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Übersicht Reiseberichte

 

14.01.2001 Ha.

Bangkok

Um 04.30h im Asia Hotel geweckt worden.....die Nacht war zu kurz.

Gegen 5.00h ausgecheckt und das Frühstücksbüffet geplündert.....wir waren die Ersten. Vom Omelett, Spiegelei, Nudeln, gebackene Tomaten, Müsli, Kuchen bis zum Obst war alles schon vorhanden um diese frühe Morgenstunde.

Um 05.45h stand unser bestelltes Taxi bereit.

Unser Fahrer fuhr recht aggressiv. Er fuhr kreuz und quer durchs Viertel zum Bahnhof...und das ohne Not, da der Massenverkehr noch nicht eingesetzt hatte.

Um 06.00h entließ er uns dann am Bahnhof Hua Lamphong.

Der Zug nach Nong Khai stand schon bereit....ganz schön lang....so um 20 Waggons.. Heino und ich hatten Platzkarten in der 2. Wagenklasse am Anreisetag für 280,-Bt/Pers. gebucht; ohne AC. Im Wagen bequeme Liegesitze.....so werden wir die 12stündige Bahnfahrt wohl gut verbringen.

Da unser Wagen kein AC hatte, blieben die Fenster offen und die Deckenventilatoren liefen.

Die offenen Fenster hatten zur Folge, daß durch die Brandrodung der abgeernteten Reisfelder enorm viel Asche durch den Zug aufgewirbelt wurde und uns mit schwarzen Stippen besprenkelte.....war zum Glück nur oberflächlich!

Unterwegs gab es relativ wenig aufregendes zu sehen. Abgeerntete Reisfelder, hier und dort Waterbeefs (Wasserbüffel), Krematorien an kleinen Dorftempeln.....viel Gegend.....wenig Menschen.

....die Fahrzeit wurde uns doch länger als wir dachten. Saumüde schliefen wir immer wieder ein. In unserem Wagen nur ein Tourist, sonst alles Thais.....auch die schliefen um die Wette.

Es kamen laufend Kleinhändler mit Eß- oder Trinkbaren durch den Zug und boten ihre Waren an. Das Angebot reichte von Obst über gebratenes Huhn, von Cola bis Thai-Whisky. Hin und wieder wurden Zeitungen, wie die "Bangkok Post", angeboten.

Der Zug lief in Nong Kai um 17.45h, mit wenig Verspätung, ein. Es dämmerte bereits.

Ein junger Thai ist mir behilflich das Gepäck aus dem hohen Waggon zu heben. Es stellt sich wenig später heraus, daß er Tuk-Tuk-Fahrer ist und die Chance sieht uns zu fahren.

Nach kurzem Handeln werden wir uns einig, daß er uns zum Guesthouse Mut Mee bringt. Sein Tuk-Tuk ist anders konstruiert wie die in Bangkok. Die vordere Hälfte ist ein Moped, die hintere Hälfte ist eine überdachte Ladefläche mit Bänken für den Personentransport....das ganze Gefährt sah aus wie ein motorisierter Eselskarren. -Wie sich später herausstellte, sind die Tuk-Tuk in der ganzen Region vielfach so konstruiert. -

Nach ein paar Kilometern Fahrt, die Busterminals und Bahnhöfe befinden sich meist außerhalb der Städte, liefert uns unser Fahrer im Guesthouse Mut Mee ab.

Bei Mee Mu bekommen wir ein Zimmer für 180,-B. Allerdings müssen wir mit Gemeinschaftsdusche und -WC vorlieb nehmen. Alternative wäre ein Palmmattenbungalow für 130,-B gewesen....aber der war voll mückig.......na, die Fahrt soll morgen früh sowieso weiter gehen. Wir haben uns mit dem Tuk-Tuk-Fahrer für 09.00h verabredet.

Nach einer kalten Dusche fühlen wir uns wie neu geboren.

Wir essen im Restaurant. Es ist wirklich so ausgezeichnet, wie der Reiseführer es beschrieb. Ich bekomme gebackenen Fisch mit Honig und Zitrone, Heino gebratenen Reis mit Gemüse, Huhn und Tofu.

Wir sitzen im Restaurant ganz gemütlich mit spärlicher Beleuchtung am Mekong und können zur laotischen Seite hinübersehen. Um uns herum viele Traveller aus allen Herren Länder.

Das Guesthouse, unter der Leitung eines Franzosen, ist gut organisiert. Jedes Zimmer hat sein eigenes Abrechnungsbuch, in das der Verzehr eingetragen wird. Buchnummer und Zimmernummer sind identisch. Getränke können die Gäste selbst aus den großen Kühlschränken nehmen und eintragen.....so kommen wir zügig zu unserem zweiten Bier. Kaffee und Tee können von einen Samowar gezapft werden.

Die Müdigkeit treibt uns früh ins Bett

Unser Zimmer ist recht spartanisch eingerichtet, aber sauber.......vor allem mückenfrei! Das garantieren Mückengitter an den Fenstern und eine zweite Moskitotür, direkt hinter der Zimmertür.

Die Betten sind sauber bezogen und jeder hat eine Steppdecke für die Nacht. Die werden wir gut gebrauchen können, da die Nachttemperaturen hier erheblich niedriger als in Südthailand sind.

Gute Nacht.

 

15.01.2001, Hei.

Wunderbar geschlafen.

Werde gegen 05.00h zum erstem Mal vom Trommeln der buddhistischen Mönche aus der Tempelanlage in der Nachbarschaft geweckt. Schlafe dann aber nochmals ein.

Gegen 07.30h pellen wir uns endlich aus den Betten und packen unsere sieben Sachen.

Zum Frühstück gibt es Käseomelette und Kaffee bzw. für Hannelore Tee. Gefrühstückt wird in der Morgensonne am Mekong, dem riesigen Grenzfluß.

Gegen 08.30h meldet sich das erste mal unser Tuk-Tuk-Fahrer. Er würde uns erst gegen 09.30h abholen, gibt er zu verstehen, da er noch vorher eine andere "Fuhre" erledigen muß......die Aussicht am Mekong war so schön und es drängte uns nichts.....

Also fuhren wir mit seinem Chumbo - so heißen hier die Tuk-Tuk, ließen wir uns sagen - zur Grenze. Sie wurde von der "Freundschaftsbrücke" über den Mekong dargestellt.

Unser Fahrer fragte, ob wir schon ein Visa für Laos hätten.......das Nein......darauf brachte er uns zu einem Visavermittler, von dem er bestimmt eine Provision erwartete. In dem kleinen Büro des Vermittlers wurden Visaformulare ausgefüllt und unsere mitgebrachten Paßbilder eingeklebt. Eine junge Thai fuhr dann weiter mit uns zur Grenze. Sie erledigte für uns die Ausreiseformalitäten am thailändischen Zoll und fuhr schließlich mit uns im Bus über die Freundschaftsbrücke (Niemandsland) zum laotischen Zoll und besorgte die entsprechenden Einreisestämpel in unseren Pässen.

Die Dienstleistung kostete uns 1000,-B, hätte natürlich auch von uns selbst gemacht werden können, wenn wir direkt zur Grenze gefahren wären.

....Jetzt waren wir in Laos.

Zunächst hatten Hannelore und ich Orientierungsschwierigkeiten um die Bushaltestelle nach Vientiane zu finden. Nachdem wir vielen, oder den meisten Taxifahrers klar gemacht hatten, daß wir lieber mit dem Bus fahren wollten, wurde uns schließlich der Platz der Bushaltestelle verraten.

Zwanzig Minuten später zockelten wir in einem voll besetzten Minibus in Richtung Vientiane. Die Straße war einigermaßen in Schuß, so daß wir für die 24km eine knappe Stunde bis Vientiane brauchten.

Während in Thailand die Reisfelder alle abgeerntet waren, beobachteten wir bei der Fahrt wie viele Felder mit Reissetzlingen bepflanzt wurden. Andere Reisfelder strahlten schon mit ihrem satten Grün...hier in Loas schienen die landwirtschaftlichen Zyklen anders zu laufen als in Thailnd.

....später in Vientiane empfing uns pralles Leben am Busterminal.......unser Bus wurde regelrecht an der Haltestelle gestürmt, so daß wir Schwierigkeiten hatten auszusteigen.......und der Busfahrer das Fahrgeld zu kassieren......auch noch Thai-Geld von uns......wir zahlten letztlich ca. 1,70M (umgerechnet) zu zweit für die Fahrt.

Vom Busbahnhof charterten wir uns einen Chumbo, nicht ohne Handeln, zum von uns ausgekuckten Hotel Lao und kamen dort nach viertelstündiger Stadtfahrt an.

Hotel Loa: sehr ordentliches, sauberes, großes Hotel. Hannelore und ich beschauten uns einige Zimmer und entschieden uns schließlich für ein Großes mit AC. Es kostete 30 US$/Tag incl. Frühstück.......am Nachmittag stellte sich heraus, daß wir statt im Loa Hotel im Hotel Loa gelandet waren.....und das war gut so!!!

Zum Mittag an die Mekong-Promenade der " Fa Ngoum Quay". Hier gibt es viele kleine Restaurants und Garküchen. Haben dort zunächst zu Mittag gegessen. Danach Spaziergang am Mekong in Richtung Norden.

Bald war die Straße nicht mehr asphaltiert und es herrschte nur noch Anliegerverkehr. Zum Mekong, am Damm, hingen kleine Restaurants, die ihre Terrassen frei schwebend über den Mekong angebracht hatten......zum großen Teil nette kleine Fischlokale.

Schließlich kamen wir zum Wat Kaimai. Er war leider verschlossen, deshalb konnten wir ihn nur von außen beschauen.

Später auf der Hauptstraße - Thanon Samsenthai - sahen wir das Thai-Flugbüro. Vorsorglich fragen wir nach den Kosten für einen Flug nach Südthailand. "Viel zu teuer!"

Am Nachmittag besuchen wir den "Wat Inpeng", eine der ältesten und prachtvollsten Tempelanlagen der loatischen Hauptstadt .

Hier fiel uns das erste Mal ein kleiner Friedhof aus unterschiedlichen Stupen als Grabmähler auf. An den Säulen der Stupen waren Bilder und Personendaten der verstorbenen vorhanden.

Im Folgenden erkundeten wir noch eine Weile die Stadt. Vientiane macht mehr den Eindruck eines übergroßen Dorfes. Es gibt nirgendwo ein Haus, daß höher ist als die Baumwipfel. Auch der Verkehr ist mäßig. Man sieht überwiegend Fahrrad- und Mopedfahrer.

Abends noch einmal an den Mekong zum Abendessen.

Für mich gab es Huhn mit Knoblauch.....Hannelore hat schon starke Bedenken (wegen des Knoblauchs) für die Nacht.

Als wir zurück zum Hotel Lao kamen, klingt uns von der Außenterrasse laotische Volksmusik entgegen. An den Tischen um die Bühne saß kein Hotelgast.

An der Hotelrezeption erfuhren wir, daß wir die einzigen Gäste sind......vermutlich musizieren die vier Laoten nur, weil sich von der Hotelleitung engagiert wurden.....und Geld gibt es nur für entsprechende Leistung.

Hannelore und ich hörten uns ein paar Musikstücke von unserem Balkon an.

Das Folkloreorchster spielte bis 22.00h.

Später Tagebuch geführt, dann ab ins Bett.

16.01.2001, Ha.

Bis gegen 07.00h geschlafen. Das Summen der Aircon-Anlage erinnert mich an die Triebwerksgeräusche im Flugzeug.

Wir sind auf unser Frühstück gespannt.

Im Restaurant gab es kein Buffett. Wir bestellten bei einer netten Bedienung Omelett, Brot, Butter, Marmelade Obst, Kaffee, Tee und Saft. Mit Brot und Getränken war das Restaurant zunächst zurückhaltend.....wir bekommen aber nach.

Heino und ich schreiben unsere 1. Urlaubspost.

Gegen 10.00h machen wir uns auf den Weg.......

...kamen als erstes zum That Dam, der ältesten Stupe in Vientiane.

Gegenüber, in der Hauptpost, geben wir unsere Urlaubsgrüße ab.

Weiter gings die Lane Xang Avenue in nördliche Richtung zum "Palou Say" , einem gewaltigen Triumphbogen. Eines der Wahrzeichen Vientianes. Man kann ihn besichtigen und über drei Etagen auf das Dach steigen.

Gebühr 1000 Kip/Pers. Nach 200 Treppenstufen haben wir die oberste Plattform erklommen. Von hier hatten wir einen guten Überblick über Vientiane. Bei strahlender Sonne und blauem Himmel machte die Stadt den Eindruck eines sehr grünen Dorfes. Es waren nur sehr wenig größere Gebäude und Tempel zu sehen, die zwischen den Bäumen hervorragten. Wir genossen den Ausblick.

Vom Triumphbogen gingen wir ca. 1 Kilometer zu Fuß - in Vientiane war es nicht übermäßig heiß - nördlich zum "That Luang".

Frisch, in goldgelber Farbe erstrahlt er vom weitem in Sonnenlicht. Er soll das älteste Monument von Vientiane sein. In einigen Kriegen wurde es immer wieder zerstört und wieder aufgebaut. Die Treppen zur Stupaplattform sind gesperrt. So können wir nur von unten die große Stupa bewundern.

Zur jeder Himmelsrichtung des That Luang ließ man eine Tempelanlage errichten. Heute sind noch zwei davon erhalten, die leider geschlossen sind.

Am frühen Nachmittag gingen wir zurück in Richtung Innenstadt und sahen von fern am Exerzierplatz vor dem Parlament das Denkmal des unbekannten Soldaten.

Verspätetes Mittagessen folgte. Heino aß Nudelsuppe und ich gebratene Nudeln mit viel grünem Strunkgemüse - sehr gut!! - .

Gegen 16.30h wieder im Hotel Lao.

Bis zum Abend genießen wir die Ruhe auf unserem Balkon.

Abendessen wieder am Mekong im kleinen Restaurant von gestern.

Danach verschickt Heino noch einige Mails in einem Internetcafe.

Im Hotelzimmer noch ein Bier getrunken. Draußen spielt wieder unser Privatorchester. Kein Gast zu sehen...aber heute ist eine Reisegruppe im Hause.

Gute Nacht.

17.01.2001, Hei.

Sehr gut geschlafen. 08.30h gemütlich gefrühstückt.

Danach zur Bank einen Traveller Check in Dollar tauschen.

10 US$ nochmals in Landeswährung "Kip" getauscht – wir wollten möglichst kein Restgeld bei der Ausreise haben! -

Erste Besichtigung an diesem Tage Wat Ho Pha Keo. Der älteste Wat in Vientiane.

Ganz toll, aber auch ganz anders wie die Thailändischen.

Mittagessen an der Fa Nagoum in einer kleinen Garküche.

Nachmittags Besichtigung von "Wat Sisaket". Er ist der einzige Tempel, der nicht von den Siamesen zerstört wurde.

Ähnlich wie in Bangkok rund um das Areal ein überdachter Wandergang mit großen und kleinen Buddhas. Es sollen insgesamt 1900 Stück sein.

Später liefen wir in Richtung Westen, der Thanan Setthatrath folgend und besuchten einen Tempel (????) nahe am Denkmal Sri Savang Vong.

Dieser Tempel war schon teilweise renoviert. Am anderen Teil arbeiteten die Mönche mit Bauarbeiter. War ganz interessant zu sehen, wie sie mit ihren safranfarbigen Gewändern das Baugerüst - zusammengebundene Bambusstäbe - emporhangelten. Große Teile des geschnitzten Holzfirstes wurden abgeschlagen und von anderen Mönchen zur Renovierung abgeseilt.

Als wahrer Kletterkünstler entpuppte sich ein junger, untersetzter Mönche, der die abzuseilenden Holzteile durch das Bambusgerüst dirigierte.

Abseits saßen ein paar Frauen zusammen, die die abgenommenen Dachpfannen reinigten.

.......weiter ging der Marsch zur Thassen Khou Vieng, dann weiter in Richtung Süden

Zufällig entdeckte ich einen Friseur. Wir wurden uns handelseinig meinen Restschopf für 5000,-Kip zu beschneiden.......war sicher ein Touristenpreis, aber für uns billig.

Sein junger Angestellte wagte sich nicht an meinen Kopf heran, so mußte ich warten bis der Chef zu meiner Verfügung stand. Er machte dann auch unter viel geplapper, wovon ich nur die Hälfte verstand, seine Arbeit ganz gut. Allerdings mußte Hannelore ein paar mal eingreifen, weil sie befürchtete, daß er des Guten zu viel tat!

Ein wenig später schauten wir uns eine Bananenbäckerei an. Hier wurden Bananen in Streifen in Ölt gebacken. Schmeckten gut und ähneln denen bei uns erhältlichen luftgetrockneten.

In dieser Gegend sollte die deutsche Botschaft liegen. Aber wir fanden sie nicht und gaben später die Suche auf - mit Straßennamen war es teilweise schwierig in Vientiane.- , weil unsere Karte zu ungenau war.

An der Uferstraße des Mekong Fa Ngrun ging es am Spätnachmittag zurück.

Die Schule war gerade aus und viele Kinder, mit ihrer einheitlichen Schulkleidung kamen uns entgegen. Wir machen von den Kindern ein paar hübsche Aufnahmen.

Im Schwemmland am Mekong baute man zur Niedrigwasserzeit große Flächen mit Gemüse an. Es wurde gerade geerntet.

Junge Frauen trugen große Körbe an Schulterstangen den Flußdamm hinauf, um ihr Gemüse gleich an kleinen Ständen an der Straße zu verkaufen. - Später probierten wir eine Art Kohlrabi. An dieser Frucht konnte man eine dicke Haut abziehen. Das Fruchtfleisch war sehr saftig und schmackhaft.

Gegen 17.00h wieder im Hotel Loa.

Auf unseren Balkon gelesen, etwas getrunken und Tagebuch geführt.

Zum Abendesssen wieder zu unserem Lokal an der Mekongstraße.

Hannelore und ich aßen Reisklöße (Reis, Ei Pfeffer, Gemüse, Knoblauch u.a.)........einfach gut!!! Dazu gab es eine große Flasche Lao Bier.

Früh ins Bett...........nicht ohne Orchester!

 

18.01.2001, Ha.

Jeden Morgen freut man sich in unserem Hotel, wenn wir noch einen Nacht nachbuchen......heute wird es aber die letzte sein. Morgen soll es wieder nach Thailand gehen.

Nach dem Frühstück habe ich erst mal meine Sandalen bei einem Straßenschuster reparieren lassen. Die Sohlen waren halb ab und durchgebrochen. Er klebte die Sohle und nähte sie wieder zusammen. Seine neben ihn sitzende Frau nähte per Hand einen neuen Reisverschluß in eine Handtasche. Selbst mit primitiven Handwerkszeug war man hier in der Lage gute Arbeit zu leisten.

Nach einer halben Stunde waren meine Schuhe repariert. Es hatte sich für das Schusterpaar gelohnt. Sie forderten den stattlichen Preis von 10.000,-Kip ( 2,50DM ) von uns. (Zum Vergleich: ein sehr gutes Essen mit Getränke kostet für uns zwei zwischen 16.000,- bis 20.000,-Kip)

Vom Schuster war es nicht weit zum Busterminal am Morningmarket.

Wir suchen und fanden die Linie 14, die uns zum 26km entfernten Wat Xieng Khuang (Buddhapark) bringen sollte.

Der Bus ist in kurzer Zeit zum Bersten voll. Wir müssen zunächst stehen. Für Heino reicht die Innenhöhe der Kabine nicht aus. Er steht wie ein Fragezeichen. Am Stadtrand verlassen einige Passagiere den Bus, so daß wir zu dritt auf zwei Plätzen sitzen konnten.

Die Fahrt führt zunächst zur Grenzstation nach Thailand (Freundschaftsbrücke). Dann geht es auf teils unbefestigten Straßen am Mekong entlang in Richtung Süden.

Wenig später haben wir unser Ziel Wat Xieng erreicht.

Eintritt für Touristen 2000,-Kip.......und schon sind wir in einem Fantasie- und Mythenland. Große und kleinere Skulpturen mystischer Buddhas, Elefanten, Schildkröten und allerlei anderer Fabelwesen waren hier aus Beton nachgebildet. Es machte Spaß hier durchzuschlendern. Rote Bougainvilleblüten gaben den passenden Kontrast. 

Durch ein mannshohes Maul einer riesigen Fratze konnte man in ein kürbisartiges Gebilde einsteigen und über Rundgänge und Stufen (3 Etagen) auf das Dach gelangen und hatte von hier einen herrlichen Überblick auf das Skulpturgelände.

In diesem Park verweilten wir einen halben Tag.

Im Wat-Restaurant hatten Heino und ich eine Trinkkokusnuß ausgetrunken. Nachdem die Frucht aufgeschlagen war, haben wir das lockere Fruchtfleisch verspeist. Es war schon einen halben Zentimeter dick....das reichte als Mittagsimbiß.

Am frühen Nachmittag warteten wir an der Straße auf unseren Bus. Heino wurde von drei kleinen Jungen attackiert. Einer von ihnen war so frech und versuchte immer wieder in Heinos Hosentasche zu gelangen.

Der Kleinbus der Linie 14 nahm uns schließlich auf und brachte uns in einer einstündigen Fahrt zurück nach Vientiane.

Im Bus werden wir von einem jungen Mann angesprochen. "Woher, wohin, wie alt, welcher Beruf" usf.. Ein anderer bot uns eine weiße knollenatige Frucht (s.o.) an. Wir wollten sie zunächst nicht annehmen, doch nachdem man uns zeigte wie gut man diese Frucht schälen konnte, probierten wir sie auch. Sie ließ sich ganz leicht abziehen, vom Stiel bis zur Spitze. und war von außen und innen blütenweiß. Sie schmeckte fast wie ganz junger Kohlrabi. Sehr zart und mild im Geschmack.

Nachdem wir den Bus verlassen hatten ging es in den Morningmarket.

In den großen Hallen bestand ein reichhaltiges Angebot vom Schmuck über Bekleidung bis zu Autoersatzteilen. Hier bleiben kaum Wünsche offen.

Gegen 17.00h wieder im Hotel Loa. Auf unserem Balkon labten unsere ausgedörrten Hälse sich am Lao Bier. Trinken , Lesen und Tagebuchschreiben bis die Sonne untergeht.

Am Abend Abendbrot in unserem schon fast eigenen Restaurant am Menkong. Mit Freude begrüßte man uns.

Früh ins Bett.

Auf Morgen!

19.01.2001, Hei.

Gut ausgeschlafen gefrühstückt.

Gegen 09.00h im Hotel Lao ausgescheckt.

Packten ein Chumbo voll mit unseren Rucksäcken, setzen uns noch dazu und fuhren zum Busbahnhof.

Hatten Glück. Unser Minibus zur Freundschaftsbrücke (thailändische Grenze am Mekong) kam gerade. So konnten wir ohne Streß mit unserem Gepäck einsteigen. Wenig später fuhr der Bus voll besetzt los. Dreiviertelstunde später waren wir an der laotisch/thailändischen Grenze.

Die Grenzformalitäten gestalteten sich unproblematisch und waren schnell überstanden. Ruckzuck hatten wir unseren Ausreisestempel im Paß.

Dann gings, wie bei der Einreise, mit dem Minibus über die Brücke (Niemandsland) zum thailändischen Grenzposten.

Hannelore und ich füllten zunächst unsere Einreiseformalitäten aus. Danach ging auch hier alles schnell. Visastempel in den Paß und schon waren wir wieder in Thailand.

Zum 3 Kilometer entfernten Bahnhof von Nong Khai fuhren wir mit drei weiteren, blutjungen Mädels und teilten uns den Fahrpreis für den gecharterten Minibus

Am Bahnhof bekamen wir für den Nachtzug von Nong Khai nach Bangkok nur noch Fahrkarten zweiter Klasse, ohne AC.

Der Zug sollte abends um 19.30h Nong Khai fahrplanmäßig verlassen.

Gegen 11.00h deponierten wir unsere sieben Sachen beim Bahnhofsvorstand und marschierten zu Fuß nach Nong Khai; etwa drei Kilometer.

Bald darauf aßen wir zu Mittag in einem Straßenlokal.

Danach suchten wir, nach Beschreibung des Reiseführers, einen Tempel Wat Pho Chai.

Die Stadt in ihrer Fläche, stellte sich als viel größer heraus, als wir angenommen hatten. Nach einigen Kilometern gaben wir die Besichtigung des Tempels auf.

An der Uferstraße gingen Hannelore und ich zurück in die Innenstadt und schlenderten hier durch einen riesigen Markt.

Wir kauften ein paar Tigerbalmdosen. Ein Balsam der auf der Haut aufgetragen, allerlei therapeutische Wirkungen - vom Mückenstich bis zur Hustenlinderung - durch seine ätherische Öle hatte. Er hatte uns auch schon zu Haus gute Dienste geleistet hatte.

Am späten Nachmittag, gegen 17.00h, sind wir wieder am Bahnhof. Dort noch etwas gegessen und getrunken.

Kurz nach 18.00h wurde der Zug bereitgestellt und wir nahmen unsere reservierten Plätze im Wagen 19 ein.

Pünktlich um 18.35h verließ der Zug Nong Khai. Es war schon fast dunkel.

.....wir ratterten durch die Nacht in Richtung Bangkok.

erstellt: 24.07.01                                                   zur Reiseberichtsübersicht