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Info: Ein wertvoller Reisebegleiter war der Reiseführer "Thailand" vom Loose-Verlag

siehe auch "externe Infos zu Asien"

09.04.02, Ha., in Bangkok, Asia Hotel

Der Weckdienst meldet sich wie vereinbart um 06.00h per Telefon.

06.30h am reichhaltigen Frühstücksbüfett. Checkout um 07.15h.

In der 1. Etage des Asia Hotel gingen wir zur Haltestelle des Skytrains (Neuer Aircon-Zug, der durch Bangkok auf hohen Betonstelzen fährt). Der Zug bringt uns zur nördlichsten Haltestelle Mo Chit – 5 Haltestellen, 10 Minuten Fahrt, 30,-Bath/Pers.) Von hier fahren wir weiter mit dem Tuk-Tuk zum Northern Busterminal.

Unser nächstes Ziel ist die alte Königsstadt Sukhothai. Der nächste Aircon-Bus soll schon in 30 Minuten, also um 08.30h, fahren.

Nachdem wir die Fahrkarten gekauft und den Bus im riesigen Terminal gefunden hatten, werden wir zu unseren reservierten Plätzen geleitet. Heinos Rucksack wird derweil im Gepäckraum verfrachtet.

Auf der langen Bustour von 7,5 Stunden gibt es nicht allzu viel zu sehen. Zum großen Teil endlose Reisfelder…und die waren abgeerntet oder gerade neu bepflanzt.

Zwischenstop gegen 13.00h in einem großen Straßenrestaurant. Es wurde Zeit für eine Pause. Hier tankten wir unseren Körper mit Nudelsuppe und Cola auf.

Gegen 16.00h fahren wir ins Busterminal Sukhothai ein. Ein Tuk Tuk bringt uns in das Lotus-Village; einer Bungalowanlage, die wir uns im Reiseführer ausgeguckt hatten.

Wir bekamen ein prima Teakholz Bungalow und wollten zwei Nächte hier bleiben.

Anschließend ein kleiner Bummel durch New Sukhothai. Abendessen in einem Straßenrestaurant. Im Internet-Cafe haben wir viel Post nach Hause geschickt.

Den Abend verbrachten wir auf unserer kleinen, hübschen Terrasse. Die Anlage liegt dschungelmäßig eingebettet in viel Grün und Blumen. Viele Bungalows stehen auf Stelzen im Wasser…also Vorsicht Mücken!! Aber die Mückenstiche hielten sich in Grenzen. Auch nachts wurden wir in Ruhe gelassen, trotz fehlender Moskitonetze.

 

10.04.02, Hei.

Gegen 07.00h aufgestanden.

Der Ventilator drehte noch munter seine Runden, obwohl eine Stromsperre für heute morgen angekündigt war…..so konnten wir beruhigt zum Frühstück gehen und uns auf heißen Kaffe freuen. Es gab in dieser, von einem Franzosen geführten Bungalowanlage, sehr gutes Frühstück, wenn auch für Thai Verhältnisse ein bisschen teuer.

Ca. 09.00h fuhren wir mit dem lokalen Bus – umgebauter LKW mit Holzbänken auf der Ladefläche - zum 12km entfernten Old Sokuthai, der Wiege Thailands. Beschreibung: Loose, Seite 268.

Dort angekommen, mieteten wir uns Fahrräder, um das weitläufige Areal von ‚Old Sukhothai Historical Park’ anzuschauen.

Am Eingang zahlten wir die Eintrittsgebühr für alle Sehenswürdigkeiten als Kombiticket -150,-Bath + 10,-Bath fürs Fahrrad - .

Auf das Fahrrad und los… es war gerade 10.00h und die Sonne brannte schon ganz schön vom wolkenlosen Himmel. Auf dem Fahrrad merkte man es nicht so….

Hannelore und ich waren begeistert von der gepflegten Aufbereitung der alten Kulturschätze. Die sauberen, gepflegten Parkanlagen zwischen den einzelnen Tempeln taten ihr übriges.

Erster Halt: Wat Mahatat. Loose, Seite 269

..es war der königliche Tempel der Sokuthai-Periode….und erstaunlich gut erhalten.

Später fuhren wir weiter zum Wat Sri Suwai Loose, Seite 269, dann zu den königlichen Tempel Wat Sra Si Loose, Seite 269. Ein Stücken weiter mit dem Fahrrad schließlich zum Wat Sri Chun, Loose, Seite 270, in dem Gebäude ein prächtiger, haushoher Buddha, der uns von oben herab anschaute.

Danach fuhren wir hinaus, vorbei an den alten Stadtmauern, zum Wat Phra Phae Luang,  Loose, Seite 270.

Einige Zeit später fanden wir an der Hauptstraße eine kleine Garküche, wo wir endlich etwas zu trinken bekamen…es wurde auch dringend Zeit. Nachdem der größte Durst gelöscht war, aßen wir noch eine kräftige Nudelsuppe.

Später am Stadtrand von Old Sokuthai hinter einem großen Wassergraben sahen wir einen kleinen Wat. Der Wassergraben war so mit Wasserrosen bewachsen, dass man nur noch das Wasser vermuten konnten….die ganze Szene war sehr Fotoriestisch. Über eine schmale, wacklige Holzbrücke gelangten wir zur kleinen Tempelanlage, die aber außer der Lage und Umgebung keine Besonderheiten bot.

Danach besuchten wir das kleine Sokuthai-Museum …… es lohnte sich nicht!

Hannelore und ich schwangen uns wieder auf die Fahrräder. Wir verließen Old Sokuthai durch das westliche Stadttor. Wir wollten unbedingt dem alten Wat Sepan Hin besuchen. Es wurde eine längere Strecke. ca. 3,5km hin…..und die Sonne…und wir schwitzten….Hannelore Kreislauf machte mehrfach Kapriolen…..schließlich kamen wir an. Es waren aber noch 200 Meter Höhenunterschied auf einem Steindamm zu bewältigen. Bis zur Hälfte hat Hannelore mitgehalten, dann musste sie mit hochroten Gesicht pausieren….es ging nicht weiter. Nachdem ich sicher war, dass es ihr einigermaßen gut ging, kämpfe ich mich bis zum Tempel hoch.

Oben schaute ein großer, stehender Buddha auf die weite Ebene und schien das Land zu segnen. Ich konnte nicht weit in das Land hinein sehen, da es auf Grund der Hitze sehr dunstig war…alles war zwar gut erhalten…aber das man gerade diesen Tempel ‚unbedingt’ gesehen haben muss, kann ich nicht nachvollziehen (wahrscheinlich muss man sich dazu noch tiefer mit der Historie beschäftigen).

Hannelore hatte sich zwischenzeitlich wieder erholt. Beim nächsten Getränkestand wurde wieder reichlich getrunken.

Fuhren später nochmals durch Old Sokuthai und sahen uns die Bronzebüste des ersten Thaikönigs an.

Gegen 16.00h gaben wir die Leihräder wieder ab.

Im Bus nach New Sokuthai sprachen Hannelore und mich mehrere junge Thaimädels mit Schuluniform an und fragten uns Standartfragen aus ihren Schulbüchern auf englisch ..…es gipfelte darin, dass sie unsere Adresse haben wollten, um uns zu schreiben. Das ganze Gespräch war sehr nett und amüsant.

17.30h wieder im Lotus Village…..sofort geduscht!

Abends über den Night Market. Wenig touristisch, mehr kleine Gebrauchsartikel.

Abendessen in einem Straßenlokal. Waren schon gestern Abend hier und die Kellnerin freute sich, uns wieder zu sehen.

 

11.04.02, Ha.

Um 07.00h gefrühstückt. Danach checken wir aus und ein Tuk-Tuk bringt uns zum Busterminal. Dieses Tuk Tuk hatte die bauliche Besonderheit, dass wir vor dem Fahrer quer saßen und damit besser in Fahrtrichtung sehen konnten.

Am Terminal wurden wir sofort von ‚unserer’ kleinen Thai aus dem gestrigen Lokal begrüßt. Sie erzählt ganz lustig, dass sie mehrere Jobs ausübte. Tagsüber als Guide bei einer Zimmervermittlung und Tuk Tuk-Fahrrerin und abends als Kellnerin.

09.15h soll schon unser Bus nach Lampang fahren. Also haben wir noch eine Stunde zeit.

Als wir losfuhren, lernten wir im Bus ein Schweizer Ehepaar kennen, die wir am Vortag schon in Old Sokuthai sahen. Sie erzählten, dass sie schon 5 Monate in Australien unterwegs gewesen waren und hätten jetzt noch bis Ende Juli in Thailand Zeit. Auch ein alleinreisender, junger Holländer hat noch eine Auszeit bis Ende Juli, dann beginnt sein Studium, meinte er.

Der Bus war rappelvoll. Nicht wie sonst üblich, mit reservierten Plätzen im AC-Bus. Ich fand noch einen Platz. Heino musste zunächst stehen, bis man ihm ein Plastikhöckerchen anbot….vielleicht weil er mit seiner neuen Kurzhaarfrisur noch etwas älter aussah.

Die Fahrt verlief unproblematisch. Aber auch hier oben bot die Umgebung wenig Abwechselung. Die Reisfelder waren größtenteils abgeerntet, wodurch die Landschaft schnell trist wirkte.

Gegen 14.00h erreichten wir das Busterminal von Lampong. Jetzt lief wieder alles sehr schnell. Per Pick Up ging es zügig durch die Stadt. Die Seitenfenster wurden zugeschoben. Heino wunderte sich. Ich nahm schon an, dass es etwas mit dem Neujahrfest (13. – 15.04.02) zu tun hatte. Kaum waren wir losgefahren bekamen wir schon eine Ladung Wasser in den hinter offenen Passagierraum. Die vor uns sitzenden Thai waren Pudelnass. Heino und ich saßen zum Glück recht geschützt. So prasselte jetzt unentwegt Wasser auf und in unser Fahrzeug. Besonders hatten es die Wasserspritzer auf die Mopedfahrer abgesehen. Alles triefte von den Haarspitzen bis zur Fußsohle, aber keiner beschwerte sich. So sind wir noch einigermaßen Trocken zum angewiesenen Riverside Guesthouse gekommen.

Dort haben wir, in diesem wunderschönen alten Teakhaus am Fluss, ein schönes Zimmer mit Balkon bekommen. Wir breiteten zunächst mal unsere Fotosachen aus, damit die Feuchtigkeit verdunsten konnte.

Danach verpackten wir die Technik wasserdicht und machten uns zu Fuß auf zur Wasserschlacht. Wir liefen fast Slalom auf der Strasse, um von Wasserspritzenden Gruppen verschont zu bleiben…..hatten aber keine Chance. Zwischendurch wurden wir, damit wir nicht so trist nass aussahen, mit Kreideschlamm an den Wangen beschmiert. Kaum waren Heino und ich etwas angetrocknet kam die nächste Dusche. Häufig waren beide Straßenseiten mit Wasserbehältern und die dazugehörigen Jungendlichen bestückt…man hatte keine trockene Chance…In einem Lokal aßen wir etwas und konnten so relativ unbeteiligt das Wasserspektakel auf der Straße beobachten. Selbst europäische Kinder mischten hier kräftig mit und hatten einen Affenspaß mal ungestraft Erwachsene nass spritzen zu dürfen…ohne Reue.

Bald danach trafen wir auf ein Büro der Thai Airways…und machten dort die Sessel nass. Hier buchten wir einen Flug von Chiang Mai nach Mae Hong Son am 16.04.02 und zahlten mit Kreditkarte. Am Bahnhof – wir wollten mit der Bahn weiter nach Chiang Mai fahren – erkundigten wir uns nach den Verbindungszeiten.

Auf dem Rückweg zum Riverside Guesthouse besuchten wir den alten Tempel Sirongmuang; Loose, Seite 407.

Zu Abend aßen wir in einer kleinen Straßenhütte gut und preiswert. Den Abend verbrachten wir auf unserer idyllischen Terrasse mit Blick auf den Fluss.

War ein schöner, wenn auch nasser Tag.

12.04.02, Hei.

Ausgedehntes Frühstück auf der Flussterrasse in unserem Guesthouse.

Zu fuß in die Innenstadt und krampfhaft nach einer Bank gesucht, die im Loose Reiseführer beschrieben war. Im Vorbeigehen beschauten wir uns auf einem Tempelgelände eine klein Gesellschaft mit Kapelle, die sich tanzend um den Wat bewegte. Hannelore und ich vermuten eine Mönchsweihe mit Familie.

Nach einigem Hin- und Herfragen – die Wasserschlacht entbrannte schon wieder an den Hauptstrassen – fanden wir die Bank…..und tauschten schließlich Geld.

Die Banksangestellte war sehr nett und übereichte Hannelore zum buddhistischen Neujahr eine Jasminkette…..so fragten wir gleich nach der Haltestelle des Pick Ups nach Ko Kha. Die junge Thai sagte etwas zu ihren Kollegen und brachte uns zur nahen Haltestelle….hätten wir wahrscheinlich erst Stunden später gefunden, bei dem Spektakel auf der Strasse.

Hannelore verständigte sich mit dem Fahrer und erreichte schließlich, dass er uns für 70,-Bath direkt zum Wat Phra Lampang Luang, Loose, Seite 409, bringen wird.

Auf der Fahrt haben wir an einem kleinen Ort eine Neujahrsprozession gesehen…. Hannelore stieg zum Fahrer in das geschlossene Führerhaus, um abgeschirmt von Wasserspritzern filmen zu können.

Kurz nach 10.00h sind wir am Wat Phra Lampang Luang. Es ist ein mächtiges, altes Klostergelände und wirklich so sehenswert und interessant, wie im Loose beschrieben. Mittelpunkt ist eine große, goldene Stupa. Mittels einer Seilbahnähnlichen Einrichtung, konnten Gläubige einen kleinen Eimer mit geweihtem Wasser füllen, der an einem goldenen Drachen hing. War der Eimer gefüllt, zog die Gesellschaft den Drachen samt Weihwasser zur Stupa Kuppel empor. Dort wurde der Eimer mit einer zweiten Leine geschwenkt, so dass das geweihte Wasser die goldene Kuppel herunter lief.

Dieses Spiel wiederholte sich alle paar Minuten mit wechselnden Gläubigen. Es war einfach nett anzuschauen, wie diese Gemeinschaftsarbeit vonstatten ging.

Auf einer Stupaseite waren Opferstöcke angebracht, an denen die Gläubigen Tempelblumen dekorierten, brennende Kerzen bzw. Räucherkerzen anbrachten. In nebenstehenden Tempeln wurde vor entsprechenden Buddhastatuen gebetet.

Da sich die Gläubigen durch unsere Anwesenheit und Neugier nicht gestört fühlten – die Buddhisten sind da sehr tolerant – ließen wir uns viel Zeit.

Gegen 13.00h fanden wir in einer Garküche vor dem Klostergelände eine gute Nudelsuppe und bekamen etwas zu trinken.

Die Rückfahrt war mangels Fahrgelegenheit gar nicht so einfach zu organisieren…..doch wir hatten wieder einmal Glück und wurden von einer Sammeltaxi mitgenommen, die eine Gruppe Holländer gechartert hatte.

Um 14.30h waren wir wieder in Lampang. Hier war unterdessen auf den Strassen die Hölle los. In den Strassen stauten sich die Autos und wurden unentwegt mit Wasser bespritzt. Besonders hart traf es wieder die Mopedfahrer, von Fußgängern gar nicht zu reden.

Solange wir im Wagen fuhren war alles noch zu ertragen. Aber es nahte die Endstation….als Fußgänger brauchten wir keine 200 Meter um bis auf die Haut nass zu werden.

Trotz allem kämpften wir uns zu Fuß zum zwei Kilometer entfernten Wat Prakeo Dan Tao, Loose, Seite 407, durch. Dort lief uns das Wasser buchstäblich aus den Schuhen. Zum Glück war unser Filmmaterial Wasserfest verpackt.

Hinter den Wat Mauern waren wir in Sicherheit vor dem Wasser. Die Anlage war groß und schön….aber in unserem Zustand sehnten wir uns eher nach Kleiderwechsel.

Auf dem Rückweg änderten wir unsere Taktik und gingen den Wasserwerfern nicht mehr aus dem Weg, sondern vesuchten sie mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen…… es klappte meistens ganz gut. Hannelore vertrieb sogar zwei gestandene Männer von ihren Wasserbottich und drohte sie mit ihrem eigenen Wasser zu bespritzen, so dass sie sich nur noch mehr zurück zogen und von den anderen Thais verhöhnt wurden.

17.00h zurück im Guesthouse Riverside….geduscht und schnell in trockenes Zeug….wurde auch Zeit!

Bis zur Dämmerung auf unser Terrasse am Fluß gesessen.

Abendessen bei der jungen Thai vom Vorabend. Heute gab es gebratenen Reis, Gemüse und Huhn, dazu Bier. Sehr preiswert und super gut….

In einem kleinen Laden noch zwei Flaschen Bier und Wasser gekauft.

„Trocken" zum Guesthouse heimgekehrt. Noch eine angenehme Dämmerstunde auf der Terrasse.

War ein schöner ereignisreicher Tag. Früh ins Bett. Unten am Fluss spielten zwei Jungen Gitarre.

 

13.04.02, Ha.

06.30h Frühstück. Das Personal musste noch geweckt werden.

Unser Zug nach Chiang Mai fährt zwar frühestens um 10.53h, aber wir wollten einmal trocken zum Bahnhof kommen, bevor die Wasserschlacht auf der Straße anfing.

Unsere Turnschuhe sind immer noch nass, die Kleidung klamm.

Es hatte heute Nacht wie aus Eimern geschüttet. Der Fluss ist mächtig angestiegen; ca. 0,5 bis 1 Meter höher.

Nach ausgedehntem Frühstück check out. Der Boy, der englisch spricht, schläft noch. Er muss von der ewig gut gelaunten und lachenden Thai geweckt werden, damit wir unsere Wertsachen aus dem Safe bekommen.

An der Hauptstraße halten wir ein Sammeltaxi an. Zum Bahnhof handeln wir 30,-Bath aus. Wir machen eine kleine Stadtrundfahrt und halten dann am Busterminal. Machen hier unseren Fahrer klar, dass wir zum Bahnhof wollen. Nun sollte es wohl klappen und der Fahrpreis wird nicht nachverhandelt.

Um 08.30h kommen wir trocken am Bahnhof an. Unterwegs sahen wir wie die Wasserfässer für die heutige Schlacht gefüllt wurden. Ich bin froh die 2,5 Stunden mit „trockener Kleidung" am Bahnhof verbringen zu können. Habe mich gestern etwas erkältet….Stimme weg, leichter Husten.

Wir vertreiben uns das Warten auf unseren Zug mit Beobachtungen am und um den Bahnhof.

Gerade ist der Eastern – Orientexpress von Bangkok eingelaufen. Es sind nur wenige Touristen in den 14 Wagons langen Luxuszug. Mit ihnen steigt viel Personal – Köche und Bedienung – aus. Der Reiseführer führt sie zum Bahnhof hinaus, in die City „zur Wasserschlacht". Sie bekommen alle einen Einmal-Regenmantel.

Möchten mal wissen, ob sie auch so richtig nass gespritzt werden. Die mitgeführten Kameras haben sie jedenfalls meist nicht wasserdicht verpackt…..

Vor dem Bahnhof stehen Blumengeschmückte Wagen mit verschiedenen Skulpturen – ähnlich wie bei uns zu den Karnevalsumzügen -. Man bereitet sich auf den Festzug durch die Stadt vor. Auch stellten sich verschiedene Fußtruppen in Trachten auf. Es war ein leuchtend, farbenfroher Anblick.

Um 10.00h konnten wir die Bahnkarten nach Chiang Mai kaufen. 3. Klasse, 23,-Bath/Person incl. Sitzplatz. Die Ankunft des Zuges wurde immer wieder verzögert. Jetzt über eine Stunde.

Unser Turnschuhe haben wir ausgezogen und auf den Bahnsteig in die Sonne zum trocknen gelegt….die Zeit vergeht…..kein Zug in Sicht! Werden immer wieder von Bahnhofsvorstand vertröstet…..mit uns warten noch andere Reisende, das tröstet.

Inzwischen beginnt vor dem Bahnhof der Songhram- (Neujahrs-) Umzug. Die Fußtruppen und Zuschauer chic gekleidet, manche schon leicht angetrunken, etliche schon pudelnass. Alle haben wahnsinnig Spaß.

Wir bleiben in sicherer Entfernung und beobachten wie jung und alt sich mit riesigen Wasserspritzen, teils mit Kanistern auf dem Rücken, nass spritzen. Die Eltern stellen ihre Pick Ups zur Verfügung, auf der Ladefläche Tonnen mit Wasser und die Großfamilie die sich des Lebens freut.

Es ist kaum zu glauben, wir sind immer noch fast trocken. Einige kleine Kinder spritzen zaghaft auf dem Bahnhofsgelände. Draußen vor dem Bahnhof, könnte die Feuerwehr nicht besser sein, als die Neujahrs-Umzugsgemeinde. Auch den Polizisten läuft das Wasser aus den Stiefeln. Ihre Pistolen sind in Plastiktüten verpackt.

Unser Zug nach Chiang Mai fährt endlich um 14.20h; 2,5 Stunden später, im Bahnhof ein.

Wenig später verlässt unser Zug ratternd den Bahnhof vom Lampong.

Anfangs wieder die abgeernteten Reisfelder, später vermehrt auf andere landwirtschaftliche Aktivitäten auf fruchtbarem Boden. Hier sind viele Wasserbüffel zu sehen.

Später hat der Zug auf der bergigen Strecke zu kämpfen. Wir fahren durch viele Tunnel, später durch die herrliche Landschaft des Doi Khuntan Nationalparks; Loose, Seite 409.

Oben in den Bergen, im Bahnhof von Khuntan, mussten wir eine halbe Stunde warten und den Eastern Orientexpress nach Chiang Mai zunächst passieren lassen.

Auf dem Bahnhof hatten wir alle Mühe, Wasserspritzenden Kindern auszuweichen, die mit ihren Wasserpistolen in Wagons zielten.

Als der Eastern Orientexpress an uns vorbei rollte, standen auf der hinteren offenen Plattform Touristen mit riesigen Wasserpistolen, die wild um sich spritzten.

Kurz danach setzten wir unsere Fahrt fort und waren 3,5 Std. später in Chiang Mai.

Um auch hier der Wasserschlacht zu entgehen, gönnten wir uns für 100,-Bath eine geschlossene Taxi-Limousine zum Hotel.

Relativ zügig sind wir in unserem vorbestellten Hotel, dem Empress.

Nach dem Check In fragte ich, ob mein Kaffer von der Fluggesellschaft angekommen ist….leider nicht! (Der Koffer war bei der Quantas verlohren gegangen und sollte noch Chiang Mai nachgeliefert werden…was wir nicht glauben konnten!)

So übergab ich dem Personal die Verlustbescheinigung und bitte im Bangkoker Flughafen deswegen anzurufen.

Schon am selben Abend bestätigte man mir, dass der Koffer gefunden worden ist und heute noch per Flugzeug nach Chiang Mai gebracht würde. Die Maschine soll um 18.25h landen. Wenn es keine Zollprobleme gibt, wird der Koffer noch heute Abend im Hotel sein…..bin gespannt, ob das klappt!

Mit dem Essengehen rund um das Hotel, ist es ein bisschen schwierig. Hier am Stadtrand ist kaum eine Garküche zu finden….aber es hat dann doch noch in einer Seitenstrasse geklappt.

Wir aßen gut, preiswert und das Bier schmeckte herrlich.

Früh zurück zum Hotel…wir sind bettreif!

Gegen 22.00h bekomme ich telefonisch Nachricht von der Rezeption, dass mein Koffer angekommen ist. Haben gerade geduscht und sind zu Bett gegangen. Ich würde den Koffer morgen früh an der Rezeption abholen, äußerte ich.

Ich bin leicht Erkältet…deshalb AC OFF.

Gute Nacht.

 

14.04.02, Hei

Ca. 07.30h Aufstehen. Sehr gut geschlafen.

Frühstück am Büfett…..gut und reichlich.

Hannelore schließt an der Rezeption erfreut ihren Koffer in die Arme…es hat also doch geklappt! Eine logistische Glanzleistung der Quantas.

Später halten wir an der Hauptstraße zur City ein Sammeltaxi an…..die Fahrt scheitert an der Verständigung und Benennung des Fahrtziels. Wenig später fahren wir mit einem Tuk-Tuk durch die Altstadt zum Chang Puak Gate…… zum Glück schlafen die Songram-Wasserspritzer noch……aber der Tuk-Tuk Fahrer meint, ab Mittag kommt Keiner mehr trocken davon.

Vom Chuang Puak Gate fahren wir mit einem Sammeltaxi zum Wat Doi Suthep, hoch über die Stadt; Loose Seite 332.

Hoch über der Stadt im Wat ist auf Grund des thailändischen Neujahrfest….und Sonntag der Teufel los.

Es ist der Tag, an dem die Bevölkerung „Sand zum Tempel" tragen – eine religiöse Handlung, die einmal im Jahr stattfindet -.

Der Sand wurde in Gestellen gesammelt. Darin wurden Holzstangen mit bunten Papierfahnen gesteckt.

Rund um die goldene, riesige Stupa wandeln die Gläubigen mit Rosen in den gefalteten Händen. Hier und da spritzen Gläubige mit Wasser auf die Stupa. Die unterschiedlichsten Buddhafiguren, rund um den Wandelgang, werden mit Jasminblütenketten behangen. Es war ein endloses Schauspiel der fielen, hier versammelten Menschen…..an das Hannelore und ich lange mit großem Genuss teilhaben.

Nach Mittag fahren wir mit dem Sammeltaxi nach Chiang Mai zurück.

Am Stadtrand weigert sich der Fahrer weiter in die Innenstadt zu fahren…..der Stopp liegt günstig an einer chinesischen Großküche…..Hannelore und ich beschließen hier erst mal eine Nudelsuppe zu essen….Sie war reichhaltig, schmeckte super und preiswert.

…auf der Straße war schon wieder der Teufel los; sprich Wasserschlacht.

Später taten wir ein Sammeltaxi auf, dass uns zum Hotel bringen wollte……es wurde eine lange – weil die Strassen mit Fahrzeugen verstopft waren -, nasse Fahrt durch die City….ich kann es kaum beschreiben….an beiden Straßenseiten Gruppen von Wasserspritzern, aber auch jede Menge aufbereitete Pick Ups fuhren hin und her, die die Fußgänge mit großen Wasserkanonen beschossen….es gab also laufend Staus…..Alles und Jeder war pudelnass.

Nach eine Stunde Fahrt durch den nassen Hexenkessel wieder im Hotel Empress.

Nachmittags relaxen am Hotelpool.

Abends zu Fuß zum Night Markt….kamen fast trocken an!!!!

Gegen 22.30h müde und geschafft ins Bett.

War wieder ein schöner Tag.

 

15.04.02, Ha.

Gut und ausgiebig gefrühstückt – Omelett mit Schinken, Tomate, Paprika, Käse, Tomatensaft, Frühlinksrollen und viel Obst und Yoghurt.

Gegen 08.00h finden wir auf der Hauptstrasse ein Sammeltaxi, das uns zum Chuang Puak Gate bringt.

Auch heute, hier am alten Stadtgraben, werden jetzt die Wasserfässer für die Wasserschlacht gefüllt.

Heino und ich finden eine Fahrer der uns einen halben Tag für 500,-Bath durch ländliche Mae Sa Valley fahren soll.

Auf geht’s. Wir sitzen in einem offenen Pick Up an dem die Seiten mit Platikrollos verschlossen werden können.

Zunächst geht es in schneller Fahrt über den Highway nach Mae Rion (Karte S. 920) Dann nach links in Richtung Hang Dong.

Bald löste eine Serpentine die Nächste ab. Wunderschöne Landschaft.

Unser Fahrer fuhr und fuhr…wir wussten nicht wohin er noch wollte…. endlich bog er auf eine Seitenstrasse ab. Wir erreichten das Elefantencamp Pongyang. Außer ein paar Elefanten war weit und breit nichts zu sehen…und das Camp eher trostlos; es war das Camp in dem die Elefanten nicht artgerecht gehalten wurden; lt. Loose…und den Eindruck hatten wir auch.

….also, nicht mit uns….wie wir den Fahrer klar machten, dass wir dieses Camp nicht betreten wollten….und schon gar nicht zahlen….

Wir fuhren zurück zur Orchideenfarm. Unterwegs kamen wir an einem Camp vorbei, dass sehr hübsch in die Landschaft eingepasst war….hier wollten wir eigentlich hin.

Aber zunächst die Orchideenfarm: Eintritt 20,-Bath incl. Schmetterlingspark.

Innen gibt es sehr schöne Orchideen zu sehen und wir unternahmen einen netten Rundgang. Der Schmetterlingspark war kaum sehenswert – vielleicht die Jahreszeit?? – Wir sahen nur 4 Exemplare ….und die waren sehr flugfaul.

Am Wagen baten wir unseren Fahrer, uns zu dem größeren Elefantencamp zu bringen. Irgendwie versuchte er uns anfangs nicht richtig zu verstehen, aber mit Hilfe eines anderen Thai erreichten wir, dass er schließlich dieses Ziel ansteuerte.

Eintritt in das Camp 80,-Bath…aber das sollte sich lohnen. Sehr idyllisch war das Elefantencamp angelegt. Wir gingen zunächst über eine Holzbrücke und kamen zu einer Arena, in der zu bestimmten Zeiten eine Vorstellung mit Arbeitselefanten stattfindet. Angeschlossen war der Ausgangspunkt für das Elefantentrekking mit seinen Holzrampen zum Besteigen der Elefanten. Von hier konnte man über kleine Trampelpfade und durch Wildbäche einen Elefantenritt beginnen.

Wir sahen viele mächtige Elefanten und einige behaarte Elefantenbabys. Schließlich besuchten wir noch die Krankenstation für Elefanten. Alles war gut gepflegt und sehr interessant. Hier trafen wir auch auf einen wahnsinnig verspielten kleinen Elefanten.

Heino und ich nahmen uns viel Zeit um alles zu genießen.

Am frühen Nachmittag fuhren wir zurück nach Chiang Mai und nahmen neben dem Fahrer in der Kabine Platz, um die Wasserschlacht ( Songkran) in der City unbeschadet filmen zu können.

Alle hatten schon wieder wahnsinnigen Spaß. Mitten am alten Stadtgraben war die Fahrt zu Ende…es war einfach kein Durchkommen mehr.

Zu unserem Hotel wollte unser Fahrer einen Fantasiepreis haben, so dass wir schnell unsere Sachen wasserdicht verpackten und uns verabschiedeten.

Entfernt von der Straße können wir noch Essen, ohne dass es uns verwässert wurde.

Die grobe Richtung zu unserem Hotel wussten wir. So umgingen wir die größten Wasserpartys und erreichten fast trocken ein einsame Tuk Tuk, das bereit war uns zu fahren.

Kaum waren wir unterwegs, wurden wir zum Lustobjekt für die Wasserspeier. Wir saßen im Tuk Tuk wie im Swimmingpool. Unserem Fahrer ging es nicht anders…..ruck zuck, waren wir pudelnass….teilweise bekamen wir eiskaltes Wasser ‚geliefert’ – extra gekühlt!! –

Am Hotel angekommen, tropften wir, als kämen wir gerade von einer Dusche….aber anderen Touristen ging es nicht anders. So hatte das Hotelpersonal alle Hände voll zu tun, den Marmorboden der Halle wieder trocken zu legen, um Unfälle zu vermeiden.

…nun aber ab an den Pool und die Sonne genießen.

Abends zum Night Market. Einige Textilien gekauft, gegessen und Post per Internet versandt.

22.00h im Hotel Empress. Müde ins Bett gefallen.

 

16.04.02, Hei.

08.00h Check Out im Hotel Empress in Chiang Mai.

Bepackt an die Hauptstraße und einen Sampler angehalten ….der Fahrer nimmt uns für 60,-Bath mit zum Flughafen.

Gegen 09.00h am Flughafenterminal…und wir können gleich am Thai-Schalter unser Gepäck abgeben.

10.50h Lift Off mit einer kleinen Boing. Mit uns ca. 150 Reisende, darunter eine deutsche Reisegruppe.

10.30h Landung in Mae Hong Song. Ein kleines Städtchen mit großer Landebahn, an der Grenze zu Myanmar. – Mit dem Bus braucht man von Chiang Mai ca. 8 Stunden bei nur 300 Kilometern - .

Mit dem Tuk Tuk zum Resthouse am See; Losse, Seite 364.

Hannelore und ich waren ein bisschen enttäuscht. Die Bungalowanlage war in einem verwahrlosten Garten. Der Bungalow selbst war sauber, kostete aber stolze 600,-Bath/Tg. In Ermangelung einer vernünftigen Alternative nahmen wir erst mal dieses Quartier.

Später am Vormittag besuchten wir noch drei andere Hotels….aber die Zimmer waren nicht viel besser und meist sehr viel teurer.

Gegen Mittag besuchten Hannelore und ich die beiden Tempel am See Wat Chong Klang und Wat Chong Khan sehen sehr burmesisch aus. Kreideweisse Stupa mit anliegenden teakhölzernen Gebetshaus im burmesischen Pagodenstiel. Innen viel Bilder aus Myanmar und uralte Buddhastatuen, die einst aus Burma hierher gerettet wurden.

Zur Mittagzeit war es so heiß, dass wir uns erst mal drei Stunden in unseren Bungalow zurückzogen.

Gegen 16.00h machten wir uns auf den Weg zu Wat Doi Kang Moo, hoch über der Stadt. Der Serpentinenweg (gepflastert) war so steil, dass wir wiederholt eine Pause einlegen mussten und völlig verschwitz waren.

Oben angekommen wurden wir von einem wunderschönen Wat mit zwei weißen, großen Stupas entschädigt. Der goldenen Glockenkränze an deren Spitzen bimmelten uns entgegen.

Eine frei am Hang schwebende Aussichtsplattform eröffnete uns den Blick auf Mae Hong Son mit den umliegenden Bergen in der Abendsonne.

Die Stadt liegt in einem Bergkessel. In der Stadtmitte der See mit den beiden o.g. Wats.

Von hier oben konnten wir auch das Starten eines Flugzeugs beobachten.

Hannelore und ich blieben recht lange hier oben. Die Stille, der Wat, die Aussicht und die einsetzende Abendstimmung war schon eine gelungene Mischung.

Später Abendessen in einem Lokal an der Hauptstraße.

Im Bungalow noch ein Bier geschluckt und dann müde, aber zufrieden eingeschlafen.

17.04.02, Ha.

Die Nacht hatten wir nicht so gut geschlafen.

Um 07.00h gefrühstückt. Heute gab es zum ersten mal wieder Bananenpfannkuchen….hier, viel Teig, wenig Banane. Aber er war sehr sättigend.

Gegen 07.30h sind wir schon am Busterminal Mea Hong Son. Wir sind die ca. 1 Kilometerlange Strecke durch die Stadt zu Fuß gegangen, da wir keine Fahrgelegenheit am frühen Morgen fanden. War nicht schlimm, da es noch relativ kühl war.

Hatten noch eine Stunde Zeit bis der nächste Bus fuhr. Der Air-Con war ausgebucht, so mussten wir den normalen Standartbus nehmen. Heino und ich wollen heute bis Soppong fahren. Die Strecke war nur 69 Kilometer lang, führte aber über mehrere steile Pässe. Wir kamen sehr langsam vorwärts. Der Busfahrer konnte nur zwischen 1. und 2. Gang wählen. Nach zwei stündiger Fahrt kamen wir am Marktfläcken Soppong – kleiner Ort – an. Links und Rechts ein paar Häuser, ein kleiner Markt, zwei Garküchen und abseits ein paar Übernachtungsmöglichkeiten; das war der ganze Ort. Nach Loose fanden wir eine sehr saubere, idyllische Bungalowanlage das Little Eden (T.Rex House).

Es liegen an einem Hang 9 saubere, einfache Holzhütten mit Moskitonetzen. Die Häuschen besitzen Duschen und WC. Ein sehr nett angelegter Garten mit Swimmingpool und eine große Terrasse über den Fluss runden den guten Eindruck ab.

Mit dem Preis von 250,-Bath/Tg. ist diese Anlage preiswert. Hier wollen wir zwei Tage bleiben. Nach dem Mittagessen im Dorf ist für heute relaxen am Pool angesagt.

Phen, die Besitzerin des Little Eden spricht sehr gut deutsch. Sie hat drei Jahre in Deutschland gelebt. Als ich fragte wie es war, sagte sie „so lala" und ließ sich nicht weiter aus. Sie scheint mit einem Deutschen verheiratet zu sein – der sich sehr im Hintergrund hält - und hat einen etwa 10jährigen Sohn. Morgen fliegen Sie für 2 Monate nach Berlin, wie sie sagte.

Schade, Phen soll eine sehr gute Trekkingführerin für ihre Gäste sein.

Abends gehen wir in das nördlich gelegene Jungle House zum Abendessen, um auch eine der anderen Übernachtungsmöglichkeiten zu sehen.

…anscheinend sind wir hier die einzigen Gäste. Bedienung ist schleppend. Um diese Jahreszeit scheinen nicht viel Touristen hier zu sein, obwohl dieser Ort sich für Exkursionen in die Umgebung anbietet.

Es kühlt sich hier abends angenehm ab. Wir genossen noch den restlichen Abend am Swimmingpool. Außer unserem, sind nur noch zwei Bungalows besetzt…so ist es sehr ruhig.

 

18.04.02, Hei

Hannelore und ich sind früh auf.

Wir hatten über Nacht den Ventilator angehabt, so dass es uns ohne dicke Decken nachts ein bisschen kalt war. Die Matratzen waren scheinbar mit Stroh gefüllt, so dass die Betten auch gewöhnungsbedürftig waren….also früh auf und gefrühstückt.

Kurz nach 08.00h machten wir uns zu Fuß auf. Es ging über Old Soppong ca. 9 Kilometer über die Berge zum Shan Dorf Ban Tam; Loose, Seite 356. Es war morgens zum Glück noch nicht ganz so heiß. Wir wanderten vorbei an fruchtbaren Feldern und später durch Waldbestandene Berglandschaft.

Gegen 10.00h erreichten wir Ban Tam. 700 Meter weiter, in einem Tal, der Eingang zur – angeblich - größten thailändischen Tropfsteinhöhle, Tham Lot.

Am Eingang bekamen wir für 100,-Bath eine thailändische Höhlenführerin mit Spirituslampe zur Seite gestellt. Sie machte einen netten Eindruck. Ihren Name verstanden wir mit „Jam". Sie führte uns zunächst durch ein kleines Waldstück zum Fluss Lang River, der aus der großen Höhlenöffnung kam. Im Fluss unübersehbare Mengen von Fische, die kaum noch Möglichkeiten zum Schwimmen hatten. Sie wurden hier wohl durch viele Besucher gefüttert.

Am Höhleneingang entzündete unsere thailändische Begleitung die Spirituslampe und setzte durch Handpumpe den Lampentank unter Druck, so dass der Lampendocht ein gleißend weißes Licht ausstrahlte. Dann folgte ein eineinhalb stündiger Höhlenrundgang. Es war sehr interessant in der mächtigen Höhle. Wiederholt kletterten wir über Holzstufen in die höher gelegenen Höhlengänge. Die Thai versuchte uns Einiges zu erklären. So stellten sich einige Kalkformationen so dar, dass man Tiere oder Menschen daraus erkennen konnte. Loose, Seite 356.

Weiter im Höhleninneren kamen wir mehr und mehr in Schweiß. Unsere Begleiterin meinte, dass dies vom verminderten Sauerstoffgehalt der Luft kommt.

Gegen Mittag verließen wir wieder die Höhle. Es war ein großes Erlebnis. Wir verabschiedeten uns von „Jam".

Im Dorf Ban Tam aßen wir in einer Garküche zu Mittag.

Wie wieder zurück nach Soppong? stellte sich jetzt die Frage.

Ich hatte damit gerechnet, dass bei dieser großen Attraktion eine Menge Möglichkeiten zur Rückfahrt gegeben sein würden…..wie es jetzt aussah, gab es nur Fahrzeuge von einigen kleinen Gruppen von Einheimischen…und einige Touristen waren mit Mopeds hier.

Die Einheimischen mit ihren Pick Ups wollten uns nicht mitnehmen. Wahrscheinlich waren sie auch voll besetzt. Alternative: zu Fuß zurück nach Soppong…aber dass war in der Mittagshitze eine Tortur.

Auch als wir uns weiter im Dorf umsahen, tat sich Anfangs keine Fahrgelegenheit auf.

Ich sprach zwei Telefontechniker an, die mit einem Bulli dort waren. Ja sie würden uns mitnehmen, aber sie müssten erst ihre Arbeit beenden. „5 Minuten", meinten sie. Also warteten wir in einer kleinen Garküche und tranken noch etwas. Von einem älteren Thai wurde uns aus einem Bambusbehälter ein alkoholisches Getränk angeboten. Hannelore probierte. Es waren unbekannte Früchte mit viel Flüssigkeit aufgesetzt und schmeckte nicht übel, meinte sie.

Nach einiger Zeit kamen die Telefontechniker wieder mit einem Pick Up, dessen Ladefläche voll mit Münzern bepackt war. Ob wir auf der Ladefläche, auf den Münzern, mit nach Sopping fahren wollten, fragten sie uns. Hannelore und ich stimmten froh zu….20 Minuten später wurden wir in Soppong abgesetzt. Wir dankten und wollten den Fahrer ein Trinkgeld zukommen lassen. Das lehnte er kategorisch ab!!

Nachmittags relaxen am Swimmingpool.

 

18.04.02, Ha.

Habe gut auf dieser Strohmatratze geschlafen, nachdem ich das Betonkissen gegen mein aufblasbares getauscht habe.

Frühstück um 07.30h. Heute mit 2x scrambled eggs. Check out im Little Eden.

Gegen 09.00h nahmen wir den Bus nach Pai. Er war gerappelt voll. Unser Gepäck im Laderaum verstaut und einen der wenigen Sitzplätze ergattert. Die Sitzreihen sind wieder sehr eng, wir bekommen die Beine schlecht zwischen die Sitze. Heino sitzt vorn auf der Motorabdeckung neben dem Fahrer.

Die Fahrt gestaltet sich langwierig, aber die Strecke ist interessant. Es werden viele Pausen gemacht, in denen man sich von der angespannten Haltung erholen und etwas zu Trinken bekommen kann.

In Pai meinten wir, dass hier Endstation für diesen Bus wäre und stiegen aus.

Der Fahrkartenverkäufer belehrte uns eines Besseren als wir nach dem Bus nach Mae Malai fragten. Es war der gleiche Bus…also, wieder Gepäck unterbringen und einsteigen. Immer noch Serpentinenstrecken. Wir kommen nur langsam vorwärts.

so eine Fahrt ist sehr ermüdend, auch für die Thais. Sie haben die gute Eigenschaft, dass sie meist sofort einschlafen.

Gegen 13.00h werden wir aus dem Bus in Mae Malai entlassen.

Jetzt stehen wir mit unserem Gepäck an der Hauptstraße – 107 – nach Norden. Wir wollen heute noch nach Thaton, das sind gut 120 Kilometer.

Kein Bus weit und breit und der Schweiß fliest im der Mittagssonne in Strömen.

Mit uns sind eine Frau, sehr korpulent, und ein junger Man. Auch sie wollen nach Thaton. Kurze Zeit später hält ein Pick Up bei ihnen und sie verhandeln um den Fahrpreis. Der Wagen war auf der Dachreling voll bepackt. Auch waren kaum noch Sitzplätze frei…aber er will uns vier noch mitnehmen…wir steigen zu und es wird reichlich eng…..aber wie immer….es geht. Wir fahren also weiter in Richtung Norden.

Laufend wird gehalten und Thais steigen aus und zu. Der Fahrer verteilt zwischendurch in den verschiedenen Örtchen bestellte Ware – Pakete -, er gilt wohl gleichzeitig als Postbote. Im laufe der Fahrt erhalten wir so mehr Beinfreiheit.

In Fang sind wir endlich gegen 17.00h. Wir hatten gedacht spätestens um diese Zeit in Thaton zu sein.

Der Fahrer vermittelt uns zum nächsten Sammeltaxi, das nach Thaton fährt.

Gegen 18.00h sind wir endlich in Thaton und bekommen ein Zimmer im Thaton Chalet. Hier haben wir vor zwei Jahren auch schon mal gewohnt.

Unser Hotel ist unseren Mitfahrern zu teuer, so dass sich unsere Wege schnell trennen. Preis ÜB/Tg. 960,-Bath ohne Frühstück.

Das Hotel liegt am Fluss, der z.Z. einer Badeanstalt gleicht. Der Fluss hat Niedrigwasser, so dass eine Sandterrasse entstanden ist, auf der die Thais sonnenbaden, picknicken und mit den Kindern im Wasser planschen. Als Schwimmhilfe funktionieren große Schläuche aus LKW-Reifen.

Zu Abend essen wir im Apple Restaurant sehr gut und preiswert Anscheinend sind sehr wenig Touristen unterwegs….auch hier sind nur 4 Tische belegt. – Dabei ist Thaton End- oder Anfangspunkt für die Flussfahrt auf dem Mae Kok River nach Chiang Rai -.

Heute geht es früh ins Bett…kann schon fast in stehen schlafen.

 

20.04.02, Hei.

Früh gefrühstückt, um bei noch relativ erträglichen Temperaturen auf den Tempelberg zu spazieren. Hier residiert das buddhistische Oberhaupt von Nordthailand und hat ein riesiges Tempelarenal hübsch anlegen lassen…..u.a. zwei riesige Buddhastaturen, die ins Tal auf den Mae Kok River schauen……Loose, Seite 379.

Hannelore und ich laufen zu Fuß über die Berge zu der 2,5 Kilometer entfernten Buddhastatur, nahe der burmesischen Grenze.

Dort obern war es ganz ruhig, bis ein kleiner Bus ein paar thailändische Touristen ausspie.

….die Damen, die wir dann kennen lernten, waren sehr freundlich und sprachen uns an…..eine junge Thai war schon als Austauschstudentin in Leipzig gewesen….und so unterhielten wir uns einige Minuten…..sie waren sehr erstaunt, dass wir zu Fuß hier oben waren. Sie machten uns darauf aufmerksam, dass wohl immer wieder Grenzstreitigkeiten mit Myanmar auftreten.

Von hier hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die Grenzregion und den Mae Kok Fluss.

Sehr bald machten wir uns auf den Rückweg, denn wir wollten gleich weiter fahren.

Gegen 11.00h enterten wir ein Pick Up, das uns zunächst parallel zur burmesischen Grenze, durch malerische Berglandschaft, bis nach Kiu Sadait bringen sollte. Hier auf einem Paß fuhren wir in eine der vielen Polizeikontrollen…..zum erstem Mal wurden wir als Touristen kontrolliert und nach den Pass gefragt….der Polizist war sehr freundlich und fragte, wo wir hin reisen wollten….

Am nächsten Pick Up Punkt stiegen wir in ein anderes Pick Up nach Mae Chan (Kreisstadt). Von dort ging es weiter mit einem anderem Pick Up – die Pick Ups fuhren nur regionale Strecken. Wir brachten uns praktisch um nicht zu kümmern, als unseren Endreisepunkt anzugeben…..so wurden wir weitergereicht von Pick Up zu Pick Up. Hier schienen wenig Touristen unterwegs zu sein, so wurden wir preislich nie übervorteilt und zahlten den Teilstreckenbreich genau so wie die Thai. –

Ankunft in Mae Sei um ca. 13.00h.

Wir checkten im Hotel Wang Thang ein ……. und bekamen ein geräumiges Zimmer mit Blick auf die Grenze von Myanmar.

Später beschauten wir uns die Grenzbrücke über den Grenzfluss Mae Sai River. In einem chinesischem Lokal zu Mittag gegessen. Von hier konnten wir den regen Grenzverkehr beobachten…..von hier sind es nur 120 Kilometer bis zu chinesischen Grenze.

An der Grenzbezeichnung ein großes Schild…"der nördlichste Punkt von Thailand". Hier wird fleißig fotografiert. Wir machen natürlich auch Fotos. Zu uns gesellt sich eine thailändische Familie, die sich gern mit uns fotografieren lässt….Hannelore und ich machen auch Fotos mit ihnen ……war ganz lustig!

Nachdem wir ein bisschen durch die Basare gestreift sind, machen wir uns in der Abendsonne auf den Weg zum Wat Doi Woa, der auf einen Berg liegt; Losse, Seite 390.

Es ist noch immer mörderisch heiß, bestimmt über 35°C. Hannelore und ich schwitzen so stark, dass wir gar nicht genug Wasser nachschütten können.

Wir vertun uns in der Richtung und landen schließlich in der Baumaßnahme des Wat Pachom, etwas weiter westlich oberhalb des Mae Sai River. Auch von hier haben wir einen weiten Blick über Myanmar….golden glänzen einige goldene Stupas in Grenzort Tachilek in der Abendsonne.

Gegen Abend, total durchgeschwitzt im Hotel….eine Runde schwimmen im Swimmingpool, ganz allein.

Abends noch mal auf die Hauptstrasse Phaholyothin Rd.

Erstaunlich für uns……nach Touristenrummel tagsüber, schlossen jetzt fast alle Geschäfte. Die Busse, voll mit Touristen, schienen sich alle wieder nach Chiang Rai abgesetzt zu haben.

Wir gingen 400 Meter die Hauptstrasse hinunter zum Restaurant Kik Kok und bekommen dort ein preiswertes, sehr gutes Essen.

Auf dem Rückweg haben wir zwei Flaschen Chiang Beer gekauft, die wir im Hotel köpften.

Auf Morgen!

 

21.04.02, Ha.

Früh aufgestanden.

Nach dem etwas dürftigen Frühstücksbüfett sind wir schnell noch zum Shopping gegangen. Später fuhren wir mit einem Pick Up weiter. Unser heutiges Ziel war Chiang Sean am Mekong, die Grenze zu Laos.

Unser Fahrer fuhr zügig – auch die Bergserpentinen waren kein Problem -. Unterwegs frische Reisfelder und kleine Dorfansammlungen. Mit uns im Pick Up fuhr ein interessant aussehender alter Thai, von dem ich ein Foto machen durfte. Zwischendurch stieg eine in weiß gekleidete Nonne ein; sehr resolut. Sie gab den anderen Mitreisenden Anweisung zusammen zu rücken, damit sie Platz bekam….uns lächelte sie immer wieder an. Nach einer halben Stunde machten wir in einem kleinen Dorf eine Pause. Unser Fahrer sprach gut englisch. So erfuhren wir, dass er 45 Jahre alt war. Seit 20 Jahren ist er verheiratet und hat leider keine Kinder, erzählte er. Er und seine Frau seien sehr traurig darüber…..wir setzten uns an einem kleinen Stand nieder und tranken Wasser.

Wenig später fuhren wir weiter zum „Goldenen Dreieck". Hier war es sehr touristische…es treffen sich hier die Grenzen von Thailand, Laos, Myanmar zum so genannten „Golden Dreieck". In diesem Gebiet soll ein Viertel des gesamten Weltopiums gewonnen werden. Der Grenzfluss Mekong hat Niedrigwasser und fließt träge dahin. Ansonsten gibt es nicht viel zu sehen……

An der Flußstrasse eine Verkaufsbude an der Anderen. Jeder will sein Geschäft machen…und es werden entsprechend viele Touristen von Reiseunternehmen hier hin gekarrt.

Schnell ging es weiter nach Chiang Sean.

Gegen 12.00h waren wir im River Hill Hotel. Es macht einen sehr gepflegten Eindruck. Auch die Zimmer sind liebevoll mit einer typischen thailändischen Ecke eingerichtet.

Chiang Sean; Loose, Seite 395, ist umgeben von Resten einer alten Stadtmauer. Hier muss im 10 bis 11. Jahrhundert eine große, bedeutende Stadt gewesen sei.

In der Mittagszeit ist es zu heiß, so dass wir nichts unternehmen.

Gegen 16.30h machen wir uns auf dem Weg. Von einem Tuk Tuk lassen wir uns zum Wat Phra That Chom Kitti bringen. 300 Stufen müssen wir hinaufsteigen zum Wat. Trotz nachgelassener Hitze schwitzen wir reichlich. Oben, scheinen wir heute die letzten Besucher zu sein. Von der Abendsonne wird der Tempel warm beleuchtet. Im Tempel haben sich gerade die Mönche zum Abendgebet versammelt. Der alte Chedi steht reichlich schief auf seinem Fundament. Auf dem Vorhof des neuen Tempels wurden uns von einer ältern Thai Vögel zum Kauf angeboten, denen wir die Freiheit für 20,- Bath schenken konnten.

Nach der Besichtigung des Tempels lassen wir uns auf einer Bank nieder und genießen ein ganzes Kilo Litschees, die wir hier erstanden hatten.

Die 2,5 Kilometer zum Dorf, werden immer wieder von kläffenden Hunden unterbrochen. So viele Hunde, wie in Nordthailand haben wir noch nicht erlebt. Man kann schlecht einschätzen, wie friedlich sie sind.

An der Mekonpromenade erkundigen wir uns, wie teuer es ist am nächsten Tag mit dem Boot nach Chiang Khong zu fahren. Die 5 stündige Fahrt sollte 1200,- bis 1300,-Bath kosten. Wir entschieden uns die weitaus günstigere und sichere Straße zu nehmen.

Abendessen in der gleichen Garküche wie am Mittag. Sehr leckeres Gemüse mit Huhn und Reis.

War ein schöner Tag.

 

22.04.02, Hei

Im River Hill Hotel gut geschlafen. Genauso gut ist das Frühstück….am Nebentisch eine deutsche Reisegruppe.

Um 09.00h warten wir auf unser bestelltes Tuk Tuk…….der Fahrer hat uns versetzt, so dass wir zu Fuß zur Haltestelle der Pick Ups am Mekong gehen.

09.30h fahren wir schon weiter im voll besetzten Pick Up – ca. 20 Personen!! -.

Wir fahren zunächst durch große Gebiete mit landwirtschaftlichen Nutzflächen am Mekong.

Immer wieder können wir einen Blick auf den Mekong mit seinem Niedrigwasser und Scheren erhaschen.

12.30h Ankunft in Chiang Khong.

Da gerade das Pick Up hier hielt, bekamen wir ein Quartier im Ruan-Thai Sophan Resort direkt am Mekong. Es war ei großes altes Teakhaus. Unser Zimmer in der 2. Etage mit Du/WC.

Mittags noch schnell T-checks in der Bank getauscht, bevor sie schließt. Danach den Wat Phra Kaew , Loose, Seite 398, angesehen…..keine Besonderheiten.

Die Mittagshitze!!! auf der kühlen Terrasse im Guesthouse überstanden und den geringen Bootsverkehr nach Laos beobachtet.

Am Spätnachmittag, in Richtung Süden, bis zum Ort Had Khrai gelaufen. Hier werden um diese Jahreszeit bis zu 3 Meter lange Mekong-Welse gefangen und in den Uferrestaurant per Speisekarte angeboten.

Schade!!! Hannelore und ich haben keine Welse, keine Fischer gesehen.

Fußmarsch zurück nach Chiang Khong…die ganze Mekongpromenade, teilweise sehr verschmutzt mit Plastikabfall, bis zum Fährableger nach Ban Houai Sai, Laos.

Abendessen in einem Lokal an der Hauptstraße.

Bei Dunkelheit auf der Terrasse unseres Guesthouses den Ausblick auf den Mekong und die beleuchtete Grenzstadt von Laos genossen.

Gegen 20.00h wetterleuchten und aufkommende Bewölkung. Schnell waren keine Sterne mehr zu sehen. Eine Stunde später wurde es stürmisch und Blitze zuckten am Himmel um uns. Das Hauspersonal schließt die Fensterläden.

Als wir im Bett liegen, beginnt ein Tropenregen, wie wir es noch nie erlebt hatten….er sollte 5 Stunden andauern. Ein Glück, dass wir so eine stabile Unterkunft hatten.

Hannelore und ich liegen lange wach und schlafen erst gegen morgen ein als der Regen aufhörte.

 

23.04.02, Ha.

Schlecht und wenig geschlafen. Der Regen hatte laut auf das Blechdach getrommelt. Gegen Mitternacht noch ein großes Picknick vor unsere Zimmertür auf der Terrasse. Jeder Schritt auf den Teakholzboden überträgt sich im ganzen Haus.

Um 06.00h aufgestanden. Angenehme Temperatur und Luft nach dem Regen.

Wir satteln unser Gepäck, um zum Busterminal zu kommen. Aber zunächst einmal müssen wir die Hausguide auf ihrer Matratze wecken. Sie schlafen noch friedlich auf der Terrasse. Wir wollen das Geld für die Übernachtung und den Zimmerschlüssel nicht so einfach deponieren. Der Boy ist noch sehr verschlafen und begreift zunächst nicht was um ihn vorgeht. Wir geben ihm das Geld und machen uns auf den Weg.

In den Geschäften werden teilweise die Rollos hochgezogen. Die Bäckerei, wo wir etwas zum Frühstück kaufen wollten, hat noch zu. Wir kaufen im nächsten offenen Geschäft gebackene Bananenchips und Zwieback. Nach 15 Minuten erreichen wir schwitzend die Bushaltestelle nach Chiang Tham. Wir haben noch über eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt, bekommen aber schon unser AC-Ticket.

Die Fahrt geht dann zügig voran. Unterwegs sehen wir, was das nächtliche Unwetter angerichtet hat. Viele umgekippte Bäume, abgebrochene Äste und kleine, zusammengebrochene Hütten an der Straße.

Gegen 10.00h sind wir schon am Busterminal in Chiang Tham. Hier müssen wir umsteigen, um weiter nach Nan zu fahren. Bis der Bus nach Nan kommt warten wir 1,5 Stunden. Wir kaufen einiges Obst und vertreiben uns die Zeit mit Essen. Das Obst (Lamyai oder Langgat), hat eine feste, dünne grün-rotbraune Schale. Die Frucht schmeckt süß mit leicht säuerlichem Einschlag. Der Kern lässt sich gut vom weißen Fruchtfleisch lösen. Das Obst wird büschelweise, mit kleinen Ästen und Blättern, verkauft.

Um 12.15 h kommt endlich der Bus mit dreiviertel Stunde Verspätung. Kaum Jemand steigt aus. Das Gedränge der wartenden Passagiere ist groß. Auf einen Sitzplatz können wir nicht hoffen……und wir haben noch großes Gepäck. Heino und ich sind schließlich froh, überhaupt noch in den Bus zu kommen. – Es ist ein großes Gefährt für ca. 100 Personen – Mein Koffer steht im langen Busgang. Es ist sehr schwierig daran vorbei zu kommen. Unsere beiden kleinen Rucksäcke stehen darauf, so kann ich diese gut festhalten. Heino steht einige Meter von mir entfernt. Wir haben für unsere Füße kaum Bewegungsfläche. Gut das die Ventilatoren an sind und die Fenster geöffnet. Auf den zweier Bänken haben wir teilweise zu dritt, auf der dreier Bank zu viert gesessen. Umfallen können wir nicht. Jetzt hoffen wir, dass die Fahrt bald beginnt…..weit und breit kein Busfahrer zu sehen…..wir stehen fast eine Stunde, ohne das sich ein Reifen bewegt.

Im Laufe der Fahrt wird die Gegend wieder gebirgig und der Bus schafft es kaum über die Pässe. Die steilen Abfahrten können nur im Schneckentempo bewältigt werden. Weit und breit kein Dorf in Sicht, also steigt auch niemand aus.

Nach drei Stunden auf wenigen Zentimetern stehend, bietet mir ein junges Mädchen ihren Sitzplatz an. Kann jetzt wenigstens auf einer Pobacke sitzen. Wir sitzen zu viert auf drei Sitzplätze. Heino muss immer noch wie ein Fragezeichen stehen.

Bei einer besonders langen Bergstrecke, platzte plötzlich der Verschluss des Kühlwassertanks auf und das kochende Wasser sprühte in den Passagierraum neben den Fahrer. Die vorstehenden Passagiere konnten gerade noch zurückweichen. Das siedende Wasser sprudelte minutenlang und lief dann aus der Tür wieder heraus…..der Bus stand.

Der Kühlbehälter wurde nach einer viertel Stunde mit reichlich Wasser aufgefüllt und der Motorblock von außen mit kalten Wasser besprüht……dann setzten wir langsam die Bergfahrt fort. Die größten Steigungen waren überwunden, das Land wurde flacher und Heino bekam in der letzten Fahrstunde noch einen Sitzplatz.

Um 17.00h erreichten wir dankbar Nan. Am Busterminal gab es nur Motorradtaxis. Wir gingen erst mal etwas essen….nach langem suchen findet Heino Jemanden auf der Hauptstrasse, der uns zum City Park Hotel etwas außerhalb – bringt.

Es ist ein schönes Hotel mit großem Pool, den wir gleich noch im Halbdunklen genießen….hier konnten wir unser Wunden lecken. Die Fahrt nach Nan hätten wir uns nicht so lang vorgestellt…..aber auch solcher Erfahrungen muss man machen.

Den Abend lassen wir auf unserem Balkon ausklingen.

24.04.02, Hei

Wir sind kurz vor 07.00h die ersten Gäste im Speisesaal.

Nach ausgiebigem Frühstück halten Hannelore und ich auf der Hauptstraße einen Linienbus an und fahren bis zur Stadtgrenze von Nan.

Von der Hauptstraße – N101 – führt links eine Straße, die uns zu Fuß zum Wat Phaywat führt. Hier bestaunen wir eine sehr alte Stupe, die sich im laufe der Jahrhunderte gesenkt hat und so schief ist wie der Turm von Pisa. Ein Mönch kommt auf uns zu und wir unterhalten uns über den Wat, Thailand, Europa und schließlich über die Welt…..danach ging es den Berg hinauf zum Wat Phra That Khao Noi; Loose, Seite 416. Im Wald Betonfiguren aus der Buddhistischen Mythologie. An der Treppe zum Wat empfangen uns wieder links und rechts die dreiköpfigen Schlangen, die das Geländer bilden. Bis oben sind es, wenn wir richtig gezählt haben, 306 Stufen…..der Schweiß fließt in Strömen.

Oben wurden wir von ein paar Kötern kläffend empfangen. Sie wurden von einem Mönch zurück gepfiffen. Außer einem eher unterdurchschnittlichen Wat, einer alten Stupa, gab es noch einen riesigen goldenen Buddha, der auf die Stadt Nan hinab blickte.

Eine schöne Aussicht hatte man von hier oben….aber den Schweiß nicht wert – nicht im Geringsten zu Vergleichen mit Thaton, s.o.! –

Später ging es per Pedes hinunter nach Nan, in die Stadt…..zum Wat Ming Muang, Loose, Seite 416. Ein neuer Wat mit außergewöhnlicher Fassade. Rings herum weiße Stuckreliefs, Figuren aus der mythstischen buddhistischen Welt…..alles in Weiß wird auch nicht wie im Loose beschrieben bemalt …..sehr außergewöhnlich, aber von großer Schönheit.

Innen farbenfrohe Wandgemälde und Buddhastaturen, die die Fäden der Welt in der Hand haben – die Fäden zogen sich quer durch den Wat.

100m weiter, die Suriyaphan Rd. herunter, der aus dem 15. Jahrhundert stammende Wat Phumin. Innen ein zentraler Reliquienschrein mit vier Buddhastatuen, die in alle vier Himmelrichtungen blicken….sehr toll.

Schräg gegenüber beschien die Sonne die goldene Stupa des Wat Chang Kham, die sich besonders schön zwischen bunten Büschen und blauem Himmel abzeichnete.

Gegen Mittag wieder auf der Hauptstraße nach Phrae, auf der Brücke über den Nan River….wir warten auf einen Bus….werden wenig später von einer Frau mit Pick Up angesprochen, die uns freundlich einlädt mitzufahren….und das kostenlos! So sind wir wieder schnell in unserem Hotel Park City.

Nachmittags relaxen am Pool. Hannelore und ich sind ganz allein. Gegen Abend erscheinen ein paar Thaigruppen zum Baden.

Wir fahren noch mal mit dem Bus in die Stadt, weil wir nicht im Hotel essen wollen….doch in der Stadt sind mittlerweile die meisten Geschäfte geschlossen….schließlich finden wir ein kleines Lokal. Die bedienende Oma hat Schwierigkeiten uns zu verstehen. Obwohl ihre Speisekarte in Englisch und Thai geschrieben ist, bestehen große Verständigungsschwierigkeiten. Hannelore bekommt auch prompt das falsche zu essen….und lässt es zurückgehen. Mit der Oma geht sie dann in die Küche und zeigt, was sie essen will. Jetzt klappt alles und das Essen ist o.k.

Auf dem Rückweg bekommen wir wieder keinen Bus, so dass wir die zwei Kilometer zu Fuß an der Hauptstraße zum Hotel laufen….war nicht so schlimm, da es jetzt nicht mehr so heiß war.

Als Absacker noch einen Thaiwhisky mit Cola getrunken.

 

25.04.02, Ha

Heute Morgen sind wir nicht die ersten Frühstücksgäste.

Mit uns frühstückten einige Thais und eine ganze Reisegruppe.

Kurz nach 08.00h hatten wir ausgecheckt und standen mit unserem Gepäck an der Hauptstraße. Heute soll es nach Phrae gehen.

Es vergingen nur wenige Minuten und wir wurden von einem AC-Bus aufgelesen. Die Stewardess wies uns einen Platz zu. Es war wunderbar ein Bus mit viel Beinfreiheit ergattert zu haben. Die kurze Fahrt – 115 Kilometer, 170,-Bath – war dafür recht teuer.

Mit uns fuhren noch eine Europäerin und ein paar Mönche, die uns neugierig alles Mögliche fragten.

Als ein kleiner Junge sich mehrfach übergeben musste und vieles an der Tüte vorbei ging, zeigten sich Stewardess und Busfahrer sehr resolut. Die Stewardess brachte Toilettenpapier, der Busfahrer hielt und ließ Vater und Sohn aussteigen um sich zu reinigen. Der Busfahrer streute schimpfend Sand auf das Erbrochene und fegte dann alles zusammen….der Bus war wieder sauber!

Die Fahrt ging durch relativ hügeliges Land. Am Straßenrand erfreute ich mich über viele Goldregenbäume und andere blühende Sträucher und Bäume – habe beschlossen endlich die Tyffanie-Lampe mit Goldregen zu machen -.

Gegen 10.30h waren wir schon in Phrae.

Das von uns ausgesuchte Hotel Maeyom Palace war nur 200 Meter vom Busterminal entfernt. So konnten wir zu Fuß dorthin laufen.

Nach dem Einchecken, große Überlegungen um die Weiterfahrt am nächsten Tag nach Bangkok zu organisieren. Es gab zwei Möglichkeiten: Mit dem VIP Bus vom Terminal Phrae, oder mit dem Nachtzug vom 30 Kilometer entfernten Den Chai.

Wir entschieden uns für den morgigen Nachtbus und bekamen noch Karten. Abfahrt 20.30h, 495,-Bath incl. Lunch, Fahrzeit 8-9 Stunden.

Nachmittag allein am Pool relaxen.

Ab 17.00h kommt Sturm auf und bald danach regnet es in Strömen.

Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei und es standen nur noch große Pfützen auf der Straße.

Wir trabten in die Stadt und wollten in einem von Loose empfohlenen Restaurant essen. Fanden es aber nicht. Also wieder in eine Garküche – haben aber immer gute Erfahrungen gemacht! -. Hier herrschte ein großer Andrang. Ein paar Thais warteten schon auf frei werdende Tische und viele nahmen bestelltes Essen in Styroporbehältern mit.

Gegen 20.30h wieder im Hotel. In der Halle ist Live Musik. Es tummeln sich nur 3 – 4 Gäste hier. Am Pool ist jetzt jede Menge los. Ca. 30 Kinder paddeln im Pool – nicht Hotelbewohner können gegen Gebühr von 60,-Bath den Pool nutzen -.

Im Zimmer unser üblicher Schlaftrunk.

Auf Morgen!

26.04.02, Hei

Früh aufgestanden. Das Frühstück ist ganz gut.

Gegen 08.00h machen Hannelore und ich uns auf zur Besichtigungstour durch Phrae. Zu nächst gehen wir zum Wat Chom Sawan; Loose, Seite 412. Der Tempel wurde vor ca. 100 Jahren von Shan – Minderheit, Bergvolk – aus Teakholz erbaut….ganz anders als die üblichen Thai-Tempel. Nebenan ein alter Chedi. Alles erinnert an laotisch-/kombodschanische Tempel.

Danach per Pedes in die Altstadt. Vorbei an Wat Mutang, gelangten wir über den alten Stadtring – Teile der alten Stadtmauer – in die Innenstadt von Phrae.

In einer Seitenstraße ein neuer chinesischer Schrein, der in der Morgensonne hübsch blinkte. Durch den kleinen Park, vorbei am Gouvernor’s House und dem Wat Pang Suan zum 100 Jahre alten Wongburi House. Dies alte Teakhouse mit sehr alten Möbeln, Bildern und Urkunden ist nach einer Gebühr von 20,-Bath zu besichtigen…..sehr interessant, auch die Architektur des Hauses. Im Gegensatz zu den hohen Außentemperaturen, war es innen relativ kühl (ohne AC!). Man hatte früher eine besondere Technik in der Verdunkelung und Belüftung entwickelt. Die interessante Besichtigung endete damit, dass Hannelore einen alten Tresor entdeckte, der Anfang des 19. Jahrhunderts in Magdeburg hergestellt war.

11.00h wieder im Hotel auschecken.

Hannelore und ich stellten unser Gepäck an der Rezeption ab….die Wertsachen ließen wir noch im Tresor…..ab an den Pool.

Mittagessen in einer Garküche, gegenüber dem Hotel.

Nachmittags allein am Pool. Gegen Abend kamen Kinder zum Schwimmunterricht….war ganz lustig!

Abendessen in einem nahen Lokal.

Der Himmel hatte sich wieder stark bewölkt und ein Gewitter zog auf.

In der Hoteltoilette zogen wir uns um für die Weiterfahrt…….und waren um 19.00h am Busterminal. Jetzt fing es an kräftig zu regnen und die Blitze zuckten vom Himmel…..noch einmal Glück gehabt, dass wir schon am Terminal waren.

Fast pünktlich, um 20.45h, fuhr unser AirCon-Bus aus Phrae in Richtung Bangkok.

Gegen 23.30h Halt an einem großen Straßenrestaurant. Hier halten alle Langstreckenbusse. Zu den Fahrkarten haben wir Essengutscheine erhalten, die wir hier einlösen können. Unser Busgesellschaft eine separate VIP 999 Longe.

Wir bekommen zwei kleine Tabletts mit halbierten Eiern, luftgetrocknetem Fisch, Wurst, eingelegtem Ingwer und anderes Gemüse. Dazu gibt es für jeden einen Kumpel Wasserreis. Ich schaufle ein bisschen Wasserreis und probiere ein Stückchen Trockenfisch….unheimlich scharf!...nicht mein Fall.

Nach 20 Minuten fahren wir weiter.

27.04.02, Ha

Morgens um 04.00h erreichen wir sorgenfrei, etwas müde, denn ich hatte nach dem Nachtmahl kein Auge mehr zugetan, das Northern Busterminal Bangkok.

Die Stadt erwartete uns mit leichtem Nieselregen.

Das Busterminal ist riesig. Zunächst wussten wir nicht wohin, bis wir darauf kamen, dass wir am Arivel -Terminal waren und zum Depature -Terminal mussten.

Wir fragten an einem Kiosk und bald darauf wiesen uns Schilder den Weg.

200 Meter trabten wir mit unserem Gepäck durch schmale Gassen der Verkaufsstände. Endlich erreichten wir die Fahrkartenschalter. Man wies uns von Schalter zu Schalter, wenn wir unser Fahrziel sagten. Wir wollten nach Pak Chong und bekamen dann unsere Karten für den Bus in der 3. Etage. 170,-Bath für zwei Personen. Der Bus soll um 04.30h fahren….wir haben noch 4 Minuten…..und schaffen es gerade. Außer uns sitzt nur noch ein Thai im Bus. Das Video ist eingeschaltet und zeigt laut lärmend einen schrecklichen Film. Sind froh, als die Stewardess endlich das Gerät ausschaltet….dafür schaltet der Fahrer beim nächsten Stopp Musik ein. Es kann nicht laut genug sein. Die Bässe lassen alles vibrieren. Ich bitte den Fahrer den Lärmpegel etwas zu drosseln. Danach ist es immer noch laut genug.

Viele lange Stopps unterbrechen die Fahrt…man hofft immer auf weitere Mitreisende.

Um 07.30h erreichen wir den Busbahnhof Pak Chong, einem kleinen Ort östlich von Bangkok. Sofort werden wir von einer Thai angesprochen, die uns den Prospekt von der Khao Yai Garden Lodge zeigt….genau dort wollten wir hin! Hätten sonst dort angerufen und uns abholen lassen. Heino schmeißt unser Gepäck auf die Ladepfläche des Pick Ups, die mit Strohmatten ausgelegt ist, steigt zu und wir fahren los.

Wir fahren ca. 10 Kilometer zu der Lodge, wo wir eigentlich erst in zwei Tagen angemeldet sind.

Um 08.00h Ankunft Khao Yai Garden Lodge. Der Hausherr Klaus Derwanz scheint noch nicht aufgestanden zu sein. Er ist deutscher, lebt seit über 20 Jahren in Thailand und ist mit einer Thai verheiratet. Er betreibt die Lodge mit seiner Familie als Ausgangspunkt für Safaries in dem Khao Yai Nationalpark.

Wir bekommen umgehend Frühstück….und mittlerweile begrüßt uns auch der Hausherr.

Dann werden uns verschiedene Zimmer gezeigt. Wir entschließen uns recht schnell für eines mit Fan und Dusche/WC.

Um 09.30h sind wir eingecheckt in ein großes Zimmer am Ende der sehr weitläufigen Gartenanlage.

Bis 14.00h relaxen am kleinen Pool…sehr hübsch bepflanzt mit künstlichem Wasserfall.

Mit zwei Dänen werden wir von unserem Guide Diep zu einem Höhlentempel – ca. eine halbe Stunde entfernt – gefahren. Zunächst ging es über eine relativ steile Treppe in die Grotte hinein.

Unsere kleine Gruppe ist schon fast unten…nur ich komme nicht an einer kleinen, dünnen, grünen Schlange vorbei. Sie liegt zusammengerollt am Treppenabsatz und kein Anderer hat sie gesehen. Ich gehe gleich wieder ein paar Stufen nach oben und die Besichtigung ist für mich fast beendet. Unser Guide legt mit einem Stock die Schlange bei Seite. Er und das dänische Paar unterhalten sich über das Tier….ich schwebe noch in höchster Panik und kann mich den vielen Tempelfiguren, Stalaktiten und Stalakmiten nicht ganz widmen….die Erklärungen des Guides rauschen an mir vorbei…SCHADE!!!

Gott Vishnu, in einem Tempelchen für Ehepaare mit Kinderwunsch, ein Phallussymbol (Stalagtit) und einige andere Figuren stehen hier. Auf dem Boden viel Vogel- und Fledermausmist (Guano). Es läuft sich wie auf Torf.

In gebückter Haltung gehen wir durch einen schalen Gang in die nächste Höhle. Hier steht ein großer Buddha, da eine hinduistische (???) Figur. Einige Thai bringen Opfergaben und beten hier.

Die Besichtigung dauert eine Stund und ist sehr interessant…wenn nicht meine Schlangenpanik wäre. Über eine Leiter erklimmen wir wieder den Ausgang. Bin froh wieder am Tageslicht zu sein…..habe schon große Bedenken vor der Fledermaushöhle, die wir heute Abend besuchen wollen…..und dann die Nachtsafari.

Auf dem Rückweg zur Lodge regnet es mal wieder. Wir halten an einer Quelle. Sieht aus wie ein kleines Schwimmbad. Viele Thais baden hier.

Gegen 17.30h fahren wir von der Lodge erneut los; diesmal mit einem deutschen Ehepaar. Sie erzählen, sie waren in Sydney zum Ärztekongress und wollten wir hier noch drei Tage Urlaub machen.

Wir fahren ca. 1,5 Stunden. Die Hälfte des Weges war ein unbefestigter Bergweg und teilweise durch Regen aufgeweicht. Große Auswaschungen machten dem Fahrer und Fahrzeug große Mühe. Schließlich hielten wir an einem kleinen Pfad. Eine riesige Felswand ragte in der Abendsonne in den Himmel. Wir warteten auf den Sonnenuntergang. Etwa 200 Meter über uns der Höhleneingang. Gegen 18.45h war es dann soweit. Eine große lange Wolke kam aus der Höhle und verbreitete sich über den Himmel. Tausende von Fledermäusen verließen die Höhle um auf Futterfang auszuziehen. Es war ein fast nicht enden wollendes, tolles Schauspiel. Der Guano, so erzählte unser Guide, würde alle 15 Tage säckweise abgebaut und teuer verkauft. Es soll der Beste Guano überhaupt sein.

Anschließend fuhren wir dreiviertel Stunde zum Khao Yai Nationalpark.

Von einem Parkplatz fuhren wir mit einem Spezialjeep bei Dunkelheit in den Park. Ein Guide bediente die Suchscheinwerfer auf dem Dach. Das Gelände lag auf 2000 Meter höhe, so das es recht frisch wurde. Bei langsamer Fahrt konnten wir es gerade noch aushalten…hatten nicht damit gerechnet, dass es so kühl würde.

Wir fuhren 45 Minuten und in den Scheinwerferkegeln sahen wir viel – wir würden sagen- Rotwild, aber auch Kleintiere wie Farane und Affen.

Elefanten, Geparde, Wildkatzen und mehr, schienen heute frei zu haben. SCHADE!!!

Mittlerweile ist es 21.30h. Gerade sind wir zurück und trinken in der Lodge ein Bier. Dann muss der fehlende Schlaf der letzten Nacht nachgeholt werden.

…Morgen sollen wir besondere Strümpfe gegen die Blutegel bekommen. Ob ich den Tag wohl gut überlebe bei meinen Ängsten?????

 

28.04.02, Hei

Wir sind wach, werden aber wie vereinbart durch Klopfen an der Tür geweckt. Haben sehr gut geschlafen.

Das Frühstück nehmen wir im großen Restaurant ein und werden von unseren Guide, der uns heute durch den Dschungel führen soll, begrüßt. Sein Name ist Watsie, ist ein lustiger Typ und uns gleich sympathisch. Er verteilt den Tagesproviant.

Gegen 09.30h fahren wir mit dem Pick Up los. Das deutsche Paar von gestern Abend mit an Bord. Weiter fährt ein Alleinreisender, deutscher und ein belgischer junger Mann mit.

Außer unserem Guide sind ein Hilfsguide und der Fahrer mit von der Partie.

Wieder fahren wir eine gute dreiviertel Stunde in den Khao Yai Nationalpark. An einem höher gelegenen Aussichtspunkt machen wir einen Fotostopp.

Im Headquartier des Khao Yi Nationalparks beschauen wir uns eine kleine Ausstellung über Fauna und Flora.

Später, am Wagen, werden die Blutegelstrümpfe verteilt. Es sind feste Baumwollstrümpfe, die über die Hose, bis zu den Knien gezogen wird.

Die Fahrt geht weiter in die Berge und wir halten am Straßenrand, als wir eine ganze Horde Affen sehen…..es wird fleißig fotografiert. Kurze Zeit später halten wir am undurchdringlichen Wald und unser Guide meint, jetzt geht es zu Fuß weiter. Hannelore und die andere deutsche Frau beratschlagen, ob sie wirklich mitgehen sollten. Wir Männer haben mühe sie zu überzeugen…..schließlich kommen sie mit.

Auf kleinen Pfaden trabten wir hinter unserem Guide durch den fast undurchdringlichen Urwald…..die beiden Frauen hatten ständig mit der Aussicht auf Blutegel und Schlangen zu tun.

Die Blutegel waren wirklich sehr penetrant und schnell. Man kann sehen, sobald sich irgendetwas bewegt, wie sie sich nach Opfern ausstrecken.

Wir hatten uns alle mit kleinen Stöckchen bewaffnet, um die an den Beinen emporstrebenden Egel abzustreifen….durch die hohen Strümpfe hatten sie kaum Chancen sich irgendwo fest zu setzten.

Im laufe der Wanderung machte uns der Guide mit verschiedenen Urwaldriesen – und die Bäume hatten wirklich die Bezeichnung verdient – bekannt…..einer wurde von unserem Belgier, unter schaudern der Frauen, halb erklommen. Schon an den Wurzelverzweigten Stamm konnte man ca. 5 Meter hinaufklimmen.

Hübsche Schmetterlinge umflogen uns. Hier und dort ein Großvogel, der sich aber schnell wieder der Kamera entzog. Weiter beobachteten wir riesige Tausendfüssler, die sich bei einer Berührung zu einer geschlossenen Kugel zusammen rollten.

Einige Male war der ganze Wald, so schien es, in Bewegung….aber wir konnten die Tiere nicht entdecken.

Später kamen wir zu einer Art Savanne am Fluss. Hier sah man deutlich die Spuren von vielen Elefanten, die an dieser Stelle badeten und sich danach mit Sand bestäubten – riesige Sandkuhlen -. In einem Hochstand am Fluss ruhten wir aus, zogen unsere Egelstrümpfe aus und reinigten die Schuhe innen. So mancher Egel hatte sich dahin verkrochen.

Nach fast dreistündiger, schweißtreibender Wanderung durch den Dschungel, begrüßten unsere Frauen den wartenden Pick Up wohl am meisten.

Mittagessen gab es im Parkrestaurant.

Am frühen Nachmittag besuchten wir einen großen Wasserfall. In dem riesigen Bassin badeten die Einheimischen ausgelassen…..es war lustig anzuschauen.

Später fuhren wir nochmals hoch in die Berge. Auf 1400 Meter Höhe sollten wir nochmals in den Wald…..die Frauen wollten schon streiken….garantiert keine Egel, meinte der Guide. In dieser Höhe gibt es keine Blutegel….ob das wohl stimmt????

Wir konnten also die Strümpfe auslassen!

So liefen wir befreit über den Bergpfad und erreichten bald eine Felsplattform mit herrlicher Rundumsicht in die Täler des Khao Yai Nationalparks. Hie machten wir eine halbe Stunde Pause.

Anschließend lange Fahrt zurück zur Garden Lodge. Ankunft 17.00h.

Duschen war dringend angesagt und tat gut.

Zum Abendessen trafen wir das deutsche Paar wieder. Er berichtet, dass er Augenarzt war und seine Frau zum Kongress nach Sydney geflogen wäre. Dort hat ihn ein Arzt dringend geraten auf der Rückreise ein paar Tage in Khao Yai Nationalpark zu verbringen und ihnen die Adresse mitgegeben.

Nachdem Essen gesellte sich der Besitzer der Lodge, Herr Klaus Derwartz, zu uns und erzählte so manche Anekdote seiner 20 jährigen thailändischen Niederlassung.

Er hat als Fischexporteur (Zuchtfisch) in Bangkok angefangen. Hatte sich später mit seiner Frau am Rande des Khao Yai Nationalparks niedergelassen, wo dann die Fischzucht nicht mehr klappte. Er eröffnete zunächst mit seiner Frau ein Restaurant, schuf später Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste und führte dann seine Safaris zum Erfolg, weil er ausgezeichnete Kenntnis von Flora und Fauna hatte. Das war wohl nur möglich, weil er seinen Besuchern sehr gut jede Pflanze und jedes Tier nahe bringen konnte.

Heute ist die Khao Yai Lodge sein kleines Imperium, das er immer noch ausbaut.

Er war ein sehr netter gemeinsamer Abend.

Um 21.30h müde, aber glücklich über den schönen, erlebnisreichen Tag ins Bett.

29.04.02, Ha

07.30h gemütlich gefrühstückt. Danach auschecken und verabschieden von dem deutschen Ehepaar und Klaus Derwartz. Er gab uns noch Prospekte mit, die wir in Südthailand auslegen wollten.

08.30h brachte uns ein Fahrer mit dem Pick Up zum Bahnhof in Pak Chong. Der Zug soll um 09.37h fahren…aber er hat auch wieder Verspätung. Der Fahrkartenschalter wurde um 09.50h geöffnet. Auf dem Bahnhof viele Mitreisende. Ich befürchte, dass wir bis Bangkok stehen müssen. Die Bahnkarte 3.Klasse kostet für uns Beide 72,-Bath für eine Strecke von 200 Kilometern. Kurz vor Abfahrt des Zuges war der deutsche Augenarzt, den wir von der Lodge kannten, auf den Bahnsteig. Wollte nur mal sehen wie so ein Bahnhof aussieht, meinte er – sie besichtigten gerade in Pak Chong den Markt -.

Heino und ich bekamen im Zug noch einen Sitzplatz. Die Zeit im Zug verging relativ schnell. Laufend kamen fliegende Händler die die unterschiedlichsten Sachen zu Trinken und Essen anboten. Wasser, Cola, Bier, Säfte oder schon in kleine Plastiktüten abgefüllte Getränke mit Eis vermischt. Reis und Gemüse, getrocknete Tintenfische auf Stöckchen –stinkt durch den ganzen Zug -, gebratene Hähnchenkeulen und andere gegarte Fleischstückchen auf Spießen, Süßigkeiten und andere Knabbersachen wurden angeboten. Aber auch Haarspangen, Erfrischungstücher und andere Kleinwaren wurden verkauft….so wurde es nie langweilig…

mit Verspätung, um 14.10h, kommen wir auf dem Hauptbahnhof Lampong in Bangkok an.

Am Informationsschalter erhalten wir die Auskunft, dass wir mit der Buslinie 179 bzw. 507 zum Southern Busterminal fahren können. Abfahrt des Busses an der Hauptstraße gegenüber dem Hauptbahnhof.

Wir trabten mit unserem Gepäck zur Stadtbushaltestelle und stiegen bald in die Linie 507….die leider in die falsche Richtung fuhr. Nach wenigen Fahrminuten klärte sich die Sache mit der Schaffnerin und ließ uns freundlich wieder aussteigen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatten wir dann die richtige Richtung und bald auch die Linie 179 – non AC- bestiegen. Fahrkosten 10,-Bath. In Bangkok war mal wieder Trafik Jam und es ging mehr mit Stopp als mit Go durch China Town. Später kamen wir über die Ratchdamnoen Rd. in Richtung Chao Phraya Brücke am frisch renovierten Royal Hotel – hier hatten wir 1985 übernachtet – vorbei. Die gesamte Straßenführung ist hier anders geworden. Linker Hand sehen wir in der Ferne die Kuppel des Wat Phra Keo glänzen.

Nachdem wir den Fluss überquert hatten, ging die Fahrt zügig voran.

Gegen 16.00h waren wir am Southern Busterminal. Am VIP999 Schalter kauften wir Fahrkarten für den Nachtbus nach Phuket; 2 Personen 1510,-Bath. Der Bus soll um 19.20h fahren. So haben wir noch genügend Zeit…

Am nächsten Morgen waren wir in Khao Lak, ca. 80 km nördlich von Phuket, um die restlichen Urlaubstage zur relaxen ……

 

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