China Terminal. Kurze aber heftige Verabschiedung von Jessica.
…kurzes Anstehen am Check-In Schalter, bekamen unsere Boardkarten mit einem sehr angenehmen Platz und wurden unsere Koffer los.
…….der Abflug verzögerte sich auf 14.30h.
Endlich Boarding-Time 14.30h.
15.15h dann Lift Off in Peking. Wir flogen in einen strahlend blauen Himmel und ab jetzt immer mit der Sonne. Nach kurzer Flugzeit bekamen wir etwas zu Essen und konnten wenig später den Beikal-See von oben bestaunen. Danach setzte starke Bewölkung ein bis Deutschland. Reiseroute wieder über Moskau, Warschau.
Um 19.00h (OZ) Landung in Frankfurt.
Wieder bekamen wir unsere Koffer so ziemlich zu letzt. Bis wir durch den Zoll waren war es 20.00h…..wir bekamen unseren Zug um 20.04h nicht mehr…….nächste Möglichkeit 22.04h über Köln. Es wurde ein verdammt langer Tag.
Haben noch ein Weizenbier in Bahnhofsrestaurant getrunken, was die Müdigkeit auch nicht gerade vertrieb.
Irgendwie verging die Zeit.
00.15h umsteigen in Köln in den IC nach Hamburg.
02.08h Ankunft in Hbf Münster. Konnten die Augen kaum noch offen halten.
02.40h zu Haus…..und ins Bett gefallen.
War ein schöner, erlebnisdichter Urlaub.
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erstellt 11.2001